02.07.2026
Wetter
Thailand erwartet kräftigen Monsunregen und hohe Wellen
Wetterdienst warnt vor Unwettern, Sturzfluten, Erdrutschen und rauer See
Die gute Nachricht: Das Tiefdruckgebiet über dem Südchinesischen Meer entwickelt sich zwar zu einem Tropensturm, wird Thailand nach aktuellem Stand jedoch nicht direkt treffen.
Monsun bringt reichlich Regen
Verantwortlich für das unbeständige Wetter ist eine ausgeprägte Monsunrinne über Nord- und Nordostthailand in Verbindung mit einem kräftigen Südwestmonsun, der feuchte Luftmassen vom Indischen Ozean über die Andamanensee und den Golf von Thailand führt.Dadurch nimmt die Regenintensität in vielen Landesteilen deutlich zu. Der Wetterdienst rechnet sogar bis zum 5. Juli immer wieder mit kräftigen Schauern und örtlich sehr starken Regenfällen.
Gefahr von Sturzfluten und Erdrutschen
Vor allem in bergigen Regionen sowie in der Nähe von Flüssen und Bächen besteht die Gefahr von Sturzfluten, Hangrutschen und schnell ansteigendem Wasser. Auch tiefer gelegene Wohngebiete können nach länger anhaltenden Regenfällen überflutet werden.Anwohner und Urlauber werden deshalb gebeten, Wetterwarnungen aufmerksam zu verfolgen und Ausflüge in gefährdete Gebiete gegebenenfalls zu verschieben.
Vorsicht auf See
Auch für Bootsfahrer verschlechtern sich die Bedingungen deutlich.In der nördlichen Andamanensee werden Wellen zwischen zwei und drei Metern erwartet. Während Gewittern können sie sogar auf über drei Meter anwachsen.
Im südlichen Teil der Andamanensee sowie im oberen Golf von Thailand liegen die Wellen meist um zwei Meter, können bei Gewittern jedoch ebenfalls deutlich höher ausfallen.
Der Wetterdienst empfiehlt allen Booten, Gewittergebiete weiträumig zu meiden. Kleine Boote sollten insbesondere in der nördlichen Andamanensee möglichst im Hafen bleiben.
Tropensturm zieht an Thailand vorbei
Das derzeitige Tiefdruckgebiet über dem zentralen Südchinesischen Meer verstärkt sich zwar voraussichtlich zu einem tropischen Sturm, nimmt jedoch Kurs auf die chinesische Insel Hainan und anschließend auf Südchina.Nach Einschätzung des Wetterdienstes wird das System keinen direkten Einfluss auf das Wetter in Thailand haben. Die aktuellen Regenfälle sind vielmehr eine Folge des derzeit sehr aktiven Südwestmonsuns.
Mit sehr starken Regenfällen rechnen die Meteorologen vor allem in:
- Chanthaburi
- Trat
- Chumphon
- Ranong
- Phang Nga
- Phuket
- Krabi
- Trang
- Satun
Kräftige Regenfälle werden außerdem erwartet in zahlreichen Provinzen des Nordens, darunter Chiang Mai, Chiang Rai, Mae Hong Son, Lampang, Phayao, Nan, Tak und Phetchabun.
Im Nordosten stehen unter anderem Loei, Nong Khai, Udon Thani, Khon Kaen, Nakhon Phanom, Sakon Nakhon, Kalasin, Roi Et, Yasothon, Mukdahan, Nakhon Ratchasima, Buriram, Surin, Sisaket und Ubon Ratchathani auf der Warnliste.
Auch Teile der Zentralregion mit Kanchanaburi und Ratchaburi sowie die östlichen Provinzen Chon Buri, Rayong, Chachoengsao, Prachin Buri und Nakhon Nayok müssen sich auf kräftige Niederschläge einstellen.
Im Süden werden neben den Andamanenprovinzen auch Phetchaburi, Prachuap Khiri Khan, Surat Thani, Nakhon Si Thammarat, Phatthalung und Songkhla von teils kräftigen Regenfällen betroffen sein.
Reisende sollten flexibel planen
Gerade in der Regenzeit gehören kurze, kräftige Schauer in Thailand zwar zum Alltag. In den kommenden Tagen kann es jedoch regional deutlich intensiver werden. Wer Ausflüge in Nationalparks, Wasserfälle oder Bergregionen plant oder mit dem Boot unterwegs ist, sollte die aktuellen Wettervorhersagen im Blick behalten und seine Reisepläne gegebenenfalls kurzfristig anpassen.Nicht überall wird es den ganzen Tag regnen – doch dort, wo die Schauer niedergehen, können sie innerhalb kurzer Zeit sehr heftig ausfallen.
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