30.07.2026
Umwelt
Notfallplan greift: Dürre auf der beliebten Insel Koh Samui
Ferieninsel rationiert Wasser: Ab 3. August kommt es zu Abschaltungen
Wer in den kommenden Tagen also nach Koh Samui reist oder bereits auf der beliebten Ferieninsel lebt, sollte sich auf Einschränkungen einstellen. Aufgrund anhaltender Trockenheit und sinkender Wasserreserven führt die thailändische Wasserbehörde (PWA) ab Montag, 3. August, zunächst für sieben Tage eine rotierende Wasserversorgung ein.
Der Grund ist einfach: Es steht deutlich weniger Wasser zur Verfügung, als täglich benötigt wird. Über die Versorgungsleitung vom Festland können derzeit nur noch rund 16.000 Kubikmeter Wasser pro Tag bereitgestellt werden. Der tägliche Bedarf auf Koh Samui liegt jedoch bei etwa 34.000 Kubikmetern. Damit fehlen jeden Tag rund 18.000 Kubikmeter.
Damit nicht einzelne Regionen komplett leer ausgehen, wird die Insel in verschiedene Versorgungszonen eingeteilt. Diese erhalten das Leitungswasser abwechselnd nach einem festen Zeitplan. Die Behörden bitten deshalb alle Bewohner und Unternehmen, rechtzeitig Wasser zu speichern und möglichst sparsam damit umzugehen.
Bereits in den vergangenen Tagen hatten zahlreiche Bewohner über schwachen Wasserdruck oder komplett ausgefallene Wasserversorgung berichtet. Manche Familien mussten sich bereits Wasser von privaten Tankwagen liefern lassen – eine zusätzliche finanzielle Belastung.
Auch Hotels, Resorts, Restaurants und andere Tourismusbetriebe bereiten sich auf die Engpässe vor. Viele verfügen über große Wassertanks und Reserven, dennoch entstehen zusätzliche Kosten durch die Beschaffung von Wasser. Einige Unternehmer befürchten, dass sich eine länger anhaltende Wasserknappheit negativ auf den Tourismus und den Ruf der Insel auswirken könnte.
Für Urlauber besteht jedoch kein Grund zur Panik. Wer in den nächsten Tagen nach Koh Samui reist, sollte sich vorsorglich bei seinem Hotel oder Resort erkundigen, ob ausreichend Wasserspeicher vorhanden sind und ob die Unterkunft von den geplanten Abschaltungen betroffen ist. Die meisten größeren Hotels verfügen über eigene Vorratstanks und dürften Einschränkungen weitgehend abfedern können.
Vorerst gilt die rotierende Wasserversorgung für sieben Tage. Ob sie anschließend verlängert werden muss, hängt davon ab, wie sich die Wasserversorgung und die Wetterlage entwickeln. Regen wäre derzeit für Koh Samui die beste Nachricht.
Kommentar der Redaktion
Na klar, die Lösung liegt auf der Hand: Noch ein paar Hotels, noch ein paar Pool-Villen und am besten gleich noch ein paar Tausend zusätzliche Touristen. Wasser? Das kommt dann vermutlich per Gedankenübertragung.Seit Jahren wird gebaut, als gäbe es unbegrenzte Ressourcen – aber in Wasserleitungen, Speicher oder eine zukunftssichere Versorgung zu investieren, scheint deutlich weniger spannend zu sein. Dafür träumt man schon von einer Brücke, die noch mehr Besucher auf die Insel bringt. Klingt nach einem hervorragenden Plan.
Und die Millionen an Steuereinnahmen? Die sind offenbar hervorragend versteckt. Im Wassernetz jedenfalls scheinen sie sich nicht verirrt zu haben. 💧🙃
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