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19.08.2022

Cannabis  

Paradiesische Zeiten für Cannabis-Klein- und Hobbyfarmer

Neuer Gesetzesentwurf umreißt Grenzen für Ganja-Konsum und Anbau

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Parnthep Pourpongpan, Sprecher eines Ausschusses des Repräsentantenhauses, enthüllte gestern einige weitere wichtige Details des Gesetzentwurfs für die Reglementierungen beim Konsum und Anbau von Cannabis.

Wir haben uns diesen Entwurf einmal angeschaut und einige Änderungen entdeckt, die aufhorchen und staunen lassen.


Anbau privat

Artikel 18|1
Die Cannabispflanzen für den Hausgebrauch anbauen wollen, dürfen nicht mehr als 15 Pflanzen pro Haushalt anbauen. Sie können sich innerhalb eines Tages registrieren lassen, ohne eine Registrierungsgebühr zu zahlen.

Anmerkungen der Red:
Eine gesunde, gepflegte Hanfpflanze produziert im Jahr ungefähr 500 Gramm feinstes Cannabis. Bei 15 Pflanzen also 15 x 500g = 7500 Gramm+ (7,5 Kilo) pro Jahr, aus denen man rund 30.000 Joints drehen kann. Selbst wenn Oma, Opa und die Enkel engagiert mitkiffen, werden da erhebliche Mengen für den Verkauf übrigbleiben.

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Der Strassenverkaufspreis variiert in Thailand zurzeit noch erheblich, ein Gramm kostet zwischen rund 200 und 600 Baht. Macht dann also einen Verkaufspreis von theoretisch 1.500.000 bis 4.500.000 Baht oder zwischen 40.000.- und 120.000.- EUR. Für Thailand ein durchaus beachtliches Zusatzeinkommen ;-)


Artikel 18|2
Pro Haushalt dürfen nicht mehr als fünf Rai Hanfpflanzen für den Hausgebrauch angebaut werden.

Anmerkungen der Red:
Ein Rai sind rund 1.600 qm. Also dürfen auf 8.000 qm (die Größe eines ausgewachsenen Fussballplatzes) maximal 15 Pflanzen angebaut werden?


Anbau gewerblich

Der Hemp-Champ Gesundheitsminister Anutin
Für geschäftliche und kommerzielle Zwecke schreibt Artikel 15 vor, dass diejenigen, die die Pflanzen für den Verkauf anbauen, verarbeiten und extrahieren, eine Genehmigung der Behörden einholen müssen. Diejenigen, die Cannabis zu kommerziellen Zwecken anbauen wollen, müssen thailändische Staatsangehörige im Alter von mindestens 20 Jahren sein.

Werbung & Vermarktung

Die Online-Werbung für blühenden Cannabisknospen, Cannabishaschisch, Cannabisextrakten und Geräten zum Rauchen von Cannabis ist verboten.
Der Gesetzentwurf verbietet auch die Übertreibung oder falsche Werbung für andere Teile der Cannabispflanze, die als Kräuter verwendet werden.

Der Artikel 37|1 verbietet auch den Verkauf von Cannabis und Hanf, deren Extrakten und Lebensmitteln mit Cannabis und Hanf als Zutaten im Internet und in Verkaufsautomaten.


Verkauf eingeschränkt

Der Verkauf von Cannabis und Hanf, deren Extrakten und Lebensmitteln mit Cannabis und Hanf als Zutaten an Personen unter 20 Jahren, schwangere Frauen und Frauen, die Kinder stillen ist verboten. Bei Zuwiderhandlung droht eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr und/oder eine Geldstrafe von bis zu 100.000 B.

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Der Gesetzentwurf sieht weiterhin vor, dass der Verkauf von Cannabis in Tempeln, religiösen Einrichtungen, Schulen und Bildungseinrichtungen, Wohnheimen, öffentlichen Parks und anderen vom Gesundheitsminister erklärten Räumlichkeiten verboten wird.


Konsumieren von Cannabis

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass das Rauchen von Cannabis in bestimmten Räumlichkeiten wie Tempeln, öffentlichen Parks und Restaurants nicht erlaubt ist.

Anmerkungen der Red:
Interessant hierbei ist, dass von dem bisher geltenden allgemeinen Konsumverbot in der Öffentlichkeit, keine Rede mehr ist.
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