Thailand warnt vor Starkregen, Sturzfluten und rauer See - Reisenews Thailand
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28.05.2026

Wetter  

Thailand warnt vor Starkregen, Sturzfluten und rauer See

Kräftiger Südwestmonsun bringt Regen, hohe Wellen und Warnungen für Boote

Thailand warnt vor Starkregen, Sturzfluten und rauer See - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Thailand muss sich in den kommenden Tagen auf ungemütliches Wetter einstellen. Das Thai Meteorological Department (TMD) warnt für den Zeitraum vom 28. Mai bis 1. Juni vor teils kräftigem bis sehr kräftigem Regen, möglichen Sturzfluten und gefährlich hohen Wellen auf See.

Grund dafür ist ein recht starker Südwestmonsun, der derzeit über der Andamanensee, Thailand und dem Golf von Thailand liegt. Zusätzlich verläuft eine Monsunrinne über dem oberen Teil des Landes. Zusammen sorgt das für deutlich mehr Regen, viele Gewitter und regional sehr intensive Niederschläge.

Besonders aufmerksam sollten Menschen in gefährdeten Gebieten sein: in Bergregionen, an Hängen, in der Nähe von Wasserläufen und in tiefer gelegenen Gemeinden. Dort kann anhaltender oder plötzlich sehr starker Regen schnell zu Sturzfluten, Erdrutschen oder ablaufendem Wasser aus höheren Lagen führen.

Sehr kräftiger Regen in mehreren Regionen möglich

Thailand warnt vor Starkregen, Sturzfluten und rauer See - Kräftiger Südwestmonsun bringt Regen, hohe Wellen und Warnungen für Boote Symbolfoto 2
Nach Angaben der Wetterbehörde ist in vielen Landesteilen mit Gewittern zu rechnen. Besonders heftige Niederschläge können lokal im Süden, im Osten, im westlichen Teil des Nordens sowie im westlichen Bereich der Zentralregion auftreten.

Das heißt nicht, dass es überall durchgehend regnet. Thailand-typisch kann es durchaus zwischendurch trocken, schwül oder sogar sonnig sein. Aber wenn die Regenzellen kommen, können sie heftig ausfallen – mit viel Wasser in kurzer Zeit. Genau das ist in der Monsunzeit oft das eigentliche Problem: nicht der normale Regen, sondern die plötzliche tropische Dusche im XXL-Format.

Warnung für die Andamanensee: kleine Boote sollen an Land bleiben

Besonders ernst ist auch die Warnung für die Seegebiete. In der Andamanensee und im oberen Golf von Thailand werden kräftige Winde und hohe Wellen erwartet.

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Im oberen Teil der Andamanensee, also etwa von Phuket nordwärts, können die Wellen 2 bis 3 Meter erreichen. In Gewittergebieten sind sogar Wellen von über 3 Metern möglich. Für kleine Boote ist das kein Wetter für heroische Ausflüge, sondern eher ein sehr deutlicher Hinweis: besser am Strand bleiben, Kaffee trinken und dem Meer aus sicherer Entfernung beim Toben zuschauen.

Im unteren Teil der Andamanensee, also von Krabi südwärts, sowie im oberen Golf von Thailand werden Wellen um 2 Meter erwartet. Auch dort können sie in Gewitterzonen höher ausfallen.

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Die Wetterbehörde rät allen Schiffen, vorsichtig zu fahren und Gewittergebiete zu meiden. Kleine Boote in der oberen Andamanensee sollen während des Warnzeitraums nicht auslaufen.

Für Urlauber bedeutet das: Bootsausflüge, Schnorcheltouren, Inselhopping oder Transfers können wetterbedingt verschoben oder abgesagt werden. Das ist ärgerlich, aber auf See ist beleidigte Urlaubsplanung immer noch besser als Abenteuer mit Rettungsweste und Panikblick.

Norden: Gewitter und lokal starker Regen

Im Norden Thailands werden für den aktuellen 24-Stunden-Zeitraum in rund 60 Prozent der Region Gewitter erwartet. Besonders in Teilen von Mae Hong Son, Chiang Mai und Tak kann es kräftig regnen.

Die Temperaturen liegen voraussichtlich zwischen 22 und 26 Grad in den kühleren Stunden und steigen tagsüber auf 34 bis 37 Grad. Der Wind kommt aus Südwest mit etwa 10 bis 20 km/h.

Gerade in bergigen Provinzen wie Mae Hong Son und Chiang Mai sollte man bei starkem Regen vorsichtig sein. Kleine Straßen, steile Hänge und Wasserläufe können sich schnell verändern. Wer Ausflüge zu Wasserfällen, Bergdörfern oder Nationalparks plant, sollte vorher die Lage prüfen.

Nordosten: Gewitter in mehreren Provinzen

Auch im Nordosten, dem Isaan, sind Gewitter möglich. Die Wetterbehörde rechnet in etwa 40 Prozent der Region mit Regen und Gewittern. Betroffen sein können unter anderem Loei, Nong Khai, Bueng Kan, Chaiyaphum, Nakhon Ratchasima, Buri Ram, Surin, Si Sa Ket und Ubon Ratchathani.

Die Temperaturen bewegen sich zwischen 23 und 26 Grad am Morgen und 35 bis 38 Grad am Tag. Der Wind weht aus Südwest mit 10 bis 20 km/h.

Im Isaan kann es trotz Gewitterwarnung weiterhin sehr heiß bleiben. Regen bringt dort oft nur kurz Abkühlung – danach kommt gern die tropische Dampfsauna zurück. Thailand nennt das Wetter, Europäer nennen es kostenlose Gesichtssauna.

Zentralregion: Regen auch rund um Ayutthaya und Kanchanaburi

In der Zentralregion werden ebenfalls in rund 40 Prozent der Fläche Gewitter erwartet. Besonders genannt werden Nakhon Sawan, Uthai Thani, Suphan Buri, Phra Nakhon Si Ayutthaya, Kanchanaburi, Ratchaburi, Nakhon Pathom und Samut Songkhram.

Die Temperaturen liegen voraussichtlich zwischen 25 und 26 Grad in der Nacht beziehungsweise am Morgen und 36 bis 38 Grad tagsüber. Auch hier kommt der Wind aus Südwest mit etwa 10 bis 20 km/h.

Für Reisende nach Ayutthaya, Kanchanaburi oder in ländliche Gebiete gilt: Regenjacke, wasserdichte Tasche fürs Handy und flexible Planung sind jetzt sinnvoller als die Hoffnung, dass der Himmel sich an den Reiseplan hält.

Für Bangkok und die umliegenden Provinzen werden Gewitter in etwa 30 Prozent des Gebiets erwartet. Die Temperaturen bleiben hoch: morgens etwa 24 bis 27 Grad, tagsüber bis 35 bis 38 Grad.

Wer Bangkok kennt, weiß: Schon normaler Regen kann dort Straßen schnell in kleine Wasserlandschaften verwandeln. Bei kräftigen Schauern können Verkehrsstaus, überflutete Straßenabschnitte und Verspätungen auftreten. Wer Termine hat oder zum Flughafen muss, sollte mehr Zeit einplanen. Bangkok im Regen ist nämlich kein Verkehrssystem mehr, sondern ein Geduldstest mit Scheibenwischern.

Osten: Gewitter, Wind und höhere Wellen

Im Osten Thailands werden in rund 40 Prozent der Region Gewitter erwartet, vor allem in Nakhon Nayok, Prachin Buri, Rayong, Chanthaburi und Trat. Die Temperaturen liegen zwischen 24 und 27 Grad und steigen tagsüber auf 33 bis 37 Grad. Der Südwestwind kann hier mit 15 bis 35 km/h kräftiger ausfallen.

Auf dem Meer vor der Ostküste werden Wellen von 1 bis 2 Metern erwartet. In Gewittergebieten können sie auf über 2 Meter steigen. Das betrifft auch Regionen, die für Insel- und Strandurlaub wichtig sind, etwa rund um Trat mit Verbindungen nach Koh Chang, Koh Mak oder Koh Kood. Bootsbetreiber werden die Lage je nach Wetter entscheiden müssen.

Süden: Regen an beiden Küsten, besonders hohe Wellen im Westen

Auch der Süden bleibt stark betroffen. An der Ostküste des Südens werden in rund 40 Prozent der Region Gewitter erwartet, vor allem in Phetchaburi, Prachuap Khiri Khan, Chumphon, Surat Thani und Nakhon Si Thammarat.

Die Temperaturen liegen zwischen 23 und 25 Grad am Morgen und 33 bis 36 Grad tagsüber. Der Südwestwind erreicht 15 bis 35 km/h. Die Wellen sind etwa 1 Meter hoch, weiter draußen 1 bis 2 Meter. In Gewitterzonen können sie auf über 2 Meter steigen.

An der Westküste des Südens, also auf der Andamanenseite, ist die Lage noch rauer. Dort werden in etwa 60 Prozent der Region Gewitter erwartet. Kräftiger Regen ist besonders in Teilen von Ranong und Phang Nga möglich. Die Temperaturen liegen zwischen 24 und 25 Grad morgens und 32 bis 34 Grad tagsüber.

Von Phang Nga nordwärts werden Südwestwinde mit 20 bis 35 km/h erwartet. Die Wellen können dort rund 2 Meter erreichen, in Gewittergebieten auch mehr. Von Phuket südwärts liegen die Wellen voraussichtlich bei 1 bis 2 Metern, während Gewitter ebenfalls für Wellen von über 2 Metern sorgen können.

Was Reisende jetzt beachten sollten

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Wer in Thailand unterwegs ist, sollte die Wetterlage in den kommenden Tagen ernst nehmen, aber nicht gleich den Urlaub gedanklich beerdigen. Monsunzeit bedeutet nicht automatisch Dauerregen rund um die Uhr. Es bedeutet aber: Wetter kann schnell umschlagen, Regen kann heftig sein, und auf dem Meer sollte man keine Experimente machen.

Sinnvoll ist es, Tagesausflüge flexibel zu planen, Wetterwarnungen zu verfolgen und bei Bootstouren auf die Entscheidungen erfahrener Anbieter zu hören. Wenn ein Kapitän sagt, dass nicht gefahren wird, ist das kein Angriff auf die Urlaubslaune, sondern meistens ein Zeichen von Restvernunft.

Besonders vorsichtig sollte man bei Wasserfällen, Flüssen, Bergstraßen, Küstenfahrten und kleinen Booten sein. In Städten wie Bangkok, Phuket, Pattaya oder Chiang Mai kann Starkregen außerdem zu Verkehrsproblemen und kurzfristigen Überschwemmungen führen.

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