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01.11.2024

Phuket  

Mafia-Methoden eines russichen Unternehmers in Phuket

Mordversuch und Machtmissbrauch: Ermittlungen gegen Geschäftsmann

Mafia-Methoden eines russichen Unternehmers in Phuket - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Ein russischer Geschäftsmann steht in Phuket vor Gericht, nachdem ihm vorgeworfen wird, mehrere Personen, darunter ehemalige Angestellte, durch mafiaähnliche Einschüchterungen und Bedrohungen terrorisiert zu haben. Die Anschuldigungen gegen ihn sind gravierend und umfassen einen versuchten Mord, nachdem er angeblich die Bremsleitungen eines Motorrads manipuliert haben soll. Diese Handlung führte zu einem Ermittlungsverfahren, das nun an die Staatsanwaltschaft übergeben wurde.

Weeraphong Rakkhito, Polizeichef der Cherng Talay Polizeistation, bestätigte, dass die Untersuchungen abgeschlossen sind und die Akte dem Staatsanwalt vorliegt. Die Anklagen beruhen auf mehreren Beschwerden, die im Juni eingegangen sind und verbale sowie physische Drohungen, Nachstellung, Sachbeschädigung und versuchten Mord beinhalten. Zu den Beweisen, die vorgelegt wurden, gehören CCTV-Aufnahmen, die die Aussagen von insgesamt acht Betroffenen stützen.

Die mutmaßlichen Opfer sind sieben russische Staatsangehörige und ein Bürger aus Usbekistan. Sie berichten von wiederholten Bedrohungen, bei denen der Beschuldigte physische Gewalt androhte und Tracking-Geräte an den Fahrzeugen der Opfer anbrachte, um ihre Aufenthaltsorte verfolgen zu können. Ein Opfer hielt in einer Videoaufnahme fest, wie der Mann an einem Motorrad in Mai Khao die Bremsleitungen durchtrennte.

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Der Beschuldigte betreibt in Cherng Talay eine angesehene Schwimm- und Sprachschule. Die Opfer werfen ihm vor, seine wirtschaftliche Macht genutzt zu haben, um die Konkurrenz zu verdrängen. Dabei habe er die Schwimmschule ohne legale Genehmigungen betrieben und die Sicherheit der Kinder gefährdet. Diese Vorwürfe werfen ein Licht auf möglicherweise illegale Aktivitäten und Missbrauch von Machtpositionen in der Geschäftsführung der Schule.

Trotz der schweren Vorwürfe wurde der Angeklagte auf Kaution freigelassen, wie die Staatsanwaltschaft von Phuket bestätigte. Die betroffenen Personen haben sich inzwischen an die russische Botschaft gewandt und äußerten in einer gemeinsamen Erklärung ihre Ängste vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen. Ein Opfer kommentierte: „Bisher wurden Schritte gegen den Mann unternommen, aber er setzt seine illegalen Aktivitäten fort. Wir haben ernsthafte Angst um unsere Sicherheit.“

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Die Situation verschärfte sich, als der Angeklagte nach einer kurzzeitigen Ausreise nach Thailand zurückkehrte. Sein erneutes Auftauchen in Phuket, nachdem die Strafanzeige eingereicht wurde, ließ die Besorgnis der Opfer weiter wachsen. Das russische Konsulat bestätigte die Rückkehr des Mannes nach Thailand, was die Betroffenen zusätzlich beunruhigte.

Unzufrieden mit der verzögerten Informationsweitergabe der Polizei über den Stand der Ermittlungen zogen die Opfer kürzlich in Erwägung, die Abteilung für Sonderermittlungen (DSI) einzuschalten, um eine Beschleunigung des Falls zu erreichen. Der Polizeichef von Cherng Talay, Weeraphong Rakkhito, versicherte jedoch, dass sich die Behörden dem Fall intensiv widmen und die Anliegen der Opfer ernst nehmen, wie die Phuket News berichtete.


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Seit dem Überfall auf die Ukraine und den darauf folgenden Sanktionen hat sich in Phuket eine deutlich sichtbare Zunahme russischer Staatsbürger bemerkbar gemacht, die in der Region Fuß fassen möchten. Berichte über eine Häufung von Straftaten und dubiose Geschäftspraktiken werfen ein Schlaglicht auf potenziell kriminelle Netzwerke und mafiöse Strukturen. Immer häufiger wird von illegaler Beschäftigung und der aggressiven Übernahme bestehender Unternehmen gesprochen.

Einige dieser Akteure sollen lokale Geschäftsinhaber durch Einschüchterung und Manipulation zum Verkauf ihrer Firmen gezwungen haben. Hinzu kommen Schattengeschäfte in verschiedenen Bereichen, von Immobilien bis hin zu Dienstleistungen, die die rechtliche und wirtschaftliche Ordnung der Region zu untergraben drohen.

Diese Entwicklung sorgt in der thailändischen Öffentlichkeit und bei den Behörden gleichermaßen für Besorgnis, da die Einflüsse dieser Gruppen das Geschäfts- und Sozialklima in Phuket spürbar belasten könnten.
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