20.09.2025
Phuket
Phuket-Polizei fasst verdächtige, engische Räuber in Rekordzeit
Briten-Bande überfällt US-Anwalt und raubt Luxus-Uhr
Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag in der Soi Layan 7. Nach bisherigen Erkenntnissen jagte die Gruppe den 40-jährigen Amerikaner, der mit seinem Motorrad unterwegs war, und rammte ihn gezielt. Anschließend stiegen mehrere Männer aus, bedrohten ihn mit einem Messergriff und schlugen ihm auf den Nacken. Unter Drohungen, ihm weiter Schaden zuzufügen, forderten sie die Herausgabe seiner Uhr der Marke Audemars Piguet. Danach flohen die Täter mit mehreren Fahrzeugen.
Die Beamten konnten die Bande noch am selben Tag in einer Villa in Choeng Thale stellen. Dort wurden drei Fahrzeuge sowie die gestohlene Uhr sichergestellt. Alle vier stammen aus Großbritannien und sollen Teil einer organisierten Gruppe sein, die gezielt wohlhabende Ausländer ins Visier nimmt. Die Männer befinden sich derzeit in Polizeigewahrsam und werden intensiv verhört.
Das Opfer, ein US-Anwalt mit Wohnsitz in der Schweiz und drei Staatsbürgerschaften, ist seit rund zehn Tagen in Phuket. Er erklärte, er sei in seinem Leben bereits über 60 Mal nach Thailand gereist – ohne je ein derartiges Erlebnis gehabt zu haben. Am Tag des Überfalls habe er lediglich ein Café, einen Markt, eine Wäscherei und ein kleines Geschäft besucht, bevor er auf dem Rückweg zu seiner Unterkunft war.
Zum Zeitpunkt des Angriffs habe es geregnet, sein Mobiltelefon habe er im Helmfach des Motorrads verstaut, sodass er ohne Navigation unterwegs gewesen sei. Zeugen berichteten, mindestens drei Fahrzeuge hätten an der Verfolgung teilgenommen – ein Hinweis darauf, dass es sich um eine koordinierte Aktion handelte. Anwohner eilten dem verletzten Mann sofort zu Hilfe und alarmierten die Polizei.
Einen Tag nach der Tat besuchte der Amerikaner die Polizeistation in Cherng Talay, um seine Aussage zu machen. Dabei sprach er den Ermittlern ausdrücklich ein Lob aus: „Ich möchte die Polizei von Phuket für ihre professionelle und effiziente Arbeit würdigen. Sie haben die Täter innerhalb eines Tages gefasst. Dieser Vorfall mindert mein Vertrauen in Thailand nicht – ich bin sicher, dass das Land für Touristen weiterhin sicher bleibt.“
Die Behörden prüfen nun, ob die vier Briten Teil eines größeren kriminellen Netzwerks sind, das es auf wohlhabende Urlauber abgesehen hat. Bewegungen und Kontakte der Gruppe werden ausgewertet, um mögliche Zusammenhänge mit ähnlichen Vorfällen zu klären.
Quellen: Metro UK, NNT, Phuket News
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