12.05.2025
Wetter
Überschwemmungen in Thailand fordern mehrere Opfer
Dutzende Bezirke überflutet, zwölf Tote, Hunderttausende betroffen
Besonders gravierend ist die Lage in den südlichen Provinzen. In Pattani, Narathiwat, Songkhla und Yala herrschen chaotische Zustände. Flüsse traten über die Ufer, Dörfer wurden evakuiert, und die Infrastruktur ist massiv beeinträchtigt. Viele Familien verloren innerhalb weniger Stunden ihr gesamtes Hab und Gut.
In Chumphon wurden die Hauptverkehrsadern zwischen Bangkok und dem tiefen Süden zeitweise unpassierbar – eine logistische Katastrophe für die Region. Der Süden, traditionell ohnehin stark vom Monsun betroffen, wurde von den aktuellen Unwettern völlig unvorbereitet getroffen.
Die thailändische Hauptstadt Bangkok blieb nicht verschont. Am Samstagabend, den 10. Mai, begann gegen 17:45 Uhr ein heftiger Regenguss, der binnen kurzer Zeit zu Überschwemmungen in zahlreichen Stadtteilen führte. Besonders stark betroffen waren Thon Buri, Bang Kapi, Chatuchak und Lat Krabang. Im Bezirk Thawi Watthana wurde eine Regenmenge von 60,5 Millimetern gemessen – eine beachtliche Zahl für einen Sommerschauer. Auch die umliegenden Provinzen Nonthaburi, Pathum Thani und Samut Prakan wurden nicht verschont. Dort kam es ebenfalls zu Überflutungen, Verkehrschaos und Stromausfällen.
Die Küstenstadt Pattaya sowie Nakhon Ratchasima (Korat) im Nordosten erlebten ebenfalls sintflutartige Niederschläge. In Pattaya kam es – ebenfalls am Samstagabend – zu massiven Überschwemmungen in mehreren Stadtteilen. Touristische Hotspots wurden zu Wasserspielen, und zahlreiche Hotels meldeten Schäden.
In Nakhon Ratchasima, einer der wichtigsten Städte im Nordosten Thailands, kam es zu ausgedehnten Überflutungen mehrerer Bezirke. Die Behörden warnten eindringlich vor plötzlich auftretenden Sturzfluten und forderten die Bevölkerung auf, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und gefährdete Gebiete zu meiden.
Die thailändische Meteorologische Abteilung gab für den 12. Mai 2025 eine weitere Unwetterwarnung heraus. Insbesondere die nördlichen, nordöstlichen und südlichen Regionen sollen sich auf weitere schwere Regenfälle und starke Winde einstellen. Touristen wie Einheimische werden dringend gebeten, aktuelle Wetterberichte zu verfolgen und Reisen nur nach sorgfältiger Prüfung der Lage anzutreten.
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