21.10.2026
Wetter
Thailand-Wetter: Unruhige Tage für Urlauber - besonders im Süden
Unwetterwarnung - Starkregen, Überschwemmungen und hohe Wellen
Nach den schweren Regenfällen und Überschwemmungen der vergangenen Wochen ist in Thailand weiterhin keine dauerhafte Wetterberuhigung in Sicht. Das thailändische Wetteramt (TMD) hat am 20. Oktober eine neue Warnung vor teilweise heftigen bis sehr heftigen Regenfällen herausgegeben. Besonders zwischen dem 21. und 25. Oktober müssen sich mehrere Landesteile auf ungemütliches Wetter einstellen.
Betroffen ist vor allem Südthailand, wo kräftige Niederschläge örtlich zu Sturzfluten, überlaufenden Wasserläufen und Erdrutschen führen können. Aber auch in Bangkok, Zentralthailand und im Osten des Landes ist mit zunehmenden Regenfällen zu rechnen. Das bedeutet allerdings keineswegs, dass ganz Thailand fünf Tage lang im Dauerregen versinkt. Tropische Unwetter treten häufig regional begrenzt auf und können sich innerhalb kurzer Zeit entwickeln. Während es an einem Ort kräftig schüttet, kann wenige Kilometer weiter durchaus die Sonne scheinen.
Urlaubswetter Thailand
Pattaya, Koh Samet und Koh Chang – 21. bis 23. Oktober
Den Anfang macht vor allem die östliche Küstenregion. Für die Provinz Chon Buri mit Pattaya erwartet das Wetteramt am Mittwoch, dem 21. Oktober, örtlich sogar sehr starke Regenfälle. Auch Rayong mit der Ferieninsel Koh Samet sowie Chanthaburi und Trat mit den Inseln Koh Chang, Koh Mak und Koh Kood gehören zu den gefährdeten Gebieten.Am Donnerstag und Freitag soll die Regenwahrscheinlichkeit in der Region weiterhin erhöht bleiben. Gerade in Pattaya, wo nach kräftigen Gewittern manche Straßen innerhalb kürzester Zeit unter Wasser stehen können, sollten Autofahrer und Rollerfahrer besonders aufmerksam sein.
Bangkok und Umgebung – 21. bis 23. Oktober
Auch die Hauptstadt bekommt ihren Anteil ab. Besonders von Mittwoch bis Freitag werden kräftige Gewitter und örtlich starke Regenfälle erwartet. Betroffen sind neben Bangkok unter anderem Samut Sakhon, Samut Songkhram, Ratchaburi und zeitweise Nakhon Pathom sowie Kanchanaburi.In Bangkok können starke Niederschläge vor allem in tiefer gelegenen Straßenabschnitten für kurzfristige Überflutungen und erhebliche Verkehrsbehinderungen sorgen. Wer zum Flughafen muss, sollte entsprechend mehr Zeit einplanen.
Phuket, Khao Lak und Krabi – besonders 24. und 25. Oktober
Zum Wochenende richtet sich der Blick vor allem auf die beliebte Andamanenküste. Für Samstag und Sonntag, den 24. und 25. Oktober, werden in Phang Nga, Phuket und Krabi örtlich sehr starke Regenfälle vorhergesagt.Das betrifft beispielsweise Phuket, die Urlaubsregion Khao Lak, Ao Nang und die Umgebung von Krabi. Besonders kritisch können kräftige Niederschläge in bergigen Gebieten und an kleineren Wasserläufen werden.In den ausgewiesenen Starkregengebieten sind lokal Niederschlagsmengen von etwa 65 bis 125 Millimetern innerhalb eines Tages möglich. Das entspricht bis zu 125 Litern Wasser auf jedem Quadratmeter – genug, um Bäche schnell anschwellen zu lassen und schlecht entwässerte Straßen zu überfluten.
Auch für Ranong, Chumphon, Surat Thani und Nakhon Si Thammarat sind im Verlauf der Woche kräftige Regenfälle möglich. Die Inseln Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao sollten daher ebenfalls die örtlichen Wetter- und Seewarnungen verfolgen, auch wenn sie nicht ausdrücklich als Schwerpunkt der heftigsten Niederschläge genannt werden.
Nordosten ebenfalls betroffen
Im unteren Nordosten Thailands werden unter anderem für Nakhon Ratchasima (Korat), Buri Ram und Ubon Ratchathani am 21. Oktober starke Regenfälle erwartet. Für den hohen Norden mit Chiang Mai und Chiang Rai liegt dagegen in dieser Warnperiode kein vergleichbarer Schwerpunkt der Unwetterwarnung vor.Auf dem Meer drohen Wellen über drei Meter
Besondere Vorsicht ist in den kommenden Tagen auf dem Wasser geboten. Das Wetteramt warnt sowohl für die Andamanensee als auch für den Golf von Thailand vor hohen Wellen. In Gewittergebieten können diese mehr als drei Meter erreichen.Das betrifft möglicherweise auch die beliebten Bootsverbindungen und Tagesausflüge rund um Phuket, Phi Phi, Krabi, Koh Lanta sowie die Inseln im Golf von Thailand. Es bedeutet allerdings nicht, dass überall drei Meter hohe Wellen herrschen oder sämtliche Fähren ausfallen. Wer einen Ausflug gebucht hat, sollte sich beim Veranstalter nach der aktuellen Lage erkundigen. Bei Gewittern und starkem Seegang gilt: Lieber einen Tag länger am Pool als unfreiwillig eine Abenteuerfahrt auf hoher See.
Was Urlauber jetzt beachten sollten
Für die allermeisten Thailand-Reisenden besteht kein Grund, den Urlaub abzubrechen oder Reisepläne grundsätzlich über den Haufen zu werfen. Dennoch ist etwas Vorsicht angebracht. Bei starken Gewittern sollte man auf Rollerfahrten verzichten, überflutete Straßen meiden und Ausflüge zu Wasserfällen oder durch bergige Dschungelgebiete gegebenenfalls verschieben.Die Warnung beschreibt mögliche örtliche Unwetter und bedeutet nicht, dass die genannten Ferienorte vollständig überflutet werden. Auch Strandwetter ist zwischen den Regenphasen durchaus möglich. Die amtliche Warnung wird regelmäßig aktualisiert. Maßgeblich sind deshalb immer die neuesten örtlichen Wetterberichte und Anweisungen der Behörden.
Quellen: Thai Meteorological Department – Unwetterwarnung Nr. 8 vom 20.10.2026 sowie die regionalen Tagesprognosen, veröffentlicht unter anderem bei The Nation.
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