Thailands schwere Umweltschäden durch Abbau Seltener Erden - Reisenews Thailand
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26.03.2026

Umwelt  

Thailands schwere Umweltschäden durch Abbau Seltener Erden

Abbau in Myanmar verursacht grenzüberschreitende Umwelt- und Gesundheitsschäden.

Thailands schwere Umweltschäden durch Abbau Seltener Erden - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Der Boom bei seltenen Erden – also den Metallen, die in Elektroautos oder Smartphones stecken – hat in Südostasien eine Schattenseite. Besonders Thailand bekommt die Folgen inzwischen deutlich zu spüren. Allerdings liegt das Problem oft nicht direkt im eigenen Land, sondern knapp jenseits der Grenze.

⚠️ Umweltkrise im Norden Thailands

In Nordthailand, vor allem in den Provinzen Chiang Mai und Chiang Rai, schlagen Wissenschaftler und Behörden Alarm. Flüsse wie der Kok, Sai und Ruak sind zunehmend mit Schwermetallen belastet. Tests zeigen, dass Arsen, Blei und andere giftige Stoffe teils deutlich über den Grenzwerten liegen.

Diese Verschmutzung wird vor allem auf den massiven Ausbau von seltenen-Erden-Minen im benachbarten Myanmar zurückgeführt. Das Problem: Die Flüsse machen nicht an Landesgrenzen halt. Was oberhalb abgebaut und ausgewaschen wird, landet wenige Kilometer später in Thailand.

🧪 Wie die Umwelt geschädigt wird

Der Abbau seltener Erden erfolgt häufig durch sogenannte chemische Auslaugung (In-situ-Leaching). Dabei werden große Mengen Wasser und Chemikalien in den Boden gepumpt, um die Metalle herauszulösen.

Das Ergebnis:

Thailands schwere Umweltschäden durch Abbau Seltener Erden - Abbau in Myanmar verursacht grenzüberschreitende Umwelt- und Gesundheitsschäden. Symbolfoto 1

In vielen Fällen fehlt eine wirksame Kontrolle. Abwässer werden teilweise ungefiltert zurück in die Umwelt geleitet.

🌾 Folgen für Menschen und Wirtschaft

Die Auswirkungen sind längst spürbar:

Thailands schwere Umweltschäden durch Abbau Seltener Erden - Abbau in Myanmar verursacht grenzüberschreitende Umwelt- und Gesundheitsschäden. Symbolfoto 2

Schätzungen zufolge entstanden bereits Schäden von rund 1,3 Milliarden Baht (ca. 40 Mio. €) in Nordthailand.

Zudem berichten Anwohner von gesundheitlichen Risiken durch kontaminiertes Wasser.

Video ARD WeltbilderThailand: Schwere Umweltschäden durch Abbau Seltener Erden


ARD

🌍 Ein globales Problem

Der Hintergrund ist global: Seltene Erden sind zentral für die Energiewende und Hightech-Produktion. Doch genau diese „grünen Technologien“ verursachen in Förderregionen massive Umweltschäden.

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In Südostasien entstehen inzwischen tausende teils unregulierte Minen, die giftige Stoffe wie Cyanid oder Arsen freisetzen und ganze Flusssysteme gefährden.

Thailand steht exemplarisch für ein wachsendes Dilemma:
Während die Welt auf saubere Technologien setzt, entstehen die Umweltprobleme oft dort, wo die Rohstoffe gewonnen werden – oder, wie im Fall Nordthailand, direkt nebenan.

Die Folgen sind bereits sichtbar: verschmutzte Flüsse, bedrohte Lebensgrundlagen und ein Konflikt, der längst über nationale Grenzen hinausgeht.
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