Thailands Nachtleben ändert sich - nicht - Reisenews Thailand
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30.05.2022

Feiern  

Thailands Nachtleben ändert sich - nicht

Wirte sind frustriert über Wiedereröffnungsregeln am 1. Juni

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Die Eigentümer von Bars, Clubs und anderen Nachtlokalen haben ihre Frustration über die Bedingungen für die Wiedereröffnung am 1. Juni zum Ausdruck gebracht. Ab Mittwoch können diese Geschäfte wieder öffnen, vorausgesetzt, sie befinden sich in den 31 blauen oder grünen Zonen, halten sich an die Maßnahmen zur Seuchenprävention und schließen ab Mitternacht.

Die Schließung um Mitternacht ist es, die von den meisten als frustrierend empfunden wird. Ein Besitzer eines Nachtlokales in der Khao San Road in Bangkok äusserte, er sei zwar froh, dass er wieder öffnen könne, aber die jüngste Lockerung der Beschränkungen sei nur eine halbe Maßnahme. Seit dem Ausbruch der Seuche seien mehr als zwei Jahre vergangen, und wir hier in Khao San stecken bis über beide Ohren in Schulden.

Der Präsident der Khao San Road Business Association stimmt dem zu und meint, dass die Wiedereröffnung ab Mittwoch, dem 1. Juni, für die Nachtlokale in der Hauptstadt kaum einen Unterschied machen wird. Er meint, dass die Öffnungszeiten über Mitternacht hinaus verlängert werden müssen, um den Geschäften eine Chance zur Erholung zu geben. Er weist darauf hin, dass die Wirtschaft 300 bis 400 Milliarden Baht zusätzlich einnehmen würde, wenn die Lokale ab September bis 2 Uhr morgens geöffnet bleiben könnten.

„Derzeit haben wir bereits geöffnet und schenken Alkohol bis Mitternacht aus, so dass die jüngste Maßnahme nicht viel bringt. Warum geht die Regierung nicht noch weiter? Das Verbot des Alkoholverkaufs von 14.00 bis 17.00 Uhr ist auch nicht hilfreich".




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Die thailändischen Gesundheitsbehörden warnten bereits die Betreiber des thailändischen Nachtlebens vor strengen Vorsichts- und Kontrollmaßnahmen und merkten an, dass diese Lokale wieder geschlossen werden, wenn bei den Gästen ein positiver Covid-19-Test festgestellt würde oder sich die Betreiber nicht an die Regeln halten würden.


Nun ist die Realität den Anordnungen der Gesundheitsbehörden weit voraus. Dank einiger rechtlicher Schlupflöcher, speziellen Sonderregelungen für sogenannte „Restaurants“, entgegenkommender Polizeibeamter und verzweifelter Geschäftsleute, die einfach nur ihre Angestellten wieder an die Arbeit bringen wollten, haben viele Bars in den beliebtesten Gegenden, die von Reisenden besucht werden, schon seit Monaten wieder geöffnet, manchmal bis weit nach Mitternacht.

Wenn man davon ausgeht, dass seit Monaten kaum jemand mehr Masken in diesen Ausgehvierteln getragen hat, wird die Aussicht auf die Aufhebung der Maskenpflicht Mitte Juni, die Situation auch nicht durchschlagend ändern.

Gehen wir nun also in eine Bar und feiern maskenfrei mit ein paar Bier die „grosszügigen Neuerungen“ in den Pandemieauflagen, die nichts ändern und auch nichts verbessern.
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