Öffnung Thailands im Oktober - Reisenews Thailand
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18.06.2021

Covid-19  

Öffnung Thailands im Oktober

Katastrophe mit Ansage - Verimpftes Vakzin bietet fast keinen Schutz

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Nachdem der Premierminister Thailands am Mittwoch der Bevölkerung versprochen hat, dass Thailand sein Pforten für Touristen ab Oktober wieder komplett öffnen möchte, wollen wir nun kurz unsere Meinung und die Probleme die wir sehen, kundtun.

Würde Thailand mal einen Blick nach Chile werfen, das bereits die von Thailand bis zum Oktober angestrebte Impfquote von rund 50% erreicht hat, sollten ernsthafte Zweifel aufkommen. Denn ebenso wie Thailand wird in Chile hauptsächlich das Vakzin von Sinovac verimpft und dieser hat zwar einen annehmbaren Schutz vor schweren Erkrankungen, bietet jedoch kaum Schutz vor Infektionen an sich. Somit können die meisten Infizierten das Virus weitergeben und viele andere anstecken. Genau das passiert in Chile gerade. Die Lage dort ist katastrophal, Klinken können schon seit Wochen keine Patienten mehr aufnehmen und immer mehr, auch junge Leute und Kinder sterben.

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Die Situation ist ähnlich wie in Thailand, man hatte eine härtere Gangart eingeschlagen und sich dann offensichtlich zu früh geöffnet. Chilenische Touristen tourten und feierten quer durch Brasilien und kamen dann mit dem Virus zurück nach Chile, in ein Land, das vermeintlich schon ein gewisses Mass an Herdenimmunität erreicht haben sollte. Jedoch während die Regierung sich schon für die tolle Impfkampagne feierte, konnte das Virus, dank des unterdurchschnittlich wirksamen chinesischen Impfstoffes, sich nahezu ungehindert ausbreiten und nun ist man medizinisch und wirtschaftlich am Ende. Die Zahl der Infektionen steigt seit Februar unaufhörlich.

In Indonesien sind hunderte von Mitarbeitern des Gesundheitswesens trotz Sinovac-Impfung positiv auf Covid-19 getestet worden, Dutzende wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Laut einem Bericht von Reuters wurden über 350 medizinische Mitarbeiter, die alle den Sinovac-Impfstoff erhalten haben, als infiziert bestätigt. Die meisten sind asymptomatisch, aber Dutzende wurden mit hohem Fieber und niedrigem Sauerstoffgehalt ins Krankenhaus eingeliefert.

Selbiges droht Thailand natürlich auch, denn auch dort wird die Plörre von Sinovac im grossen Stil verimpft, in dem Glauben eine Herdenimmunität zu erreichen. Das ist natürlich ein Trugschluss, denn mit einem Impfstoff, der nicht mal 51% der Infektiosität verhindert, kann rein rechnerisch niemals eine 60-70%ige Immunität erreicht werden. Einen Beweis von auch nur irgendwelcher Wirksamkeit gegen die neuen Varianten, ist der chinesische Hersteller bisher schuldig geblieben. In China hat der Impfstoff übrigens nur eine Notfallzulassung. Bei einer Notfallzulassung handelt es nicht um eine Zulassung des Impfstoffs, sondern um die Zulassung der vorübergehenden Anwendung eines nicht zugelassenen Impfstoffs, im Gegensatz zu einer bedingten Zulassung, die beispielsweise die Impfstoffe von Biontech oder AstraZeneca in der EU haben. Von den Sinovac-Impfstoff-Empfängern in Thailand hatten 993 ernsthafte unerwünschte Symptome und wurden in ein Krankenhaus eingeliefert, was einer Quote von 20 pro 100.000 verabreichten Dosen (0,02%) entspricht.

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Dazu kommt in Thailand, dass man offensichtlich die zweite Impfung nicht so ernst nimmt (ausser bei einreisenden Touristen) und glaubt, dass eine Einfachimpfung mit AstraZeneca oder Sinovac schon einen anständigen Schutz böte. Denn auf Phuket hat man zwar inzwischen das Impfziel von 60%+ der Bevölkerung erreicht, jedoch nur mit der Erstimpfung. In allen anderen Ländern gilt eine Person mit nur einer Impfung als ungeimpft, in Thailand gilt das offensichtlich nur für Touristen, nicht aber für Thais. Leider ist das ein völliger Irrtum.

Man schaut dann offensichtlich nach Israel, nach Grossbritannien oder in die USA, vergisst aber offensichtlich, dass dort hauptsächlich mit dem erheblich hochwertigeren mRNA Impfstoffen von Moderna und Biontech, oder dem immer noch besseren AstraZeneca geimpft wurde und das bereits komplett bei rund 50% der Einwohner.

Wir befürchten, dass falls es wie angekündigt, wirklich eine Öffnung ohne Restriktionen geben sollte, all das, was man mit den bisherigen Massnahmen erhalten konnte, wie eine gut florierende Industrie, wenige Opfer und ein noch stabiles Gesundheitssystem, geopfert werden könnte, anstelle mit vernünftigen Regularien das Ganze etwas mit Bedacht angehen zu lassen.
Da wird in Phuket die (immer noch nicht amtliche) Sandbox mit einer Regel nach der anderen kaputt gemacht (man redet von inzwischen 29.000 Reisestornos) um dann auf einen Schlag ins Gegenteil umzukippen.

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