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30.09.2023

Wetter  

Schwere Überschwemmungen im äussersten Westen und Osten

Überflutungen und drohende Dammbrüche in Tak und Ubon Ratchathani

Überflutung Helfer Beispielbild © Gerhard Veer

Schwere Überschwemmungen im äussersten Westen und Osten - Reisenews Thailand - Bild 2 © Gerhard Veer

Während man in anderen Gegenden Thailands besorgt über die niedrigen Füllstände der Stauseen ist führte heftiger Regenfall in der Provinz Tak heute dazu, dass eine erhebliche Wassermenge niedrig gelegene Gebiete überflutete und zu einem großen Anstieg in den Wasserspeicherbereichen führte, die nun ihre maximale Speicherkapazität überschritten.

Beamte der Wasserversorgung melden ernsthafte Bedenken wegen möglicher Dammbrüche. Der stellvertretende Gouverneur hat sofortige Maßnahmen angeordnet, um weitere Erosion und Ausdehnung aufgrund der Überflutungen in Tak zu verhindern, und die Anwohner aufgefordert, ihre Habseligkeiten schnell in höher gelegene Gebiete zu bringen.

Bei Kontrollen wurde ein Staudamm mit einer Fassungsvermögen von ungefähr 1 Million Kubikmetern untersucht, der Anzeichen von Leckagen auf der Ostseite des Dammkamms zeigte. 2006 gab es eine ähnliche Situation und als da der Damm brach wurden 3 Dörfer komplett überflutet.

Zunächst ordnete der stellvertretende Gouverneur von Tak an, dass dringend das Leck des Reservoirs repariert werden soll, um weitere Erosion zu verhindern, die zu einer möglichen Katastrophe führen könnte. Neben diesem Schritt beeilten sie sich, das Wasser abzulassen, um den Pegel zu reduzieren, da es immer noch regnet, und Wasser aus den Bergen weiterhin in das Reservoir fliesst.


Der stetige Anstieg des Wasserstands im Mun-Fluss hat zu massiven Überflutungen in neun Bezirken von Ubon Ratchathani in Nordthailand geführt. Während sich die Bewohner hastig evakuieren, müssen sie sich zusätzlich mit von den Fluten vertriebenen giftigen Tieren wie Schlangen und Skorpionen auseinandersetzen.

Ein erheblicher Schaden ist in der Landwirtschaft entstanden, wobei rund 46.000 Morgen Land betroffen sind, und zahlreiche Nutztiere wurden beeinträchtigt. Trotz Wohnsitz in zweistöckigen Gebäuden mussten viele Menschen ihre Zuhause verlassen, da das Wasser Höhen von über 1,5 Metern erreicht hat. Einige wurden von Schlangen und Skorpionen gebissen, die in temporären Zelten Schutz gesucht haben. Medizinische Teams mussten mehrere Antivenin- und Schmerzmittel-Injektionen verabreichen.

Überschwemmte Strasse Beispielbild © Gerhard Veer
Die Flut in Ubon Ratchathani hat dazu geführt, dass insgesamt 278 Familien oder 990 Personen aus den Bezirken Mueang und Warin Chamrap evakuiert werden mussten. Über 46.000 Morgen Land in weiteren sieben Bezirken sind überflutet, und mehr als 10.000 Nutztiere sind betroffen.

Hilfsmaßnahmen sind im Gange, wobei Überlebenspakete und Trinkwasser an die Betroffenen verteilt werden, während der Wasserstand im Mun-Fluss weiter steigt, was die Situation weiter verschärft. Heute hat der Fluss einen Anstieg von 9 Zentimetern verzeichnet, was insgesamt 7,64 Meter entspricht, 64 Zentimeter über dem Flutschutzwall.

In der thailändischen Provinz Phrae haben heftige Regenfälle und Sturzfluten in 31 Dörfern Verwüstungen angerichtet. Der stellvertretende Leiter des Amtes für Katastrophenvorbeugung und -minderung in Phrae, berichtete, dass die sintflutartigen Regenfälle Sturzfluten verursachten, die Häuser und landwirtschaftliche Flächen überschwemmten. Es wurden jedoch keine Verletzten oder Todesopfer gemeldet. Lokale Beamte und Gemeindevorsteher haben die Bewohner mit lebenswichtigen Gütern versorgt. Die Bewertung der Schäden ist noch nicht abgeschlossen.

Starke Regenfälle haben auch in Nakhon Ratchasima zu schweren Überschwemmungen geführt, die die Bewohner veranlassten, ihre Häuser rasch zu evakuieren. Diese Situation weckt Erinnerungen an die zerstörerischen Überschwemmungen im Jahr 1980 und gibt Anlass zur Sorge.

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