16.09.2026
Wetter
Neue Überflutungswarnung für Thailand: 28 Provinzen im Visier
Neue Warnung vor Sturzfluten: Auch Koh Chang, Khao Lak und Phuket dabei
Wichtig für Urlauber: Die Warnung bedeutet nicht, dass nun 28 Provinzen komplett unter Wasser stehen oder eine flächendeckende Katastrophenlage erwartet wird. Genannt werden vielmehr konkrete Bezirke und besonders gefährdete Gebiete, die in den kommenden Tagen genauer beobachtet werden sollen.
Der Monsun liefert weiter Nachschub
Ursache ist eine Kombination aus einer Monsunrinne und dem weiterhin aktiven Südwestmonsun über der Andamanensee, Thailand und dem Golf von Thailand. Dadurch können sich regional kräftige Regenfälle entwickeln – und nach den Niederschlägen der vergangenen Tage sind manche Böden bereits gut mit Wasser versorgt.Besondere Aufmerksamkeit gilt Gebieten, in denen innerhalb von 24 Stunden mehr als 90 Millimeter Regen fallen. Außerdem sollen bekannte Überschwemmungszonen besonders eng überwacht werden.
Der Norden: zwölf Provinzen betroffen
Die umfangreichste Warnliste gibt es im Norden. Betroffen sind Teile von Mae Hong Son, Chiang Mai, Chiang Rai, Lampang, Phayao, Phrae, Nan, Tak, Uttaradit, Phitsanulok, Phetchabun und Uthai Thani.Für Reisende interessant: In der Provinz Chiang Mai betrifft die Warnung unter anderem Omkoi, Mae Chaem, Chom Thong und Hot. In Mae Hong Son werden unter anderem Pai, Mae Sariang und Khun Yuam genannt. In Chiang Rai steht neben Mae Suai auch der Stadtbezirk Mueang Chiang Rai auf der Beobachtungsliste.
Gerade in den bergigen Regionen können kurze, extrem kräftige Regenfälle problematischer sein als tagelanger normaler Regen. Kleine Bäche können innerhalb kurzer Zeit anschwellen, Straßen überspült und Hänge instabil werden.
Auch Koh Chang steht auf der Liste
Im Nordosten betrifft die Warnung Teile der Provinzen Loei, Chaiyaphum, Sakon Nakhon und Nakhon Phanom.Im Osten werden Chanthaburi und Trat genannt. In Trat betrifft die Warnung neben mehreren Festlandbezirken ausdrücklich auch Koh Chang. Urlauber auf der Insel sollten daher insbesondere bei Ausflügen zu Wasserfällen und in bergiges Gelände die Wetterentwicklung im Auge behalten.
Im Westen betrifft die Warnung Teile der Provinz Kanchanaburi, darunter Sangkhla Buri, Sai Yok, Thong Pha Phum, Dan Makham Tia und Si Sawat.
Phuket, Khao Lak und Krabi ebenfalls betroffen
Für Thailandurlauber besonders relevant ist die Warnung für den Süden. Hier stehen neun Provinzen auf der Liste: Ranong, Phang Nga, Phuket, Krabi, Satun, Songkhla, Yala, Pattani und Narathiwat.Auf Phuket betrifft die Warnung alle drei Bezirke Thalang, Mueang Phuket und Kathu – damit praktisch sämtliche Teile der Insel. In Phang Nga werden Kapong, Khura Buri, Takua Pa, Mueang Phang Nga und Thai Mueang genannt. Damit liegt auch die bei Urlaubern besonders beliebte Khao-Lak-Region innerhalb des Beobachtungsgebietes. In Krabi gelten Ko Lanta, Khlong Thom und Ao Luek als besonders zu beobachtende Gebiete.
Das heißt allerdings auch hier nicht, dass Strandurlaub oder Reisen grundsätzlich problematisch wären. Bei kräftigen tropischen Schauern können sich die Verhältnisse jedoch lokal sehr schnell ändern. Besondere Vorsicht ist an Wasserfällen, Flüssen, Berghängen und auf Straßen in Senken geboten.
Einige Stauseen bereits zu mehr als 80 Prozent gefüllt
Zusätzlich hat das ONWR kleinere und mittlere Reservoirs in 14 Provinzen besonders im Blick, deren Speicherstände bereits über 80 Prozent liegen. Dazu gehören Chiang Mai, Chiang Rai, Phayao, Nan, Phetchabun, Tak, Uthai Thani, Chaiyaphum, Sakon Nakhon, Chanthaburi, Trat, Kanchanaburi, Krabi und Ranong.Auch mehrere Flüsse werden genauer überwacht, darunter der Kok und Sai River in Chiang Rai, der Nan River, Moei River, Khwae Noi, Pa Sak und Songkhram River sowie der Kolok River im tiefen Süden. Hier besteht bei weiterem Starkregen die Gefahr, dass die Pegel deutlich steigen oder Wasser über die Ufer tritt.
Behörden sollen sich auf mögliche Evakuierungen vorbereiten
Das ONWR hat die zuständigen Behörden angewiesen, Wetter- und Wasserstände laufend zu überwachen, Deiche und Entwässerungssysteme zu kontrollieren und Hindernisse aus Wasserwegen und Abflüssen zu entfernen.Personal, Pumpen, Maschinen und weitere Hilfsmittel sollen in gefährdeten Gebieten bereitstehen. Gleichzeitig sollen Einwohner frühzeitig informiert werden, falls sich eine Situation so weit verschärft, dass eine Evakuierung notwendig wird.
Für Urlauber gilt: aufmerksam bleiben, aber keine Panik
Die derzeitige Meldung ist zunächst eine Vorsorge- und Überwachungswarnung, keine Meldung über flächendeckende Überschwemmungen.Wer sich bis zum 19. September in den genannten Regionen aufhält, sollte lokale Wetterwarnungen beachten und bei Starkregen auf Ausflüge zu Wasserfällen, in Schluchten oder in bergiges Gelände verzichten. Auch ein scheinbar harmloser Bach kann nach einem Wolkenbruch ziemlich plötzlich seine thailändische Gelassenheit verlieren.
Und wie immer während der Regenzeit gilt: Wenn die Einheimischen sagen, eine Straße, ein Wasserfall oder ein Fluss sei heute keine besonders brillante Idee, muss man nicht unbedingt beweisen, dass Google Maps anderer Meinung ist. 😉
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