23.07.2024
Umwelt
Nachhaltige, grüne Zukunft für Bangkok
Bangkoks Gouverneur verspricht 130 neue Parks bis 2026
Bangkok macht unter der Führung von Gouverneur Chadchart Sittipunt bedeutende Fortschritte in Richtung Nachhaltigkeit. Über den Green Bangkok 2030 Plan hinaus hat der Gouverneur nun ein neues ökologisches Projekt ins Leben gerufen, das darauf abzielt, die Stadt grüner und lebenswerter zu machen.
Chadcharts ehrgeizige Vision sieht vor, dass jeder Bürger innerhalb von 15 Minuten Zugang zu Grünflächen haben soll. Bis 2026 sollen 130 Parks entstehen und zwei Millionen Bäume gepflanzt werden. Dies ist ein bedeutender Schritt, insbesondere angesichts der Tatsache, dass in den letzten zwei Jahren bereits weit über eine Million Bäume mit Bangkoks Baum-Pflanzprogramm gepflanzt wurden.
Thailand hat lange mit Umweltproblemen wie dem Verlust der Biodiversität, Bodenerosion und Abholzung zu kämpfen. In Großstädten wie Bangkok wurde die Situation durch die hohe Luftverschmutzung, die aus Verkehr und Industrieabgasen resultiert, weiter verschärft. Hinzu kommt die zunehmende Menge an Plastikmüll, die sowohl Wasser- als auch Landökosysteme belastet.
Trotz einer Bevölkerung von über 10 Millionen Menschen verfügt Bangkok nur über begrenzte Grünflächen pro Kopf. Daher ist die Schaffung neuer Parks und Grünflächen entscheidend, um die Lebensqualität zu verbessern und die Attraktivität der Stadt für internationale Fachkräfte zu steigern. Dies könnte Bangkok in die Lage versetzen, mit anderen Metropolen wie Singapur zu konkurrieren.
Im Gegensatz zum Green Bangkok 2030 Plan, der im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen steht und großflächige Projekte vorsieht, konzentriert sich Chadchart nun auf die Entwicklung kleinerer Parks in unterversorgten Gebieten. Ziel ist es, einen gerechten Zugang zu Grünflächen für alle Bürger zu gewährleisten. Das neue "15-Minuten-Park-Konzept" soll sicherstellen, dass wesentliche Einrichtungen wie Schulen, Einkaufszentren, Restaurants und Parks innerhalb eines 15-minütigen Fußwegs erreichbar sind. Statt jedes Jahr ein oder zwei große Parks zu bauen, liegt der Fokus nun auf der Schaffung zahlreicher kleinerer, weit verbreiteter öffentlicher Räume.
Die Auswahl neuer Parkstandorte erfolgt nach einem sorgfältigen Verfahren. Zunächst werden die Bedürfnisse der Bewohner analysiert, indem dicht besiedelte Gebiete in der Nähe von Gemeindezentren bewertet werden. Anschließend wird die Gemeinschaft eingeladen, ihre Anforderungen zu diskutieren. Schließlich wird der Park unter Berücksichtigung des Feedbacks der Bevölkerung entworfen. Die Einbeziehung der lokalen Gemeinschaft von Anfang an soll die Pflege und Sicherheit der Parks nach ihrer Eröffnung verbessern und ein Gefühl der Eigenverantwortung unter den Bewohnern fördern.
Die Schaffung von Pocket-Parks in einer dicht besiedelten Stadt wie Bangkok stellt eine Herausforderung dar. Als Lösungen wurden Initiativen wie die Nutzung von Flächen unter Schnellstraßen, die Umwandlung von Betonflächen in Grünflächen, die Nutzung von Teilen von Parkplätzen und die Zusammenarbeit mit lokalen Schulen, um deren Gelände nach Schulschluss für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, umgesetzt.
Um das Überleben der Bäume zu gewährleisten, wurde eine neue Politik eingeführt, die 50 Baumexperten, auch Baumärzte genannt, vorsieht. Diese Spezialisten sind darauf geschult, die Gesundheit der Bäume umfassend zu überwachen und zu erhalten. Im Jahr 2022 hatte die Stadt nur einen Baumdoktor, aber unter der aktuellen Verwaltung ist diese Zahl auf 15 gestiegen, mit weiteren, die durch laufende Schulungs- und Zertifizierungsinitiativen hinzukommen werden.
Die Bewohner von Bangkok zeigen sich zufrieden mit dem neuen Gouverneur und seinen Initiativen. Um die Qualität der Parks sicherzustellen, werden Parkqualitätsinspektoren eingesetzt, die den Zustand der Parks regelmäßig beurteilen.
Insgesamt sind die Maßnahmen von Gouverneur Chadchart Sittipunt ein starkes Signal für eine nachhaltige Zukunft Bangkoks. Mit einem klaren Fokus auf die Verbesserung der urbanen Grünflächen und der Infrastruktur zeigt sich die Stadt gut gerüstet für die kommenden Jahre. Die positiven Trends in den Besucherzahlen und die gesteigerte Lebensqualität sind ein Beweis für die Widerstandsfähigkeit und Attraktivität Bangkoks als globales Reiseziel und lebenswerte Metropole.
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