15.11.2025
Phuket
Mutmaßlicher GRU-Hacker mithilfe von FBI in Thailand gefasst
Thailand nimmt weltbekannten russischen Cyberkriminellen fest
Wie ein Sprecher der russischen Botschaft, Ilja Ilyin, gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur TASS erklärte, habe man die thailändische Seite um Informationen zu den Hintergründen der Festnahme gebeten. Zudem bemühe man sich, konsularischen Beistand für den Betroffenen zu organisieren.
Offiziell schweigen die thailändische Behörden bislang über Name, Pseudonym oder die konkreten Vorwürfe, was Spekulationen weiter befeuert. Thai-Polizisten bestätigten lediglich, dass der Mann auf Phuket im Rahmen einer mit US-Behörden koordinierten Operation festgenommen und anschließend nach Bangkok überstellt wurde. Dort soll er bis zu seiner möglichen Auslieferung in Haft bleiben.
Die Vorgeschichte der Festnahme liest sich wie ein klassischer Fall internationaler Cyberkriminalität: Nach Angaben lokaler Medien sei der Mann erst Ende Oktober nach Thailand eingereist und anschließend in einem Hotel in einem Küstenbezirk Phukets aufgespürt worden. Im Rahmen der Razzia beschlagnahmten Ermittler mehrere Laptops, Smartphones und digitale Wallets. Die thailändische Polizei bestätigte, dass das FBI an der Aktion beteiligt war – eine Stellungnahme der US-Bundespolizei steht bislang aus.
„Weltbekannter Hacker“? – Verdacht fällt auf GRU-Offizier Lukaschew
Für zusätzliche Spannung sorgt ein Bericht des unabhängigen russischen Portals Vot Tak: Demnach komme unter den von der US-Bundespolizei gesuchten russischen Militärhackern nur Aleksei Lukaschew altersmäßig für die Festnahme infrage.Lukaschew ist Offizier des russischen Militärgeheimdienstes GRU und wurde 2018 in den USA – gemeinsam mit elf weiteren Agenten – wegen der mutmaßlichen Manipulation der US-Präsidentschaftswahl 2016 angeklagt. Die Gruppe, die unter den Codenamen APT28, Fancy Bear oder BlueDelta geführt wird, soll politische Organisationen gehackt und vertrauliche Daten veröffentlicht haben.
Ob der nun in Thailand gefasste Mann tatsächlich Lukaschew ist, haben weder Thai-Behörden noch US-Stellen bestätigt, aber auch nicht dementiert. Offizielle Angaben deuten darauf hin, dass Ermittler große Zurückhaltung üben – vermutlich wegen der diplomatischen Brisanz des Falls.
Teil einer Festnahmeserie russischer Cyberkrimineller
Der aktuelle Vorgang reiht sich in mehrere Fälle ein, in denen Thailand russische Staatsbürger wegen Cyberdelikten festgenommen hat. Erst im Februar verhaftete die thailändische Polizei vier Russen, die in der Schweiz und den USA wegen Ransomware-Angriffen auf insgesamt 17 Schweizer Unternehmen gesucht wurden.Die Gruppe soll Lösegeldforderungen in Millionenhöhe gestellt haben. Die jüngste Festnahme bestätigt den Trend: Thailand wird zunehmend zu einem Brennpunkt internationaler Cyberermittlungen – nicht zuletzt, weil sich einige Täter offenbar in dem beliebten Urlaubsland sicher wähnten.
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