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05.08.2026

Bangkok  

Nach Brandkatastrophe: Bangkok schließt dutzende Bars und Clubs

Großrazzia - Fast jedes zehnte kontrollierte Lokal muss sofort dichtmachen

Nach Brandkatastrophe: Bangkok schließt dutzende Bars und Clubs - Reisenews Thailand - Symbolbild 1

Der verheerende Brand in einem Unterhaltungsbetrieb, bei dem die Zahl der Todesopfer inzwischen auf 37 gestiegen ist und mehr als 70 Menschen verletzt wurden, hat in Thailand weitreichende Konsequenzen. Die Behörden in Bangkok haben innerhalb weniger Tage eine groß angelegte Sicherheits- und Lizenzkontrolle gestartet – mit alarmierendem Ergebnis: 79 Bars, Clubs und andere Vergnügungsstätten mussten ihren Betrieb sofort einstellen.

Insgesamt nahmen Mitarbeiter der Bangkok Metropolitan Administration (BMA) zwischen dem 19. und 26. Juli 865 Unterhaltungsbetriebe unter die Lupe. Damit wurden bereits rund 72 Prozent aller 1.204 als besonders relevant eingestuften Lokale kontrolliert. Ziel der Aktion ist es, ähnliche Tragödien künftig zu verhindern und das Vertrauen der Besucher in die Sicherheit der Betriebe wiederherzustellen.

Nur jedes fünfte Lokal ohne Beanstandung

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Die Bilanz der Kontrollen zeigt deutlich, dass noch erheblicher Handlungsbedarf besteht. Lediglich 168 Betriebe, also nicht einmal jeder fünfte kontrollierte Betrieb, erfüllten sämtliche gesetzlichen Anforderungen. Diese Lokale verfügten über alle notwendigen Genehmigungen und entsprachen den geltenden Sicherheitsvorschriften.

Bei den übrigen Betrieben entdeckten die Kontrolleure dagegen unterschiedlich schwere Verstöße – von kleineren Sicherheitsmängeln bis hin zum vollständigen Fehlen einer Betriebserlaubnis.

Mehr als 600 Betriebe müssen nachbessern

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Den größten Teil der kontrollierten Lokale bilden 618 Bars, Restaurants, Clubs und Unterhaltungseinrichtungen, die zwar grundsätzlich legal betrieben werden, jedoch Mängel aufwiesen. Bei 570 Betrieben stellten die Inspektoren kleinere Verstöße fest. Diese Betreiber erhielten Auflagen und müssen die beanstandeten Punkte innerhalb einer festgelegten Frist beseitigen.

Weitere 48 Betriebe waren bereits bei früheren Kontrollen aufgefallen. Obwohl sie damals aufgefordert worden waren, ihre Mängel zu beseitigen, waren die erforderlichen Verbesserungen auch bei der erneuten Kontrolle noch immer nicht umgesetzt. Gegen diese Unternehmen wurden deshalb formelle Anordnungen erlassen.

79 Lokale müssen sofort schließen

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Besonders konsequent gingen die Behörden gegen Betriebe vor, die ohne die erforderlichen Genehmigungen arbeiteten. 60 Lokale wurden vorübergehend geschlossen, weil ihnen die notwendige Betriebslizenz fehlte.

Weitere 19 Betriebe durften zwar grundsätzlich geöffnet bleiben, mussten jedoch ihre Live-Musik-Veranstaltungen sofort einstellen, da hierfür keine entsprechende Genehmigung vorlag. Damit musste fast jedes zehnte kontrollierte Lokal den Betrieb ganz oder teilweise einstellen.

Brandkatastrophe als Weckruf

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Die aktuellen Kontrollen stehen in direktem Zusammenhang mit dem schweren Brandunglück, das Thailand vor wenigen Wochen erschütterte. Der Vorfall hat erneut gezeigt, welche Folgen fehlende Sicherheitsmaßnahmen, mangelhafte Fluchtwege oder unzureichende Kontrollen haben können.

Seitdem überprüfen die Behörden verstärkt Brandschutzanlagen, Notausgänge, Feuerlöscher, elektrische Installationen sowie sämtliche Betriebsgenehmigungen. Gerade in Bars, Clubs und Veranstaltungsorten mit vielen Gästen sollen Risiken künftig deutlich früher erkannt werden.

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Für Bangkok ist die Aktion noch lange nicht abgeschlossen. Die Stadtverwaltung kündigte an, die Überprüfungen in den kommenden Wochen fortzusetzen, bis sämtliche Unterhaltungsbetriebe kontrolliert wurden.

Neben der Durchsetzung gesetzlicher Vorschriften verfolgt die Kampagne ein weiteres Ziel: Besucher sollen sich beim Ausgehen wieder sicher fühlen und darauf vertrauen können, dass Bars, Clubs und Musiklokale die vorgeschriebenen Sicherheitsstandards tatsächlich einhalten.

Nach der jüngsten Kontrollwelle dürfte jedenfalls klar sein: Die Zeiten, in denen fehlende Lizenzen oder mangelhafter Brandschutz einfach übersehen wurden, sollen in Bangkok endgültig vorbei sein.

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