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16.08.2026

Politik  

Seit 5 Jahren beschlossene Einreisegebühr wird erst mal erhöht

Die 300 Baht Kurtaxe wird es nicht geben, aber 450 Baht vielleicht schon 😄

Seit 5 Jahren beschlossene Einreisegebühr wird erst mal erhöht - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Ach ja, wie schön, eins meiner Lieblingsthemen, das mich nun schon 5 Jahre beschäftigt und in mindestens 1-2 Artikel pro Jahr mündet: Der nächste Akt der unendlichen Tourismusgebühr.

Es gibt Dinge, auf die kann man sich in Thailand verlassen: freundliche Menschen, fantastisches Essen, tropische Strände – und die regelmäßige Wiederauferstehung der Tourismusgebühr. Seit dem Parlamentsbeschluss im Jahr 2021 wird sie angekündigt, verschoben, überarbeitet, neu berechnet, erneut angekündigt und anschließend vorsichtshalber noch einmal verschoben. Nun folgt der nächste Versuch.

Der Nationale Tourismusausschuss hat den aktuellen Entwurf gebilligt. Bevor die Regierung endgültig entscheidet, steht zunächst eine 30-tägige öffentliche Anhörung an. Wenn diesmal tatsächlich alles nach Plan läuft – was bei diesem Thema inzwischen fast schon revolutionär wäre – soll die Gebühr für Flugreisende Anfang 2027, möglicherweise, eventuell unpünktlich zum Songkran-Fest im April, eingeführt werden - soll 😄 .

Und weil Stillstand bekanntlich Rückschritt ist, wurde die Gebühr gleich noch etwas aufgehübscht: Aus den ursprünglich geplanten 300 Baht werden nun 450 Baht (rund 12 Euro). Begründung: Inflation, gestiegene Kosten und neue Berechnungen. Die Einführung klappt zwar seit Jahren nicht – aber die Preiserhöhung schon.

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Die sogenannte „Kha Yeap Pan Din“-Gebühr, was übersetzt etwa „Gebühr fürs Betreten thailändischen Bodens“ bedeutet, sollte ursprünglich 300 Baht für Flugreisende und 150 Baht für Einreisen über Land oder per Schiff kosten.

Offiziell soll das Geld in einen Tourismusfonds fließen. Davon sollen Touristenattraktionen modernisiert, Infrastruktur verbessert, Sicherheitsmaßnahmen finanziert und eine Kranken- beziehungsweise Unfallversicherung für ausländische Besucher bereitgestellt werden.

Dagegen dürfte kaum ein Besucher etwas einzuwenden haben. Schließlich profitieren Touristen ebenfalls von gut ausgebauten Straßen, gepflegten Sehenswürdigkeiten oder einer schnellen medizinischen Versorgung. Nur leider begleitet dieses Projekt seit Jahren vor allem eines: erstaunlich viele Pressekonferenzen und erstaunlich wenige tatsächliche Einnahmen.

Was bisher geschah

oder: Die längste Einführung der Tourismusgeschichte

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Es war einmal im Jahr 2020, als das Nationale Komitee für Tourismuspolitik in einem Anflug von kreativem Finanzbedürfnis den Geistesblitz hatte: „Lasst uns von jedem Ausländer 300 Baht kassieren, sobald er thailändischen Boden betritt!“ (Sinngemäß übersetzt: „Kha Yeap Pan Din“ – klingt poetischer als „Gebühr fürs Betreten thailändischen Bodens“.)

Doch dann kam das große Problem: Wie zieht man diese 300 Baht überhaupt ein? Niemand wusste es. Also wurde der Start erstmal auf Juli 2021 verschoben. Dann auf Januar 2022. Dann auf... ach, lassen wir das.

Irgendwann hatte man die grandiose Idee, einfach die Fluggesellschaften zur Kasse zu bitten: Sie sollten die 300 Baht auf den Ticketpreis draufschlagen – als wäre das nur ein bisschen mehr Tomatensaft. Die Airlines antworteten sinngemäß mit: „Ähm, nein danke.“ Und zogen nicht mit. Tja.

Also wurde verschoben. Und nochmal. Und noch mal. Der 1. April 2022 wurde als neuer Starttermin verkündet – was viele als schlechten Scherz verstanden. Völlig zu Recht. Denn auch dieser Termin wurde wieder geschreddert und durch den „absolut sicheren“ 1. Juli 2023 ersetzt. Spoiler: Auch der war’s nicht.

September 2023? Nope. Auch nicht. Man bekam zunehmend das Gefühl, dass die 300-Baht-Gebühr eher ein Konzept der thailändischen Literatur ist – wie der Yeti, nur mit Quittung. Dann kam mal wieder eine neue Tourismusministerin, die sich dachte: „Lassen wir’s einfach.“ Und siehe da: Es passierte... nichts. Wunderbar friedlich.

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Aber wie das in Thailand so ist – nichts hält ewig, außer Baustellen und Mango-Sticky-Rice – kam auch ein neuer Minister, der die gute alte Gebühr wieder hervorkramte. Diesmal angeblich im Kombi-Angebot mit der Thailand Digital Arrival Card (TDCA). Start: 1. Juni 2025. Versprochen. Naja, bis er dann doch wieder auf Q3 2025 verschoben wurde. Man wollte dem armen Touristen ja nicht zu viele Neuerungen auf einmal zumuten. Sehr rücksichtsvoll.

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Und jetzt, tusch – neuer Plan: Die Eintrittsgebühr kommt jetzt Q2 oder Q3 2026. Aber dann wirklich. Ganz sicher. Diesmal wirklich wirklich. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Nö, blöd, hat wieder nicht geklappt, aber das Bemerkenswerte daran:

Während sich über den Einführungstermin jahrelang keine Einigkeit erzielen ließ, funktionierte die Anpassung an die Inflation erstaunlich reibungslos. Die Gebühr existiert zwar bis heute nur auf dem Papier. Aber sie ist inzwischen immerhin deutlich teurer geworden. Auch das muss man erst einmal schaffen.

Diesmal wirklich?

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Nach der öffentlichen Anhörung muss sich erneut der Nationale Tourismusausschuss mit dem Thema beschäftigen. Danach entscheidet wieder das Kabinett. Erst anschließend wird die entsprechende Verordnung veröffentlicht, denn ein neuer Preis braucht eine neue Verordnung und so gelten alle bisher seit 2020 durchlaufenen Rechtsinstanzen als nichtig, ungültig, futschikato!.

Eine Erhebung soll zunächst nur für Flugreisende beginnen, Einreisen über Land und See sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Diskutiert werden verschiedene Zahlungsmöglichkeiten – vom Aufschlag auf Flugtickets über Online-Zahlungen bis hin zu Automaten oder Schaltern an den Grenzübergängen.

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Ob die Tourismusgebühr dieses Mal tatsächlich Realität wird?
Nach inzwischen mehreren Jahren voller Ankündigungen, Verschiebungen und neuer Zeitpläne dürfte die Antwort vieler Thailand-Kenner ziemlich eindeutig ausfallen: Wir glauben es, wenn die ersten 450 Baht tatsächlich bezahlt werden müssen. Vorher bleibt die Tourismusgebühr das wohl langlebigste Pilotprojekt des thailändischen Tourismus.
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