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08.10.2025

Wetter  

Thailand kämpft weiter mit schwerem Hochwasser

Regierung zahlt Soforthilfe, Bangkok rüstet sich gegen die Flut

Thailand kämpft weiter mit schwerem Hochwasser  - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Thailand steht erneut unter Wasser – und das in dramatischem Ausmaß. Wie das Department of Disaster Prevention and Mitigation (DDPM) am 7. Oktober mitteilte, sind derzeit 19 Provinzen von massiven Überschwemmungen betroffen. Rund 370.000 Menschen kämpfen mit den Folgen, 22 Todesopfer sind bereits zu beklagen. Besonders stark leiden die Zentralregion und der Norden des Landes, wo Straßen zu Flüssen, Dörfer zu Inseln und Reisfelder zu Seen geworden sind.

Insgesamt hat die Flut 84 Bezirke, 541 Unterbezirke und mehr als 3.000 Dörfer heimgesucht.
Besonders betroffen sind die Provinzen Uttaradit, Phitsanulok, Phetchabun, Sukhothai, Phichit, Nakhon Sawan, Uthai Thani, Chai Nat, Sing Buri, Ang Thong, Suphan Buri, Ayutthaya, Pathum Thani, Nakhon Pathom, Chaiyaphum, Ubon Ratchathani, Udon Thani, Yasothon und Chachoengsao.

Thailand kämpft weiter mit schwerem Hochwasser  - Regierung zahlt Soforthilfe, Bangkok rüstet sich gegen die Flut Symbolfoto 1
Viele Dämme und Flüsse sind über die Ufer getreten, und das DDPM arbeitet im Dauereinsatz: 790 Fahrzeuge, Pumpen und Boote sind bereits in 25 Provinzen im Einsatz, um Evakuierungen zu unterstützen und Deiche zu verstärken. Die 22 Todesopfer stammen aus Phitsanulok (1), Uttaradit (8), Phetchabun (1), Phichit (1), Ayutthaya (8) und Yasothon (3) – tragische Verluste, die das Land erneut an die Verletzlichkeit gegenüber der Regenzeit erinnern.

Als Reaktion auf die Katastrophe hat die thailändische Regierung sofortige Hilfszahlungen angekündigt: Jede betroffene Familie erhält 9.000 Baht (rund 230 Euro) Unterstützung.
Die Maßnahme wurde auf der Sitzung des National Disaster Management Committee am 6. Oktober beschlossen.

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Premier- und Innenminister Anutin Charnvirakul versprach, die Auszahlung „schnell, transparent und ohne Umwege“ zu organisieren. Die Provinzverwaltungen wurden angewiesen, Schadensmeldungen und Betroffenenlisten umgehend zu erfassen.Ziel ist, dass die Hilfe tatsächlich bei den Menschen ankommt – und nicht, wie bei früheren Katastrophen, in den Mühlen der Bürokratie steckenbleibt.

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Während der Norden und die Zentralebene kämpfen, will Bangkok alles daransetzen, nicht wieder das Schicksal von 2011 zu erleiden – jener verheerenden Flut, bei der weite Teile der Hauptstadt untergingen und über 800 Menschen ums Leben kamen.

Gouverneur Chadchart Sittipunt präsentierte ein umfassendes Schutzprogramm, das die Hauptstadt auf nördliches Hochwasser, Starkregen und steigende Gezeiten vorbereitet.
„Wir haben Pumpen, Sandsäcke und Notfallteams rund um die Uhr einsatzbereit“, betonte Chadchart nach einer Inspektion der Flutmauern entlang des Chao-Phraya-Flusses.

Um Bangkok und die umliegenden Gebiete vor weiteren Überschwemmungen zu schützen, setzt die Stadtverwaltung auf ein umfangreiches Schutzkonzept. Gegen das nördliche Hochwasser werden die Dämme und Deiche entlang des Chao Phraya regelmäßig überprüft und bei Bedarf stabilisiert. Zudem stehen speziell geschulte Notfallteams in allen Risikozonen bereit, um bei einem drohenden Deichbruch oder steigenden Pegeln sofort eingreifen zu können.

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Auch für die zunehmenden Starkregenfälle hat die Stadt vorgesorgt: Die Wasserstände in den Kanälen werden gezielt abgesenkt, um Platz für neue Niederschläge zu schaffen. Gleichzeitig werden Pumpstationen und Entwässerungssysteme gewartet, damit sie im Ernstfall reibungslos funktionieren. Personal und Maschinen befinden sich rund um die Uhr in Bereitschaft – eine logistische Daueraufgabe, die verhindern soll, dass sich Bangkoks Straßen wieder in Flüsse verwandeln.

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Bangkok verfügt derzeit über rund 80 Kilometer Hochwasserschutzmauern, die den Fluss säumen – doch einige Abschnitte sind noch nicht fertiggestellt. Um gefährdete Stellen zu sichern, hat die Stadtverwaltung fast 200.000 Sandsäcke aufgeschichtet, besonders an Piers und offenen Deichlücken. Zudem sind mobile Pumpen installiert, die eindringendes Wasser sofort abführen. Beamte wachen in 24-Stunden-Schichten über die Pegelstände – ein logistischer Kraftakt, der Bangkok buchstäblich trocken halten soll.

Vizepremierminister Sophon Saram versicherte, dass sich eine Katastrophe wie 2011 nicht wiederholen werde. Dank besserer Koordination zwischen der Bangkok Metropolitan Administration, dem Königlichen Bewässerungsamt und dem Nationalen Wasserressourcenzentrum könne man Pegelstände heute viel präziser kontrollieren und frühzeitig eingreifen.
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