Rotlichtwunder: 7 Vietnamesinnen wegen Prostitution verhaftet - Reisenews Thailand
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02.11.2026

Bangkok  

Rotlichtwunder: 7 Vietnamesinnen wegen Prostitution verhaftet

Bangkok atmet auf! Sukhumvit endlich wieder sittsam? 😁 🍻

Rotlichtwunder: 7 Vietnamesinnen wegen Prostitution verhaftet - Reisenews Thailand - Symbolbild 1

Polizei geht nach Beschwerden gegen Straßenprostitution vor. Sieben Frauen aus Vietnam werden aufgegriffen. Und die übrigen Damen entlang der Sukhumvit? Offenbar gerade unsichtbar.

Bangkok hat ein Problem. Nein, nicht den täglichen Verkehrsinfarkt, die Luftverschmutzung oder die gelegentlich etwas eigenwillige Interpretation von Verkehrsregeln. Diesmal geht es um ein besonders erschütterndes Vergehen: Sieben vietnamesische Frauen sollen auf der Sukhumvit Road ihre Dienste angeboten haben. Mitten in Bangkok! Ausgerechnet dort! In einer Gegend, die bislang natürlich ausschließlich für ihre Tempel, Bibliotheken und besinnlichen Abendspaziergänge bekannt war.

Nach Beschwerden über Straßenprostitution rückte die Polizei an und griff sieben Vietnamesinnen auf. Ein entschlossenes Vorgehen gegen das horizontale Gewerbe, das in der thailändischen Hauptstadt bekanntlich ungefähr so selten anzutreffen ist wie ein Tuk-Tuk-Fahrer, der freiwillig das Taxameter einschaltet.

Rotlichtwunder: 7 Vietnamesinnen wegen Prostitution verhaftet - Bangkok atmet auf! Sukhumvit endlich wieder sittsam? 😁 🍻  Symbolbild 1
Nun könnte man sich natürlich fragen, ob den Beamten bei ihrem Einsatz möglicherweise die eine oder andere weitere Dame entgangen ist. Schließlich ist die Sukhumvit Road, insbesondere rund um Nana und Asok, nicht gerade dafür bekannt, dass nach Sonnenuntergang ausschließlich Versicherungsvertreter und Staubsaugerverkäufer auf Kundschaft warten. Wer dort abends unterwegs ist, könnte durchaus auf die verwegene Idee kommen, dass das Angebot an käuflicher Zuneigung die Zahl sieben geringfügig übersteigt. Vielleicht sogar um ein paar Nullen.

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2.000 thailändische Kolleginnen übersehen? Diese Zahl ist selbstverständlich keine amtliche Zählung, sondern eine bewusst spöttische Übertreibung. Aber die Frage nach der bemerkenswert selektiven Wahrnehmung drängt sich trotzdem auf. Denn während man an manchen Ecken kaum zehn Meter laufen kann, ohne ein freundliches „Hello, handsome man!“ zu hören, scheint das polizeiliche Radar gelegentlich erstaunlich präzise zwischen einzelnen Gruppen von Anbieterinnen unterscheiden zu können.

Natürlich ist Prostitution in Thailand rechtlich keineswegs einfach erlaubt, auch wenn ganze Vergnügungsviertel seit Jahrzehnten ein etwas anderes Bild vermitteln. Und selbstverständlich dürfen die Behörden gegen Gesetzesverstöße vorgehen. Nur wirkt ein Einsatz gegen sieben Ausländerinnen in einem der bekanntesten Rotlichtgebiete Südostasiens ungefähr so, als würde man am Oktoberfest sieben Menschen wegen Alkoholkonsums herausgreifen und anschließend den erfolgreichen Kampf gegen die Trunksucht verkünden.

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Vielleicht war es ja tatsächlich nur ein ganz gewöhnlicher, gezielter Einsatz aufgrund konkreter Beschwerden. Das wäre völlig legitim. Ob und wie gleichzeitig gegen thailändische Anbieterinnen vorgegangen wird, lässt sich daraus allerdings nicht ableiten. Fest steht jedenfalls: Sieben Frauen weniger auf der Sukhumvit. Die sündige Meile dürfte sich von diesem gewaltigen Einschnitt vermutlich schon bis zum nächsten Sonnenuntergang erholt haben.

Und Bangkok bleibt Bangkok – eine Stadt, in der offiziell vieles verboten ist, was inoffiziell zu den bekanntesten touristischen Attraktionen gehört.

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Die Festnahmen erfolgten übrigens am 30. Oktober 2026 gegen 20 Uhr zwischen Sukhumvit Soi 4 und Soi 11. Die sieben Frauen waren zwischen 22 und 41 Jahre alt. Ihnen drohen Abschiebung und eine Einreisesperre. Die Polizei begründete den Einsatz ausdrücklich mit Beschwerden über aufdringliches Ansprechen von Passanten und einer Schädigung des touristischen Ansehens.

Besonders pikant: Seit Mai 2025 wurden bei fünf dokumentierten Einsätzen insgesamt 32 Festnahmen vietnamesischer Frauen im selben Gebiet gemeldet.

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