05.12.2025
Verkehr
Thailand erhöht Flughafensteuer • Fliegen wird teurer
Milliarden sollen in Ausbau und neue Technik fließen
Deutliche Erhöhung der Flughafengebühr für internationale Passagiere
Die wichtigste Änderung: Die PSC für internationale Abflüge steigt von bisher 730 Baht auf 1.120 Baht pro Person – ein Plus von 53 Prozent. Der Beschluss wurde Anfang Dezember bestätigt, die Umsetzung ist jedoch erst für Anfang 2026 vorgesehen.Bevor die höhere Gebühr gilt, muss die Entscheidung noch offiziell bekannt gemacht werden; anschließend folgt eine viermonatige Übergangsfrist. Für Inlandspassagiere bleibt vorerst alles wie gehabt: Die Gebühr von 130 Baht pro Ticket wird nicht erhöht.
Hinter der Entscheidung steht in erster Linie Airports of Thailand (AOT), der Betreiber der wichtigsten Flughäfen des Landes: Suvarnabhumi, Don Mueang, Phuket, Chiang Mai, Chiang Rai und Hat Yai. Diese Flughäfen wickeln jährlich rund 35 Millionen internationale Abflüge ab – genug, dass die AOT mit der neuen Gebühr zusätzliche Einnahmen von etwa 10 Milliarden Baht pro Jahr erwartet.
Diese Mittel sollen, so die offizielle Begründung, zur Verbesserung des gesamten Flughafenbetriebs eingesetzt werden. Im Fokus steht besonders der Ausbau des Suvarnabhumi-Flughafens, darunter die Erweiterung des South Passenger Terminal, das in Zukunft mehr Kapazität und modernere Abläufe ermöglichen soll.
Die wirtschaftlichen Erwartungen spiegelten sich sofort im Aktienmarkt wider: Die Aktie von AOT sprang nach der Bekanntgabe sprunghaft an und erreichte mit 52,75 Baht ein Plus von 11 Prozent. Anleger gehen offenbar davon aus, dass die zusätzlichen Einnahmen die Bilanz des Flughafenbetreibers nachhaltig stärken.
Auch kleinere Flughäfen erhöhen ihre Gebühren
Nicht nur AOT, sondern auch das Department of Airports (DOA), das zahlreiche regionale Flughäfen betreibt, bereitet sich auf Gebührenerhöhungen vor. Das Department of Airports kümmert sich um zahlreiche regionale Knotenpunkte, darunter Krabi, Surat Thani, Ubon Ratchathani, Khon Kaen, Nakhon Si Thammarat und Phitsanulok.Dort sollen die Preise für internationale Flüge von 400 auf 425 Baht steigen, während die Gebühren für Inlandsflüge von 50 auf 75 Baht angehoben werden. Diese Änderungen treten jedoch erst in Kraft, wenn neue technische Systeme installiert und mindestens zur Hälfte funktionsfähig sind. Den Anfang macht der Flughafen Trang.
Zu den geplanten Neuerungen gehören moderne, gemeinsame IT- und Passagierabfertigungssysteme:
- CUPPS – Common Use Passenger Processing System: Gemeinsame Plattform, die von mehreren Airlines genutzt werden kann.
- CUTE – Common Use Terminal Equipment: Arbeitsstationen und Gate-Infrastruktur, die flexibel zwischen Fluggesellschaften geteilt werden.
- CUSS – Common Use Self-Service: Airlineübergreifende Self-Check-in-Terminals.
- CUBD – Common Use Bag Drop: Gemeinsame Gepäckabgabe für verschiedene Fluglinien.
Diese Upgrades sollen die Abfertigung beschleunigen, die Wartezeiten reduzieren und den Einsatz der Terminalflächen effizienter gestalten. Bevor die höheren Gebühren beim DOA wirksam werden, müssen jedoch noch die Civil Aviation Authority of Thailand (CAAT) und anschließend eine viermonatige Vorlaufzeit für Passagiere zugesichert werden.
Ab 2026 wird das internationale Fliegen von Thailand aus zweifellos teurer. Die Behörden betonen jedoch, dass die zusätzlichen Einnahmen direkt in Ausbau, Sicherheit und Service fließen sollen. Moderne IT-Systeme, schnellere Abfertigung und größere Terminals sollen das wachsende Passagieraufkommen bewältigen und Thailand langfristig wettbewerbsfähig halten.
Wie spürbar die Verbesserungen am Ende wirklich sein werden, zeigt sich erst, wenn die Bau- und Technikprojekte abgeschlossen sind. Sicher ist jedoch: Die Reisebranche, die AOT-Aktionäre und auch viele Vielflieger werden die Entwicklung aufmerksam verfolgen.
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