04.09.2025
Phuket
Patong-Tunnel in Phuket - Fertigstellung 2030
Milliardenprojekt soll tödliche Unfallstraße entschärfen
Patong Hill Road: Gefährlicher Flaschenhals
Bis es soweit ist, müssen Einheimische und Touristen weiterhin die berüchtigte Patong Hill Road nutzen. Die enge, kurvenreiche Verbindung zwischen Kathu und Patong ist seit Jahren eine Gefahrenzone. Immer wieder kommt es dort zu schweren Unfällen, auch mit Todesopfern. Besonders in der Regenzeit führen Erdrutsche regelmäßig zu Straßensperrungen.Für Rettungskräfte, Touristenbusse und Lieferverkehr ist die Strecke gleichermaßen ein Alptraum.
Gerade deshalb gilt der Tunnel als eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Insel. Er soll den berüchtigten „Berg von Patong“ endlich entschärfen und für sichere, planbare Fahrzeiten sorgen.
Vom Privatprojekt zum Staatsbau
Eigentlich hätte das Projekt längst laufen sollen. Bereits 2022 war ein Modell vorgesehen, bei dem private Investoren den Tunnel bauen und betreiben sollten. Doch unter den angebotenen Bedingungen wollte kein Unternehmen einsteigen – das Projekt blieb stecken.Nun hat das Kabinett Ende August 2025 die Weichen neu gestellt: Statt privater Investoren übernimmt die staatliche Expressway Authority of Thailand (EXAT) die volle Verantwortung. Finanziert wird über Anleihen und Kredite, abgesichert durch das Finanzministerium. Damit ist klar: Der Staat bezahlt, die Nutzer zahlen später über Mautgebühren zurück.
Das Bauprojekt im Detail
Das Gesamtbudget liegt bei 10,96 Milliarden Baht, inklusive Bau- und Überwachungskosten.Geplant ist:
- ein 900 Meter langer Hochstraßenabschnitt,
- ein Tunnel mit 1,85 Kilometern Länge,
- und weitere 1,23 Kilometer Hochstraße.
Die neue vierspurige Verbindung wird Phra Metta Road in Patong direkt mit der Route 4029 in Kathu verknüpfen – einmal quer durch den Khao-Nakkerd-Hügel.
Für die Nutzer bedeutet das: Mautgebühren
Motorräder sollen mit 15 Baht starten, Pkw mit 45 Baht, Lastwagen mit über zehn Rädern bis zu 125 Baht. Alle fünf Jahre sollen die Gebühren steigen.Immerhin: Ein Teil der Vorarbeiten ist schon erledigt. Die Grundstücksenteignungen sind abgeschlossen, und die Gemeinde Patong hat begonnen, betroffene Gebäude abzureißen. Bis Anfang September 2025 sollen alle Strukturen verschwunden sein. Unklar bleibt allerdings, wann die eigentlichen Bauarbeiten starten. Zwar spricht die EXAT von Fortschritten, doch mit dem neuen Zeitplan bis 2030 dürfte klar sein: Wer in den nächsten Jahren nach Patong fährt, muss weiter die gefährliche Bergstraße nehmen.
Die Befürworter sehen im Tunnel ein Meilensteinprojekt. EXAT verspricht weniger Staus, mehr Sicherheit und eine bessere Lebensqualität für Bewohner wie Touristen. Auch wirtschaftlich ist der Tunnel wichtig: Phuket lebt vom Tourismus, und eine stabile Infrastruktur stärkt das Vertrauen in die Insel als internationale Destination. Doch Kritiker erinnern daran, dass schon viele Anläufe gescheitert sind. Die neue Zeitplanung bis 2030 wirkt ernüchternd – und lässt Zweifel aufkommen, ob die Umsetzung tatsächlich so reibungslos läuft, wie die Regierung verspricht.
Quellen: EXAT, Thaiger
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