23.02.2026
Sport
Marquez sorgt in Buriram für Nervenkitzel
Vortraining in Thailand - Drei Stürze in der Trainingssession
Auf dem Chang International Circuit, einer Strecke, die mit langen Geraden und harten Bremszonen ohnehin höchste Konzentration verlangt, probierte Márquez verschiedene aerodynamische Konfigurationen an seiner neuen GP26 aus. Gerade im Bereich der Aerodynamik lotet das Team aktuell unterschiedliche Lösungen aus, um mehr Stabilität am Kurveneingang und bessere Traktion am Kurvenausgang zu gewinnen. Doch das Limit ist schmal – und Buriram verzeiht keine Unsicherheiten.
Der erste Sturz ereignete sich in einer schnellen Passage, als das Vorderrad wegrutschte. Wenig später folgte ein weiterer Ausrutscher beim Anbremsen – ein Bereich, in dem die Balance zwischen Aerodynamik, Bremsstabilität und körperlicher Belastbarkeit besonders kritisch ist. Márquez blieb zwar unverletzt, doch man merkte ihm an, dass die körperlichen Reserven nach Virusinfekt und Reha noch nicht vollständig zurück sind.
Gerade ein Magen-Darm-Virus kann für einen MotoGP-Piloten gravierende Folgen haben: Flüssigkeitsverlust, geschwächte Muskulatur und reduzierte Konzentrationsfähigkeit sind auf einer 300-km/h-Maschine keine Nebensächlichkeiten. In Kombination mit den anhaltenden Belastungen aus früheren Operationen wird jeder Testkilometer zur Herausforderung.
Der dritte Sturz schließlich sorgte für sichtbare Frustration im Team. Wieder verlor Marquez in Schräglage die Kontrolle – ein Hinweis darauf, dass die Abstimmung zwischen Reifen, Fahrwerk und Streckentemperatur noch nicht optimal war. Trotz der Zwischenfälle zeigte sich der achtfache Weltmeister kämpferisch und betonte nach der Session, dass solche Trainingsrisiken Teil der Setup-Arbeit seien.
Für sein Team bedeutet der Vorfall eine lange Nacht in der Garage. Datenanalyse, Ersatzteile und Feinarbeit stehen nun im Fokus, um vor Qualifying und Rennen Stabilität zu gewinnen. Buriram gilt mit seinen langen Geraden und harten Bremszonen als besonders anspruchsvoll für Vorderreifen und Balance – kleine Fehler werden sofort bestraft.
Nun steht Márquez vor einer wichtigen Entscheidung. Am letzten Tag der Vorsaisontests muss er gemeinsam mit seinem Team festlegen, welche aerodynamische Spezifikation in die Saison geht – nur eine Woche vor dem Großen Preis von Thailand am 1. März. Viel Zeit bleibt nicht. Buriram ist damit nicht nur eine technische, sondern auch eine körperliche Bewährungsprobe. Und Márquez zeigt einmal mehr: Er fährt – trotz aller Rückschläge – weiterhin am Limit.
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