26.04.2026
Verkehr
Thailändische Staatsbahn kürzt Vorausbuchungsfrist
Ticketkäufe frühestens 90 Tage vor der Fahrt
Der Hintergrund ist ziemlich nachvollziehbar. Die SRT hat nach eigenen Angaben Buchungsdaten aus dem D-Ticket-System ausgewertet und festgestellt: Je weiter im Voraus gebucht wird, desto häufiger ändern Reisende ihre Pläne oder stornieren später wieder. Das klingt menschlich. Wer heute glaubt, in sechs Monaten ganz sicher von Bangkok nach Chiang Mai zu fahren, hat vielleicht in drei Monaten plötzlich einen neuen Job, eine neue Liebe, einen neuen Hund oder einfach keine Lust mehr auf Zugabenteuer mit Klimaanlage auf Tiefkühlstufe.
Das Problem dabei: Solche frühen Reservierungen blockieren Plätze. Andere Passagiere sehen dann „ausgebucht“, obwohl am Ende Sitze leer bleiben oder Tickets kurzfristig zurückgegeben werden. Gerade rund um Feiertage wie Songkran, wenn halb Thailand unterwegs ist, ist das natürlich ungefähr so beliebt wie ein leerer Garküchenstand zur Mittagszeit.
Nach den neuen Regeln können Tickets für kommerzielle Schnellzüge, Expresszüge und Special-Express-Züge nun bis zu 90 Tage vor Reiseantritt gebucht werden. Die genaue Vorausbuchungsfrist kann aber weiterhin von der Strecke beziehungsweise Distanz abhängen. Für Reisende heißt das: weniger extrem frühes Planen, dafür hoffentlich realistischere Verfügbarkeiten.
Interessant ist die Änderung auch deshalb, weil die Bahn in Thailand zuletzt wieder stärker ins Rampenlicht gerückt ist. Während der Songkran-Feiertage sollen mehr Menschen auf Züge umgestiegen sein – unter anderem wegen hoher Spritpreise und Sorgen um Kraftstoffengpässe.
Für Thailand-Reisende ist die neue 90-Tage-Regel kein Drama, sondern eher ein kleiner Praxis-Hinweis: Wer beliebte Strecken wie Bangkok–Chiang Mai, Bangkok–Surat Thani oder Bangkok–Nong Khai fahren möchte, sollte den Buchungsstart im Blick behalten – aber eben nicht mehr ein halbes Jahr vorher nervös am Rechner sitzen. Die SRT zieht die Buchungsleine etwas kürzer. Weniger „Ich reserviere mal auf Verdacht“, mehr „Ich fahre wirklich“. Klingt vernünftig. Und für thailändische Verwaltungslogik fast schon verdächtig pragmatisch.
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