31.10.2024
Umwelt
Thailand, Laos und Myanmar starten Clear-Sky-Strategie
Länderkoalition für klare Luft und gegen Umweltverschmutzung
Die Initiative wurde gestern im thailändischen Außenministerium in Bangkok im Beisein hochrangiger Vertreter der beteiligten Länder offiziell vorgestellt. Maris Sangiampongsa, der ranghöchste Minister Thailands, und Chalermchai Sri-on, Minister für natürliche Ressourcen und Umwelt, leiteten das Treffen.
Die Umweltminister von Laos und Myanmar, Bounkham Vorachit und Khin Maung Yi, unterstützten das Projekt und betonten die Bedeutung dieses länderübergreifenden Engagements. Das Projekt folgt dem ASEAN-Abkommen gegen grenzüberschreitende Luftverschmutzung, das bereits im Juni verabschiedet wurde.
Die „Clear Sky“-Strategie basiert auf einem detaillierten Maßnahmenplan, der unter dem Akronym „CLEAR“ zusammengefasst ist und auf eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Luftqualität abzielt. Der Plan zielt darauf ab, Luftverschmutzung gemeinsam zu verhindern und zu reduzieren, indem gezielte Maßnahmen und eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern gefördert werden.
In seiner Rede betonte Maris die Dringlichkeit des Projekts und verwies auf die Hauptverursacher der Luftverschmutzung: Industrieemissionen, Autoabgase, Brandrodung in der Landwirtschaft und Waldbrände. Die Smogbelastung nimmt vor allem in den kühleren Monaten zu, wenn die Temperaturen sinken und die Feinstaubwerte (PM2,5) deutlich ansteigen. Maris appellierte an die Notwendigkeit eines koordinierten, globalen Ansatzes, um der Umweltverschmutzung wirksam zu begegnen.
Chalermchai betonte das Engagement seines Ministeriums, Waldbrände und die damit verbundene grenzüberschreitende Smogbildung aktiv zu bekämpfen. „Unser Ziel ist es, nicht nur darüber zu reden, sondern konkrete Taten folgen zu lassen und gemeinsam mit unseren Nachbarn messbare Ergebnisse zu erzielen“, so Chalermchai.
Die „Clear Sky“-Strategie 2024-2030 ist mehr als ein Umweltschutzprogramm: Sie steht für eine verstärkte regionale Zusammenarbeit, um drängende Umweltprobleme anzugehen. Thailand, Laos und Myanmar setzen ein Zeichen für ein gemeinsames Engagement, das nicht nur auf eine bessere Luftqualität abzielt, sondern langfristig die Lebensqualität in der gesamten Region verbessern soll.
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