23.08.2025
Amüsantes
Über den Wolken stinkt die Freiheit grenzenlos - Der Flugpups
Boeing Belly: Warum man im Flugzeug öfter pupst und was wirklich hilft
Warum? Weil sich in der Höhe nicht nur der Blick auf die Wolken verändert, sondern auch der Luftdruck im Bauch. Oder, wie es Gastroenterologin Birgit Terjung charmant erklärt: „Da sitzt die Luft im Darm lockerer und kann entweichen.“ Das Kind hat sogar einen Namen, den Mediziner für dieses Phänomen gegeben haben: „Boeing Belly“.
Klingt niedlich, ist aber in Wahrheit nichts anderes als Physik am Verdauungstrakt. Wenn der Luftdruck sinkt, dehnen sich die Gase im Bauch aus – und suchen den kürzesten Fluchtweg. Das passiert auch am Boden, aber seltener und unauffälliger.
Pupsen im Flieger: Keine Ausstiegsmöglichkeit
Das größte Problem: Man kann nicht einfach kurz „bitte rechts ranfahren“ und eine Flatulenzpause einlegen, auch nicht einfach mal eben „kurz frische Luft schnappen“ – außer man will die Notrutsche betätigen. Also bleibt nur das Verdrücken. Doch Fachleute warnen: Wer Pupse verkneift, riskiert Bauchschmerzen und Druck im Unterleib. Das klingt nicht nur unangenehm, es endet auch oft in einem umso heftigeren akustischen Finale auf der Flugzeugtoilette.Stattdessen sitzt man festgeschnallt zwischen Fremden, die sich – je nach Pech – fragen, ob sie nun Tomatensaft oder Eau de Cologne im Bordservice bekommen haben. Zwar ist erwiesen, dass gelegentliches Schnuppern an Fürzen angeblich gesund sein soll – aber spätestens wenn die komplette Economy Class auf einem Methan-Wölkchen surft, dürfte der Wellness-Faktor enden.
Wissenschaftliche Ansätze
Eine Gruppe dänischer Wissenschaftler hat die Sache einst humorvoll, aber ernsthaft untersucht. Ihr Vorschlag: Aktivkohlefilter in den Sitzpolstern, quasi geruchsdämpfende Anti-Furz-Kissen. Eine brillante Idee, die allerdings bei Airlines vermutlich denselben Enthusiasmus auslöst wie kostenlose Übergepäckfreigrenzen. Denn seien wir ehrlich: Wenn es nicht um Zusatzgebühren geht, bleibt jede Innovation im Cockpit stecken.Immerhin gibt es einen kleinen Trost: Die Kabinenluft wird alle paar Minuten komplett ausgetauscht. Das bedeutet: Der Duft des Desasters verflüchtigt sich schneller, als der Getränkewagen bis zur eigenen Reihe braucht.
Vorbeugung: Fenchel statt Bohnen
Wer es nicht so weit kommen lassen will, muss schon am Boden planen wie ein Diät-General. Die No-Go-Liste liest sich wie die Speisekarte eines zünftigen Gasthofs: Kohl, Bohnen, Zwiebeln, Bananen, Dörrobst, dazu alles Scharfe, Sprudelnde und Koffeinhaltige. Bleibt also: Fenchel gedünstet, Karottensuppe, Kräutertee – kurz: ein kulinarisches Vorprogramm, das selbst im Seniorenheim noch als „leicht bekömmlich“ durchgehen würde.Dazu Tomatensaft – der einzige Drink, den man offenbar ausschließlich im Flugzeug freiwillig bestellt – jetzt wissen wir endlich warum! Auch gründliches Kauen hilft, um Luft im Bauch zu vermeiden. Wer sich im Flugzeug vorkaut wie ein Wiederkäuer, tut also nicht nur was für die Verdauung, sondern auch für die Geruchsbilanz der Kabine.
Und wenn es doch zwickt? Einfach mal im Gang spazieren gehen, Bauch massieren oder – der Klassiker – die Schuld auf den Sitznachbarn schieben. Auch langsames, bewusstes Kauen hilft, denn weniger Luft im Mund bedeutet weniger Luft im Bauch. Allerdings kann man sich jetzt fragen, ist es das wert, denn es sind ja weniger die eigenen Winde, die Übelkeit aufkommen lassen, sondern doch die der Passagiere rechts, links und vor dir. Man kann denen ja kaum klarmachen, dass sie langsamer kauen sollen….
Das Pups-Problem im Flugzeug ist so alt wie der erste Passagierflug. Der Mensch ist eben nicht für 10.000 Meter Höhe gebaut, zumindest nicht gasdicht. Aber tröste dich: Wenn dein Sitznachbar plötzlich sehr angestrengt die Deckenlüftung justiert, weißt du – du bist nicht allein. Über den Wolken mag die Freiheit grenzenlos sein, aber sie riecht nicht immer nach Rosen.
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