31.01.2026
Amüsantes
Rekord - LKW-Fahrer fällt 70 Strommasten
Samut Prakan erlebt den wohl längsten ´Licht-Aus-Moment´ der Region
In den frühen Morgenstunden – 1:00 Uhr, beste Uhrzeit für spektakuläre Fehlentscheidungen – fuhr ein Container-Sattelzug nahe dem Industriegebiet Bang Pu in Samut Prakan, bei Bangkok Thailand auf eine Brücke. Was dann geschah, war weniger Verkehrsunfall und mehr Infrastruktur-Performancekunst: Der LKW verhakte sich in einer Oberleitung, zog – vermutlich überrascht von der eigenen Kraft – und löste eine Kettenreaktion aus, bei der über 70 Strommasten wie Dominosteine umkippten.
Innerhalb weniger Sekunden verwandelte sich ein etwa zwei Kilometer langer Abschnitt entlang der alten Sukhumvit Road in eine nächtliche Schattenzone. Haushalte, Geschäfte und vermutlich auch einige Kühlschränke gingen kollektiv offline.
Die gute Nachricht und größte Überraschung: Niemand wurde verletzt.
Die schlechte: Die Elektrizität auch nicht – sie war einfach weg.
Verkehr? Überraschend unbeeindruckt. Die Hauptstraße blieb befahrbar, als wäre das Umfallen von Dutzenden Strommasten nur eine leicht übertriebene Straßendekoration.
Ursache: Dunkelheit. Ironischerweise
Erste Ermittlungen ergaben, dass der Fahrer die überhängenden Leitungen nicht gesehen habe – wegen schlechter Beleuchtung, oder vielleicht auch einfach, weil die Leitungen doch etwas zu tief hingen?Ein Stromausfall, ausgelöst durch mangelnde Beleuchtung. Man könnte sagen: Die Elektrizität war schon vorher nicht ganz da. Alkohol war übrigens nicht im Spiel. Der Fahrer war nüchtern – was den Vorfall fast schon philosophisch macht.
MEA rückt mit halber Armee an
Die thailändische Strombehörde schickte über 200 Techniker, schweres Gerät und genug Kabel, um vermutlich ein kleines Dorf neu zu erfinden. Strommasten wurden aufgestellt, Leitungen verbunden, Funken vermieden und Schweiß produziert. Bis zum Mittag hatten einige Bereiche wieder Licht, komplette Normalität wurde bis Mitternacht erwartet – also genau dann, wenn die meisten Menschen ohnehin schlafen. Timing ist alles.Der geschätzte Schaden liegt bei mindestens 10 Millionen Baht (rund 270.000 EUR), ohne Materialkosten. Eine Zahl, die vermutlich noch steigt, sobald jemand alle Schrauben gezählt hat.
Der Fahrer wurde wegen fahrlässiger Sachbeschädigung an staatlichem Eigentum angeklagt. Eine Beschwerde der Strombehörde folgt, sobald man herausgefunden hat, wie viele Kilometer Kabel eigentlich gerade Urlaub machen.
Es war kein Blackout. - Es war ein Black-Statement.
Ein einzelner LKW hat demonstriert, wie fragil Infrastruktur ist – und wie eindrucksvoll Strommasten fallen können, wenn sie sich kollektiv entschließen, gleichzeitig Feierabend zu machen.
Quellen: ThaiRath, BangPuSpotlight, ThaiEnquirer
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