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14.10.2024

Umwelt  

Neue EU-Vorschriften drängen Thailands Tourismusbranche zum Handeln

Thailands Anpassung an neue EU-Nachhaltigkeitsregeln als Überlebensstrategie

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Im Rahmen eines Seminars mit dem Titel „Action Alert! Accelerating Sustainable Tourism in Thailand“ diskutierten die thailändische Tourismusbehörde (TAT) und Vertreter der Privatwirtschaft wichtige Schritte zur Vorbereitung auf neue Umweltvorschriften der Europäischen Union (EU), die in den nächsten zwei Jahren in Kraft treten werden. Ziel des Seminars war es, die thailändische Tourismusbranche auf diese Regelungen vorzubereiten und nachhaltige Praktiken umzusetzen.

Teerasil Tapen, stellvertretender Gouverneur der TAT, betonte, dass die neuen EU-Anforderungen die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern mit glaubwürdigem Nachhaltigkeitsmanagement erforderlich machen. Ohne dieses Wissen könnten thailändische Tourismusunternehmen in Zukunft Schwierigkeiten haben, Partnerschaften mit Unternehmen in der EU und Nordamerika aufzubauen oder aufrecht zu erhalten. Zukünftige Regulierungen, insbesondere die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), werden umfassende Maßnahmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) erfordern.

Die CSRD verlangt, dass Unternehmen detailliert über ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen berichten, während die CSDDD Unternehmen verpflichtet, ihre Lieferketten auf die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards zu überprüfen. Beide Richtlinien müssen bis 2026 vollständig umgesetzt sein und Unternehmen, die diese Standards nicht erfüllen, riskieren den Verlust internationaler Geschäftsmöglichkeiten.

Der Wandel hin zu strengeren Regeln wird auch durch die wachsende Nachfrage der Reisenden nach nachhaltigen Angeboten verstärkt. Juthamas Wisansingh, Gründerin einer Plattform für nachhaltigen Tourismus, unterstrich, dass die Anpassung an diese neuen Realitäten nicht mehr optional, sondern für das Überleben der Tourismusbranche unerlässlich sei. „Nachhaltigkeit ist keine kurzfristige

Kaewta Muangkasem, Vertreterin von Green Destinations, ergänzte, dass der Tourismussektor ein tiefes Verständnis für den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen entwickeln müsse. Gleichzeitig sei es wichtig, lokale Gemeinschaften, Biodiversität und kulturelle Vielfalt zu respektieren. Diese Elemente seien entscheidend, um positive soziale Ergebnisse zu erzielen und Nachhaltigkeit als strategischen Rahmen für langfristigen Erfolg im Tourismussektor zu nutzen.

Anupong Kriangkrailipikorn betonte, dass moderne Reisende nachhaltigen Tourismus zunehmend als Beitrag zu einer besseren Zukunft betrachten. Vor diesem Hintergrund hätten Tourismusunternehmen, die nach Nachhaltigkeitsstandards zertifiziert sind, einen klaren Wettbewerbsvorteil. Nachhaltigkeitszertifizierungen ermöglichen es Unternehmen, sich von der Konkurrenz abzuheben und gleichzeitig die steigende Nachfrage nach umweltbewussten Reiseangeboten zu bedienen.

Die thailändische Tourismusbranche steht vor der Herausforderung, nicht nur auf die neuen EU-Vorschriften zu reagieren, sondern auch die allgemeine Nachfrage nach nachhaltigeren Reiseoptionen zu bedienen. Dieser Wandel erfordert ein Umdenken in vielen Bereichen - von der Nutzung ökologischer Ressourcen über den Schutz der lokalen Umwelt bis hin zur Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften und dem Respekt für kulturelle Unterschiede.

Das Seminar „Action Alert!“ war ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein der Branche für die bevorstehenden Veränderungen zu schärfen. Es hat deutlich gemacht, dass die Umsetzung nachhaltiger Praktiken in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle im globalen Wettbewerb spielen wird. Dabei geht es nicht nur um die Einhaltung internationaler Vorschriften, sondern vor allem um die Sicherung des langfristigen Erfolgs des thailändischen Tourismusmarktes.
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