Tropensturm Kajiki verwüstet Teile Nordthailands - Reisenews Thailand
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29.08.2025

Wetter  

Tropensturm Kajiki verwüstet Teile Nordthailands

Überschwemmungen, Erdrutsch, Tote und Vermisste und schwere Schäden

Tropensturm Kajiki verwüstet Teile Nordthailands - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Thailand kämpft nach dem Durchzug des Tropensturms „Kajiki“ mit massiven Überschwemmungen und Erdrutschen. Besonders die nördlichen und nordöstlichen Regionen des Landes sind betroffen. Nach Angaben der thailändischen Katastrophenschutzbehörde kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, sieben Personen gelten weiterhin als vermisst. Mehr als 6.300 Menschen in 1.800 Haushalten sind direkt von den Folgen des Unwetters betroffen.

Tragödie in Chiang Mai und Mae Hong Son

In der Provinz Chiang Mai riss ein Erdrutsch am Mittwoch vier Menschen in den Tod, fünf weitere Personen wurden verschüttet oder von den Wassermassen mitgerissen. Zudem wurden mindestens 15 Menschen verletzt. Auch in der Nachbarprovinz Mae Hong Son kam ein Mensch ums Leben, nachdem er in den Fluten ertrank.

Die Situation verschärfte sich zusätzlich, weil stundenlange Regenfälle Straßen blockierten und ganze Dörfer von der Außenwelt abschnitten. Einsatzkräfte arbeiteten die gesamte Nacht hindurch, um Straßen freizuräumen, Trümmer zu beseitigen und beschädigte Häuser notdürftig zu sichern. Das Militär setzte mobile Bailey-Brücken ein, um die Verbindung zu abgeschnittenen Gemeinden wiederherzustellen.

Video Schwere Schäden durch Kajiki
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Besonders dramatisch war die Lage in Mae Hong Son: Sturzfluten überschwemmten 13 Unterbezirke und 61 Dörfer in den Distrikten Mueang, Pang Mapha, Khun Yuam und Mae Sariang. Zwei Menschen aus dem Dorf Huai Pong gelten weiterhin als vermisst. Der Gouverneur ordnete den Bau einer Behelfsbrücke an, nachdem der wichtige Highway 108 von reißenden Fluten zerstört worden war.

Mehr als 100 Meter der Huai-Pong-Brücke brachen über dem Mae-Cha-Fluss zusammen. Bis zum 1. September soll eine Bailey-Brücke den Verkehr wieder ermöglichen. Die Provinz bleibt derzeit nur über den Highway 1095 erreichbar, der Chiang Mai mit Pai und Pang Mapha verbindet.

Sukhothai: Yom-Fluss tritt über die Ufer

Tropensturm Kajiki verwüstet Teile Nordthailands - Überschwemmungen, Erdrutsch, Tote und Vermisste und schwere Schäden Symbolfoto 2 © Gerhard Veer
Auch die nördliche Provinz Sukhothai wurde schwer getroffen. Infolge der anhaltenden Regenfälle schwoll der Yom-Fluss an und trat am Donnerstagmorgen an mehreren Stellen über die Ufer. Ganze Deichabschnitte wurden unterspült, sodass sich das Wasser in bewohnte Gebiete ergoss.

Besonders betroffen ist die Gemeinde Khuha Sawan im Bezirk Muang, wo rund 300 Häuser überflutet wurden. Weitere Überschwemmungen traten in den Bezirken Sawankhalok, Sri Nakhon und Sri Samrong auf. In mehreren Gemeinden hielt das Wasser den errichteten Sandsackbarrieren nicht stand. Aus Sicherheitsgründen mussten einige Brücken gesperrt werden.

Aufräumarbeiten und Hilfsmaßnahmen

Video Aufräumsrbeiten im Gange
Start Video Aufräumsrbeiten im Gange
Die thailändischen Behörden stehen nun vor der Mammutaufgabe, Infrastruktur und Wohnhäuser wieder instand zu setzen. Militär und Katastrophenschutz arbeiten rund um die Uhr, um Zufahrtsstraßen zu reparieren und die Versorgung abgeschnittener Dörfer sicherzustellen. Trotz nachlassender Regenfälle bleibt die Lage angespannt.

Nachbeben durch weitere Erdrutsche und erneute Überflutungen können nicht ausgeschlossen werden.
Für die betroffenen Regionen in Nordthailand ist „Kajiki“ einer der heftigsten Tropenstürme der vergangenen Jahre. Besonders Chiang Mai, Chiang Rai, Mae Hong Son und Sukhothai werden noch lange mit den Folgen der Verwüstungen zu kämpfen haben.


Quellen: TNN, Thai PBS, Bangkok Post

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