Mit der Eisenbahn nach Phuket, Krabi und Phang Nga - Reisenews Thailand
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30.05.2026

Verkehr  

Mit der Eisenbahn nach Phuket, Krabi und Phang Nga

Thailands Andaman-Küste soll endlich ans Bahnnetz

Mit der Eisenbahn nach Phuket, Krabi und Phang Nga - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Phuket, Krabi und Phang Nga gehören zu den bekanntesten Reisezielen an Thailands Andamanenküste. Traumstrände, Inseln, Kalksteinfelsen, Tauchspots, Nationalparks, Sonnenuntergänge – touristisch ist die Region längst Weltklasse. Nur bei der Bahn sieht es bisher eher aus wie: „Ja, schöne Idee, aber der Zug ist leider irgendwo in Surat Thani ausgestiegen.“

Bis heute haben weder Phuket noch Krabi einen direkten Anschluss an das thailändische Eisenbahnnetz. Wer mit dem Zug aus Bangkok in den Süden fährt, landet meist in Surat Thani und muss von dort mit Bus, Van, Taxi oder Mietwagen weiter. Das funktioniert, ist aber nicht gerade die elegante Variante. Eher so: Romantische Nachtzugreise trifft auf Minivan-Realität mit Klimaanlage Stufe Tiefkühltruhe.

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Genau das soll sich langfristig ändern. Thailand plant bzw. prüft mehrere Bahnprojekte, die die Andaman-Region besser anbinden sollen: eine neue Strecke von Surat Thani über Phang Nga bis Tha Nun als Hauptkorridor Richtung Phuket sowie eine rund 68 Kilometer lange Abzweigstrecke von Thap Put nach Krabi und zum Krabi Airport.

Die große Idee: Eine Bahn-Achse Richtung Andamanensee

Das zentrale Projekt ist die geplante Strecke Surat Thani–Phang Nga–Tha Nun. Sie wird in offiziellen thailändischen Verkehrsplanungen als neue Meterspur-Bahnlinie mit rund 158 Kilometern Länge geführt. Tha Nun liegt im Norden der Phuket-Anbindung, nahe der Verbindung zwischen Phang Nga und Phuket.

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Damit würde erstmals eine Schienenachse von der bestehenden Südbahn in Surat Thani hinüber zur Andamanenseite entstehen. Das wäre ein echter Lückenschluss. Denn heute ist Surat Thani zwar ein wichtiger Bahnknoten für Reisende Richtung Samui, Phangan, Khao Sok, Phuket und Krabi – aber ab dort geht es eben auf der Straße weiter.

Für Phuket wäre diese Strecke besonders wichtig, weil sie die Grundlage für eine spätere oder ergänzende direkte Bahnverbindung zur Insel bilden könnte. In Berichten wurde bereits über eine Verbindung von Tha Nun nach Phuket International Airport gesprochen; auch lokale Behörden in Phang Nga haben sich mit dem Projekt beschäftigt.

Und Krabi? Dort ist eine eigene Abzweigstrecke geplant

Für Krabi geht es um die geplante Strecke Thap Put–Krabi. Diese Linie soll vom größeren Korridor Richtung Phuket abzweigen und Krabi erstmals direkt mit dem Bahnnetz verbinden. Geplant ist eine zweigleisige Meterspurstrecke mit rund 68 Kilometern Länge, die über Stationen wie Thap Put, Ao Luek, Khlong Hin, Khao Kram und Krabi bis zum Krabi International Airport führen soll.

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Besonders spannend: Die Station am Krabi Airport soll mit dem Passagierterminal verbunden werden. Das wäre für Reisende natürlich ziemlich praktisch. Zug raus, Koffer nehmen, Terminal rein – und nicht wie bisher: Zug raus, Fahrer suchen, Preis diskutieren, in den Van klettern und hoffen, dass der Koffer nicht auf einer ganz eigenen Abenteuerreise landet. Im März 2026 hielt die State Railway of Thailand bereits eine erste öffentliche Anhörung zur Strecke Thap Put–Krabi ab. Das zeigt: Das Projekt ist nicht nur eine hübsche Linie auf irgendeiner Zukunftskarte, sondern wird tatsächlich weiter untersucht und diskutiert.

Phuket und Krabi wären dann besser miteinander verbunden, wenn beide Projekte zusammen gedacht würden, ergäbe sich ein interessanter Andaman-Bahnkorridor. Die Hauptstrecke würde von Surat Thani über Phang Nga Richtung Tha Nun/Phuket führen. Bei Thap Put könnte die Krabi-Strecke abzweigen. Damit wären künftig theoretisch Bahnverbindungen zwischen Bangkok, Surat Thani, Phang Nga, Phuket und Krabi möglich.

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Das wäre vor allem für Touristen attraktiv, die Südthailand kombinieren wollen: Phuket, Khao Lak, Phang Nga, Krabi, Ao Nang, Railay, Koh Lanta oder Koh Phi Phi. Heute läuft vieles über Busse, Vans, Fähren und private Transfers. Das klappt, ist aber nicht immer bequem, nicht immer pünktlich und manchmal ein kleines südthailändisches Überraschungsei mit Motor.

Eine Bahnverbindung könnte die Region besser vernetzen, den Straßenverkehr entlasten und Reisenden eine zusätzliche Option geben – besonders für alle, die nicht fliegen möchten oder längere Strecken entspannter zurücklegen wollen.

Aber bitte nicht verwechseln: Geplant heißt nicht gebaut

So schön das klingt: Noch fährt kein Zug nach Phuket und auch keiner nach Krabi. Es gibt Planungen, Studien, öffentliche Anhörungen und Verkehrsstrategien – aber noch keine eröffnete Bahnstrecke. Wer also für den nächsten Urlaub schon „Bangkok–Ao Nang im Schlafwagen“ buchen möchte, wird enttäuscht. Der Fahrplan sagt derzeit noch höflich: träum weiter, aber bitte mit Geduld.

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Bei der Krabi-Strecke kursieren Zeitpläne, wonach Grunderwerb ab etwa 2029/2030, Bau ab 2031 und eine mögliche Eröffnung um 2035 denkbar wären. Solche Angaben sollte man aber vorsichtig behandeln, denn Infrastrukturprojekte in Thailand können sich ändern, verschieben oder politisch neu sortieren.

Auch bei Phuket ist die Lage noch nicht endgültig. Es gibt verschiedene Bahnideen: die überregionale Verbindung Richtung Tha Nun/Phuket, mögliche Anbindung an den Flughafen und zusätzlich seit Jahren diskutierte lokale Schienenprojekte auf Phuket selbst. Eine direkte, fertig beschlossene und im Bau befindliche Fernbahn bis Phuket-Stadt ist daraus aber noch nicht geworden.

Warum die Bahn für die Andaman-Region wichtig wäre

Die Vorteile liegen auf der Hand. Phuket und Krabi zählen zu den wichtigsten Tourismusregionen Thailands. Millionen Reisende kommen jedes Jahr über Flughäfen, Straßen und Fähren. Eine Bahnverbindung könnte den Verkehr breiter verteilen und neue Reiseformen ermöglichen.

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Für Krabi wäre der Bahnanschluss ein echter Meilenstein. Die Provinz wäre nicht länger nur per Flugzeug, Bus, Auto oder Boot erreichbar, sondern direkt über das nationale Schienennetz. Für Phuket wäre eine Bahnverbindung ebenfalls ein Prestigeprojekt – und möglicherweise eine Entlastung für die stark befahrenen Straßen zwischen Phuket, Phang Nga und Surat Thani.

Außerdem könnte die Bahn helfen, den Tourismus nachhaltiger zu gestalten. Natürlich wird ein Zug nicht alle Vans, Flüge und Taxis ersetzen. Aber jede zusätzliche gute Verbindung macht es einfacher, anders zu reisen. Und wenn Thailand seine Andaman-Küste langfristig als zusammenhängende Tourismusregion entwickeln will, braucht es mehr als schöne Strände und Instagram-Sonnenuntergänge. Es braucht Infrastruktur, die nicht bei der ersten Feiertagswelle kapituliert.

Es gibt auch Widerstand und offene Fragen

Wie bei fast jedem großen Verkehrsprojekt gibt es auch hier lokale Bedenken. Bei der Krabi-Strecke haben Anwohner im Bezirk Ao Luek bereits Änderungen an der geplanten Route gefordert. Sie sorgen sich um Auswirkungen auf Gemeinden, Grundstücke und Lebensräume.

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Das ist nachvollziehbar. Auf Projektkarten sehen Bahnlinien immer wunderbar sauber aus. Ein Strich von A nach B, ein paar Stationsnamen, fertig. In der Realität führt dieser Strich aber durch Dörfer, Felder, Naturflächen, Straßen und Besitzverhältnisse. Und dort wohnen Menschen, die nicht unbedingt begeistert sind, wenn der Fortschritt plötzlich direkt am Gartenzaun vorbeirattert.

Dazu kommen die üblichen großen Fragen: Finanzierung, Umweltverträglichkeitsprüfung, Grunderwerb, Baukosten, technische Umsetzung, Fahrgastpotenzial, Betriebskonzepte und Anschluss an bestehende Strecken. Klingt trocken, entscheidet aber darüber, ob aus Visionen irgendwann Züge werden.

Phuket bleibt der schwierigere Kandidat

Krabi hat mit der geplanten Thap-Put-Strecke ein relativ klar beschriebenes Projekt. Phuket ist komplexer. Die Insel ist dicht bebaut, touristisch stark belastet und verkehrlich ohnehin schwierig. Eine Bahnverbindung nach Phuket müsste nicht nur technisch machbar sein, sondern auch sinnvoll in die bestehende Verkehrsstruktur passen.

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Dazu kommt: Phuket diskutiert seit Jahren auch über lokale Schienenlösungen, etwa Light-Rail- oder Tram-ähnliche Systeme zwischen Flughafen, Phuket Town und südlicheren Inselbereichen. Solche Projekte sind aber eigenständig von der Fernbahnfrage zu betrachten. Eine Fernbahn bis in die Region und ein lokales Inselbahnsystem wären zwei verschiedene Baustellen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Für Reisende wäre am Ende natürlich ideal: Fernzug bis Phuket bzw. in Flughafennähe, dann gute lokale Verteilung auf der Insel. Aber zwischen „ideal“ und „fertig gebaut“ liegt in Thailand erfahrungsgemäß eine gewisse Menge Papier, Beton, Debatte und Geduld.

Was würde sich für Urlauber ändern?

Wenn die Andaman-Bahn tatsächlich kommt, könnten sich Reisen nach Südthailand deutlich verändern. Denkbar wären bequemere Kombinationen wie Bangkok–Surat Thani–Phang Nga–Krabi oder Bangkok–Surat Thani–Phang Nga–Phuket. Auch regionale Verbindungen zwischen Phuket und Krabi wären perspektivisch spannend, sofern der Korridor entsprechend betrieben wird.

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Für Touristen könnte das bedeuten: weniger Zwang zum Inlandsflug, weniger Minivan-Marathon, bessere Kombireisen und vielleicht sogar neue Nachtzugangebote Richtung Andamanensee. Für Hotels, Ausflugsanbieter und lokale Gemeinden entlang der Strecke könnten neue Chancen entstehen.

Man stelle sich vor: abends in Bangkok in den Zug, morgens weiter Richtung Phang Nga, Krabi oder Phuket. Kein Flughafenstress, keine Gepäckwaage, keine Boardinggruppe 7, kein „Ihr Gate wurde geändert“ fünf Minuten vor Abflug. Einfach reisen. Fast schon verdächtig angenehm.

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