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14.10.2020

Quarantäne in Thailand bleibt unvermeidbar

Vorerst keine Aussicht auf Öffnung für Touristen bevor es eine zuverlässige Impfung gibt

 Reisenews Thailand - 1
Viele würden ja bestimmt gerne im Winter ihren Urlaub in Thailand verbringen, aber entweder Sie nehmen sich 1-2 Monate Zeit, oder das Ganze wird nichts. Denn die Alternative staatliche Quarantäne (ASQ), ein 14-tägiger Zwangsaufenthalt, in einem vom Besucher gewählten Hotel, wird sich so schnell nicht vermeiden lassen.

Bis auf einen einzigen Fall vor rund 6 Wochen, gab es in Thailand seit 5 Monaten keine Neuinfektion mehr und man könnte davon sprechen, dass Thailand Corona frei ist. Thailands Grenzen sind geschlossen und nur bestimmte Personengruppen dürfen einreisen, nachdem Sie direkt vom Flughafen in ihr Quarantäne-Hotel gebracht werden und dort 2 Wochen abgesessen haben. Die täglichen Meldungen zeigen, wie wichtig das ist, denn sonst würde aus dem Land des Lächelns sehr schnell das Land der Trauer.

Hier einmal die Fälle eines Tages (12.10.2020), die bei der Einreise ankommen:

  • Zwei indische Frauen im Alter von 55 und 25 Jahren, die am 30. September in Thailand ankamen und am 12. Oktober in einer alternativen Quarantäne in einem Hotel in Bangkok als positiv befunden wurden.
  • Eine 50-jährige Thailänderin, die am 7. Oktober aus Japan zurückkehrte und am 10. Oktober in der Quarantäne des Bundesstaates Chon Buri positiv getestet wurde.
  • Drei thailändische Soldaten (27, 35, 36 Jahre), die am 12. Oktober von einer UN-Mission im Südsudan nach Hause kamen und am selben Tag in der Quarantäne des Bundesstaates Chon Buri als positiv befunden wurden.
  • Eine 26-jährige Flugbegleiterin und eine 39-jährige Masseuse, die am 9. Oktober aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückgekehrt sind und am 12. Oktober in der Quarantäne des Bundesstaates Chon Buri positiv getestet wurden.
  • Ein amerikanischer Boxtrainer, 31, der am 9. Oktober aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ankam und am 12. Oktober in einer alternativen Quarantäne in einem Hotel in Bangkok als positiv befunden wurde. Seine Krankengeschichte zeigt, dass er sich schon einmal mit dem Virus infiziert hatte.

Dazu muss gesagt werden, dass ja jeder, der nach Thailand in einen Flieger steigen möchte, einen Covid-19-Test haben muss, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, um überhaupt an Bord zu kommen. Die Tests sind sicherlich ziemlich zuverlässig, aber die Inkubationszeit ist es leider nicht, denn die variiert von Patient zu Patient doch erheblich.

 Reisenews Thailand 2
Nun gibt es viele Stimmen, die meinen Thailand müsse aus wirtschaftlichen Gründen unbedingt die Grenzen öffnen, um den Tourismus und damit die Gesamtwirtschaft zu retten. Allerdings würde eine Öffnung das Risiko eines Lockdowns mit sich bringen und den kann sich das Land überhaupt nicht leisten. In Thailand werden zwar rund 17-20% des BIP im Tourismus generiert, jedoch kommen knapp 35% dieser Einnahmen von thailändischen Touristen, die weiterhin verreisen.

Bei einem Lockdown wäre jedoch das Kerngeschäft bedroht, die Produktion von Auto-, Computer- und technischen Teilen in Zentralthailand. Das wissen nur wenige Touristen, aber Thailand ist der grösste Hersteller von Computerfestplatten, einer der grössten Automobilzulieferer und der 5.grösste Motorradproduzent weltweit, produziert für Maschinenbaukonzerne, Chemieunternehmen uvam. dringend benötigte Teile. Und hier besteht zur Zeit ein ziemlicher Boom und die Auftragsbücher sind zum Platzen voll.

Im Tourismus arbeiten (die Zahlen variieren je nach Quelle stark) zwischen 1,2 und 2,2 Millionen Menschen direkt oder indirekt. Es ist nun aber nicht so, dass die nun alle auf der Strasse sitzen, denn im Norden, Zentralthailand und an der Ostküste sind ja zumindest noch die thailändischen Touristen unterwegs, die staatlich geförderten Urlaub machen. Es gibt zu Zeit noch keine genauen Zahlen, wie viele Menschen nun arbeitslos sind, die Regierung meint 760.000. Dazu kommen in jedem Fall noch einige tausende Barmädchen, die ja vorher keinen ordentlichen Job hatten und deshalb nicht registriert sind, allerdings haben auch viele schon wieder einen Job in anderen Branchen, oder zuhause bei der Familie gefunden.

Problemkinder sind in jedem Fall Phuket und Koh Samui und auch die anderen südlichen Gebiete wie Krabi oder Trat. Die sind für viele Thais, die lieber 5 mal im Jahr einen 4-5 Tagesurlaub machen, als 2 mal 10 Tage, zu weit weg oder nur mit viel Geld erreichbar.

Hier wird sich die wirtschaftlich mittelbegabte Regierung noch etwas einfallen lassen müssen, etwas mehr als die vielen, oft sehr wirren Pläne und Versuche einige ausländische Touristen anzulocken. Träume wie die 150 Testtouristen aus China, die mit 2 Wochen Quarantäne dann 90 Tage oder mehr Urlaub machen sollten, angeblich auf dem Flugfeld saßen, um als erste mit dem neuen Longstay-Visum einzureisen, sollte die Regierung bei sich behalten. Die Regierung hatte einen Tag vor Abflug die Reise gecancelt, mit dem Hinweis darauf, dass die Bevölkerung von Phuket die Touristen nicht wolle. Ob es ein Zufall ist, dass es den angekündigten chinesischen Charterflieger zwar gab, aber die dazugehörigen chinesischen Urlauber nicht… wer weiss. In jedem Fall, wird es so schnell keine Lösung geben, keinen Urlaub ohne Quarantäne, im allerbesten Fall eine Verkürzung derselben…

Wer´s schön haben will muss leiden...

 Reisenews Thailand 1

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