Phuket: Touristin durch abgelenkte Kugel schwer im Gesicht verletzt - Reisenews Thailand
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20.03.2026

Phuket: Touristin durch abgelenkte Kugel schwer im Gesicht verletzt

🔫 Phuket: Schießstand wird zur Gefahrenzone und endet im Krankenhaus

Phuket: Touristin durch abgelenkte Kugel schwer im Gesicht verletzt - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Eigentlich sollte es nur ein typischer Urlaubsmoment werden: ein bisschen Action, ein paar Fotos, vielleicht ein cooler Instagram-Post mit Pistole in der Hand. Stattdessen endete der Besuch eines Schießstands auf Phuket für eine chinesische Touristin mit einer schweren Gesichtsverletzung im Krankenhaus.

Der Vorfall ereignete sich am frühen Abend des 18. März im Kathu Shooting Range, auf der Strecke Richtung Patong. Die 52-jährige Xiao Lili war zusammen mit einer Freundin dort, hatte ganz regulär unter Aufsicht geschossen und war danach – wie so viele – noch geblieben, um Fotos vor den Schießbahnen zu machen. Ein harmloser Moment, eigentlich.

Doch plötzlich löste sich ein Schuss. Nicht aus ihrer eigenen Waffe, sondern aus einiger Entfernung. Die Kugel durchschlug erst eine Holzwand, dann eine Glastür – und traf die Frau direkt in die rechte Wange. Kurz darauf wurde sie ins Vachira Phuket Hospital gebracht, schwer verletzt, die Kugel noch im Gesicht.

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Was passiert war, klingt wie ein schlechter Witz – ist aber bitterer Ernst. Ein 28-jähriger Mitarbeiter des Schießstands hatte seine private Waffe in der Nähe eines Aufenthaltsraums überprüft. Dabei habe er schlicht vergessen, dass sich noch eine Patrone im Lauf befand. Die Waffe ging los, und der Schuss nahm seinen Weg durch Wand und Glas bis zu der Touristin.

Die Polizei nahm den Mann fest, Ermittlungen laufen. Ihm drohen nun Konsequenzen wegen fahrlässiger Körperverletzung und illegalem Waffenbesitz.

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Der Fall wirft einmal mehr ein Schlaglicht auf eine eher wenig beachtete Seite des Thailand-Tourismus. Schießstände gehören in Orten wie Patong längst zum Freizeitangebot, irgendwo zwischen Jetski und Zipline. Viele Urlauber probieren das aus, weil es unkompliziert ist und ein bisschen Nervenkitzel verspricht. Gleichzeitig sind die Sicherheitsstandards nicht überall gleich hoch, und genau da liegt das Problem.

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Was hier passiert ist, war kein spektakulärer „Zufall“, sondern eher das Resultat von Nachlässigkeit in einem Umfeld, in dem Fehler besonders teuer werden können. Denn bei Schusswaffen gibt es eigentlich nur eine Regel, die immer gilt: Man behandelt sie so, als wären sie geladen. In diesem Fall wurde genau diese Regel ignoriert – mit dramatischen Folgen.

Für die betroffene Frau bedeutet das: ein Urlaub, der ganz anders endet als geplant. Und für alle anderen vielleicht die unbequeme Erkenntnis, dass manche Urlaubsattraktionen eben doch mehr Risiko bergen, als die bunten Werbeschilder vermuten lassen.
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