Schwarzes Abwasser fliesst über den Kamala Beach - Reisenews Thailand
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11.02.2025

Umwelt  

Schwarzes Abwasser fliesst über den Kamala Beach

Phukets Umweltbehörden reagieren mal wieder mit Eilmaßnahmen

Schwarzes Abwasser fliesst über den Kamala Beach - Reisenews Thailand - Symbolbild 1

Bereits zum wiederholten Mal fließt schwarzes, ungeklärtes Abwasser durch einen Kanal ins Meer und sorgt für Gesundheitsbedenken bei Einheimischen sowie Touristen. Infolgedessen hat Preeyaporn Suwannaket, Generaldirektorin der Pollution Control Department (PCD), eine dringende Untersuchung angeordnet.

Am 7. Februar reagierte das Umweltministerium auf die erneuten Beschwerden und ordneten eine Untersuchung an. Bei der Inspektion am darauffolgenden Morgen stellte sich heraus, dass das Abwasser aus einem öffentlichen Kanal stammt, in den das Abwasser der umliegenden Gemeinde geleitet wird. Das Wasser war an der Oberfläche trüb und weißlich, während sich im unteren Bereich dunkle Ablagerungen fanden, die sich etwa 250 Meter in Richtung Meer erstreckten. Ein unangenehmer Geruch war deutlich wahrnehmbar.

Laut offizieller Berichte betreibt der Kamala District ein Abwasseraufbereitungssystem mit einer Tageskapazität von 1.000 Kubikmetern, das von der Wastewater Management Organisation (WMO) verwaltet wird. Allerdings wurden aktuell nur rund 30 % der maximalen Menge, also etwa 300 Kubikmeter, tatsächlich verarbeitet. Der Grund dafür ist, dass die Pumpstation auf einer höher gelegenen Ebene als das Abwassersystem liegt, wodurch nicht ausreichend Wasser in die Kläranlage gelangt.

Schwarzes Abwasser fliesst über den Kamala Beach - Phukets Umweltbehörden reagieren mal wieder mit Eilmaßnahmen Symbolbild 1
Um das akute Problem zu lösen, haben die Umweltbehörden eine Reihe von Sofortmaßnahmen vorgeschlagen. Mikroorganismen sollen in den Kanal und an den Strand gesprüht werden, um die Geruchsbelastung zu reduzieren. Zudem werden an mehreren Stellen spezielle Tanks mit Mikroorganismen aufgestellt, um die organische Zersetzung des Abwassers zu unterstützen. Ein temporäres Wasserpumpensystem soll dabei helfen, die Klärleistung um zusätzliche 60 Kubikmeter pro Tag zu steigern. Des Weiteren wurden lokale Behörden angewiesen, die Abwassereinleitungen von Hotels und Münzwäschereien zu überprüfen und bis zum 14. Februar Bericht zu erstatten.

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Die langfristige Strategie zur Lösung der anhaltenden Umweltprobleme sieht den Bau von zwei zusätzlichen Pumpstationen vor, um sicherzustellen, dass das gesamte Abwasser ordnungsgemäß behandelt wird. Außerdem sollen das Sammelsystem verbessert und jährliche Sedimentbaggerungen durchgeführt werden, um die Wasserqualität langfristig zu sichern.
Gewerbetreibende und Anwohner wurden dazu aufgerufen, die geltenden Vorschriften für die Abwasserentsorgung einzuhalten, um weitere Umweltverschmutzungen zu vermeiden. Die PCD betonte, dass Verstöße gegen diese Regeln über die Hotline 1650 gemeldet werden können.


Phukets Problem

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Phukets Image als Touristenparadies steht auf dem Spiel, denn bereits 2023 wurde festgestellt, dass täglich rund 55.000 Kubikmeter unbehandeltes Abwasser auf Phuket ins Meer gelangen, da die Insel nicht über die erforderliche Infrastruktur verfügt, um die gesamte Menge angemessen zu reinigen. Und 2023 waren die Besucherzahlen erheblich geringer, sodass die Situation sich erheblich verschlimmert hat.

Die Verunreinigung der Strände bleibt eine der größten Herausforderungen für Phuket als Tourismusdestination. Die Umweltbehörden stehen nun unter Druck, täglich klare Fortschritte zu zeigen und nicht nur einmal im Jahr von "dringenden Maßnahmen" zu sprechen. Es bleibt abzuwarten, ob die geplanten Maßnahmen langfristig Wirkung zeigen oder ob das nächste Jahr erneut Bilder von schwarzem Abwasser am Kamala Beach mit sich bringen wird.
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