Thailands Tropensturm Bualoi verwüstet 22 Provinzen  - Reisenews Thailand
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02.10.2025

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Thailands Tropensturm Bualoi verwüstet 22 Provinzen

Der Norden und Nordosten kämpfen gegen die Folgen des zerstörerischen Sturms

Thailands Tropensturm Bualoi verwüstet 22 Provinzen  - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Überschwemmungen, Erdrutsche und Notstände
Thailand erlebt derzeit die schwersten Überschwemmungen des Jahres: Die Überreste des Tropensturms Bualoi haben in über 22 Provinzen gewaltige Schäden angerichtet. Ganze Dörfer stehen unter Wasser, Straßen und Brücken wurden weggespült, und kurz vor der Erntezeit drohen riesige Verluste in der Landwirtschaft. Besonders betroffen sind die nördlichen und nordöstlichen Regionen – allen voran Loei, Uttaradit und Phrae.

Loei: Straßen zerstört, Dörfer abgeschnitten

Im Nordosten traf es die Provinz Loei besonders hart. In vier Bezirken wurden mehr als 220 Haushalte überschwemmt, Schulen mussten evakuiert werden, und in mehreren Gemeinden brach die Stromversorgung zusammen.

Im Bezirk Wang Saphung versanken Straßen unter Wassermassen – kleine Fahrzeuge konnten nicht mehr passieren. In Nong Ngiew wurden 198 Häuser geflutet, während im benachbarten Khao Luang elf Häuser komplett zerstört wurden. Strommasten stürzten um, und die Hauptverkehrswege in ländlichen Gebieten wurden schwer beschädigt. Polizei und Katastrophenschutz errichteten Notunterkünfte und warnen die Bevölkerung vor weiteren Sturzfluten und Erdrutschen, da der Boden in den Bergen völlig durchnässt ist.

Uttaradit: Menschen flüchten auf Hausdächer

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In der nördlichen Provinz Uttaradit wurde die Lage besonders dramatisch, nachdem der Khlong-Tron-Stausee überlief. In drei Bezirken – Thong Saen Khan, Nam Pat und Tha Pla – sind ganze Dörfer überflutet.

In Thong Saen Khan, dem wirtschaftlichen Zentrum der Region, stand das Wasser stellenweise bis zu zwei Meter hoch. Häuser, Autos und Landmaschinen wurden fortgespült. Viele Bewohner mussten auf die Dächer ihrer Häuser klettern, um auf Rettung zu warten. Rettungsteams kämpften sich mit Flachbooten durch reißende Strömungen, um eingeschlossene Kinder, Senioren und Kranke in Sicherheit zu bringen.

Phrae: Nächtliche Fluten nach Starkregen

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Auch in Phrae sorgte Dauerregen über Nacht für heftige Überschwemmungen. Die Sturzbäche aus den Bergen rissen Schlamm und Geröll mit sich und überfluteten die Ortschaften Ban Maneewan und Ban Ton Ha.

Die örtlichen Behörden lieferten Lebensmittel, Trinkwasser und Notfallsets an die betroffenen Familien und versuchten, das Hab und Gut der Menschen auf höher gelegene Gebiete zu bringen.

Chai Nat: Familien bauen Notunterkünfte am Straßenrand

Im zentralen Tiefland kämpft auch die Provinz Chai Nat mit dem steigenden Wasserpegel des Chao Phraya-Flusses. Nach dem Öffnen der Schleusen in Sapphaya mussten mindestens 15 Familien ihre Häuser verlassen und notdürftige Unterstände an Landstraßen errichten. Viele Verkehrswege sind nur noch einspurig befahrbar.

⚠️ Nationale Katastrophe – 22 Provinzen unter Wasser

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Thailand erlebt derzeit eine der schlimmsten Flutkatastrophen der vergangenen Jahre. Nach Angaben des Katastrophenschutzamtes sind 22 Provinzen betroffen – vor allem im Norden, Nordosten und Osten des Landes. Ganze Landstriche stehen unter Wasser, Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten, und in vielen Regionen wurden Straßen, Brücken und Felder zerstört.

Besonders schwer traf es die Bevölkerung in den bergigen Gebieten Nordthailands und auf den weiten Ebenen des Nordostens. Die Wassermassen überschwemmten binnen Stunden Wohngebiete, Schulen und landwirtschaftliche Flächen. Auch im Osten stehen zahlreiche Gemeinden unter Wasser, während Hilfskräfte rund um die Uhr versuchen, Evakuierungen zu koordinieren und die Versorgung sicherzustellen.

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Mehr als 270.000 Menschen sind inzwischen direkt betroffen – viele haben ihre Häuser verloren, andere kämpfen gegen den drohenden Erdrutsch oder warten in Notunterkünften auf Hilfe. Thailand steht erneut vor einer gewaltigen Bewährungsprobe, und die Regenzeit ist noch nicht vorbei.

🌊 Neue Warnung: Hohe Flut am Chao Phraya

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Während der Norden noch unter den Folgen des Sturms leidet, warnt das Amt für nationale Wasserressourcen (ONWR) bereits vor der nächsten Bedrohung: Zwischen dem 3. und 6. Oktober werden in der Region um Bangkok extrem hohe Pegelstände erwartet. Der Wasserstand am Phra Chulachomklao Fort könnte 1,9 Meter über dem Meeresspiegel erreichen – rund 20 Zentimeter über der kritischen Marke.

Die Behörden warnen vor Überschwemmungen entlang des Chao Phraya, Tha Chin und Mae Klong, insbesondere in tieferliegenden Gebieten ohne Deichschutz. Betroffen sein könnten Bangkok, Nonthaburi, Pathum Thani, Samut Prakan, Samut Sakhon, Nakhon Pathom und Samut Songkhram. Embankments werden verstärkt, Pumpstationen vorbereitet und Evakuierungspläne aktualisiert. Man will verhindern, dass sich das Szenario aus dem Norden nun auch in der Hauptstadt wiederholt.

Thailand erlebt einmal mehr, wie fragil das Gleichgewicht zwischen Natur und Infrastruktur ist. Tropensturm Bualoi hat nicht nur Flüsse über die Ufer getrieben, sondern auch die Grenzen der Katastrophenvorsorge offengelegt. Zwischen zerstörten Dörfern, improvisierten Notunterkünften und hektischem Krisenmanagement bleibt die Erkenntnis: Das nächste Hochwasser ist keine Frage des ob, sondern des wann.


Quellen: NBT, The Nation, Bangkok Post
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