Thai Wetterdienst warnt bis Sonntag: Starkregen, Sturzfluten, Erdrutsche - Reisenews Thailand
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25.09.2026

Wetter  

Thai Wetterdienst warnt bis Sonntag: Starkregen, Sturzfluten, Erdrutsche

Auch Bangkok und beliebte Urlaubsregionen betroffen - Starker Seegang

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Wer gestern Morgen in Pattaya mit trockenen Füßen zum Frühstück wollte, brauchte in manchen Stadtteilen entweder sehr hohe Gummistiefel oder gleich ein Boot. Nach heftigen nächtlichen Gewittern standen zahlreiche Straßen der Touristenmetropole unter Wasser, Fahrzeuge blieben liegen und in besonders tief gelegenen Bereichen erreichte das Wasser bis zu einen Meter.

Und ausgestanden ist die Sache noch lange nicht. Das Thai Meteorological Department (TMD) hat am frühen Freitagmorgen, dem 25. September 2026, seine inzwischen achte Unwetterwarnung veröffentlicht. Sie gilt bis einschließlich Sonntag, 27. September. Für große Teile des Landes werden weitere kräftige bis sehr kräftige Regenfälle erwartet.

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Ursache ist ein aktives Tiefdruckgebiet, das vom Osten Thailands in Richtung des unteren Nordostens und der Zentralregion zieht. Gleichzeitig verstärkt sich der Südwestmonsun über der Andamanensee, Südthailand und dem Golf von Thailand.

Eine ausgesprochen nasse Mischung: Zwischen dem 25. und 27. September erwartet das TMD gebietsweise starken bis sehr starken Regen im Norden, im unteren Nordosten, in Zentralthailand einschließlich Bangkok und Umgebung, im Osten sowie im Süden.

Die Meteorologen warnen ausdrücklich vor Sturzfluten, schnell ansteigenden Wasserläufen, Überschwemmungen und Erdrutschen. Besondere Vorsicht gilt in bereits durchnässten Gebieten, an Berghängen, entlang von Flüssen und Bächen sowie in tiefer gelegenen Regionen.

Pattaya: Binnen einer Stunde Straßen unter Wasser

Wie schnell aus einem kräftigen Tropenschauer ein ernsthaftes Problem werden kann, zeigte sich in der Nacht zum Donnerstag in Pattaya.

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Nach mehr als einer Stunde heftigen Gewitterregens stieg das Wasser auf zahlreichen Straßen rasant an. Rund 50 - 80 Zentimeter wurden vielerorts gemessen, in bekannten Überschwemmungszonen waren es bis zu einem Meter.

Betroffen waren unter anderem die Third Road, Bereiche um Khao Noi und Khao Talo, die Sukhumvit Road in South Pattaya, South Pattaya Road, Central Pattaya Road, Beach Road, Soi Buakhao und Soi Wat Boon Samphan. Motorräder wurden umgeworfen, Autos blieben im Wasser stecken, Geschäfte und Wohnhäuser bekamen unfreiwillig Besuch vom braunen Nass.

Einige Autofahrer versuchten es trotzdem – mit dem wenig überraschenden Ergebnis, dass Motoren ihren Dienst quittierten und Insassen ihre Fahrzeuge im Wasser verlassen mussten. Noch ernster verlief ein Vorfall an einem Entwässerungskanal: Ein ausländischer Mann wurde von der starken Strömung mitgerissen und anschließend vermisst gemeldet.

Auch Si Racha schwer getroffen

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Wer glaubte, das Problem ende an Pattayas Stadtgrenze, wurde am Donnerstagmorgen eines Besseren belehrt.Auch Si Racha weiter nördlich kämpfte mit erheblichen Überschwemmungen. Auf dem Highway 331 Richtung Laem Chabang standen im Bereich Nong Kham sämtliche Fahrspuren unter Wasser. Betroffen war der Abschnitt vom Pinthong Industrial Estate 1 bis zum Nong-Kham-Knoten.

Noch gegen 7:30 Uhr war der Wasserstand so hoch, dass sich der Verkehr über mehrere Kilometer staute. Fahrer kleiner Autos und Motorräder wurden davor gewarnt, die überfluteten Abschnitte überhaupt zu benutzen. Damit traf das Unwetter nicht nur Pattayas typische Problemzonen, sondern wichtige Verkehrsverbindungen im Großraum Chonburi – Si Racha – Laem Chabang – Pattaya.

Der Osten bleibt besonders gefährdet

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Schon am Donnerstag hatte das TMD für Chonburi, Rayong, Chanthaburi, Trat, Chachoengsao, Nakhon Nayok, Prachin Buri und Sa Kaeo heftige bis sehr heftige Regenfälle vorhergesagt. Genau diese Region bleibt auch in der aktuellen Warnlage besonders kritisch.

Das Problem ist inzwischen nicht mehr nur der Regen eines einzelnen Tages. Nach mehreren nassen Tagen sind Böden und Entwässerungssysteme vielerorts bereits gut gefüllt. Kommen innerhalb kurzer Zeit weitere große Niederschlagsmengen hinzu, kann das Wasser kaum noch aufgenommen beziehungsweise schnell genug abgeleitet werden. Und Thailand wäre nicht Thailand, wenn aus einem halbstündigen Wolkenbruch nicht gelegentlich innerhalb kürzester Zeit eine Straße mit erstaunlicher Ähnlichkeit zum Chao Phraya entstehen könnte.

Bangkok ebenfalls im Visier der Regenwolken

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Auch Bangkok und die umliegenden Provinzen müssen sich in den kommenden Tagen auf kräftige Niederschläge einstellen. Das TMD zählt die Hauptstadt ausdrücklich zu den Gebieten, in denen bis Sonntag starker bis lokal sehr starker Regen auftreten kann. Besonders bei heftigen Schauern können die üblichen tief gelegenen Straßen und Unterführungen innerhalb kurzer Zeit überflutet werden.

Eine in sozialen Medien verbreitete Warnung vor einer unmittelbar bevorstehenden „Mega-Flut“ in Bangkok sollte allerdings nicht mit der offiziellen TMD-Prognose verwechselt werden. Die Meteorologen bestätigten zwar die erhöhte Gefahr durch heftigen Regen und lokale Überschwemmungen, widersprachen aber Darstellungen, wonach Bangkok und Ostthailand zwangsläufig vor einer tagelangen katastrophalen Dauerflut stünden.

Also: aufmerksam bleiben – aber das Schlauchboot für die Sukhumvit muss noch nicht vorsorglich aufgepumpt werden.

Auch Urlauber im Süden sollten das Wetter im Auge behalten

Die Warnung betrifft keineswegs nur Bangkok und den Osten. Auch Teile Südthailands bekommen ihren Anteil ab. Bereits am Donnerstag wurden Phetchaburi, Prachuap Khiri Khan und Surat Thani auf der Golfseite sowie Ranong und Phang Nga an der Andamanenküste vor lokal starkem Regen gewarnt.

Für Urlauber in den klassischen Ferienregionen bedeutet das nicht, dass nun drei Tage Dauerregen über ganz Südthailand hereinbrechen. Tropische Niederschläge sind häufig sehr lokal. Während es an einem Ort schüttet, kann wenige Kilometer entfernt durchaus die Sonne scheinen.

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Die Gefahr besteht vielmehr in extrem kräftigen Schauern innerhalb kurzer Zeit, insbesondere wenn diese immer wieder dieselben Regionen treffen.

Noch wichtiger für Inselurlauber ist deshalb der Blick aufs Meer. Der verstärkte Monsun sorgt für deutlich höhere Wellen. Das TMD erwartet im oberen Golf von Thailand und in der oberen Andamanensee Wellen von zwei bis drei Metern. In Gewittergebieten können sie mehr als drei Meter erreichen. Kleine Boote sollen in den besonders betroffenen Seegebieten bis zum 27. September an Land bleiben. Größere Schiffe werden aufgefordert, Gewitterzellen weiträumig zu meiden.

Das kann in den kommenden Tagen auch Auswirkungen auf Fähren, Speedboote, Inseltransfers sowie Schnorchel- und Tauchausflüge haben. Wer eine Überfahrt oder Bootstour gebucht hat, sollte deshalb kurzfristig beim Veranstalter beziehungsweise der Reederei nachfragen und nicht darauf vertrauen, dass der Fahrplan vom Vortag noch gilt.

Kein Grund zur Panik – aber einer zum Aufpassen

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September ist Regenzeit und kräftige tropische Schauer sind in Thailand zu dieser Jahreszeit nichts Außergewöhnliches. Die derzeitige Wetterlage ist dennoch ernst zu nehmen, weil mehrere Faktoren gleichzeitig zusammenkommen und einige Regionen bereits erhebliche Regenmengen abbekommen haben.

Das TMD warnt ausdrücklich vor lokalen Sturzfluten, Überschwemmungen und Erdrutschen bis Sonntag, 27. September.

Für Urlauber bedeutet das vor allem: lokale Warnungen beachten, bei Starkregen überflutete Straßen nicht mit Motorrad oder Mietwagen durchqueren, bei Ausflügen in bergigen Regionen vorsichtig sein und bei Bootsfahrten lieber einmal mehr nachfragen. Denn ein Tag mit tropischem Regen gehört in Thailand dazu. Ein Mietroller, der anschließend bis zum Lenker im braunen Wasser steht, eher nicht.


Quellen: Thai Meteorological Department (TMD), The Nation, Thai PBS, The Thaiger.
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