Unwetterwarnung Thailand: 39 Provinzen mit Flut- & Erdrutschgefahr - Reisenews Thailand
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18.08.2026

Wetter  

Unwetterwarnung Thailand: 39 Provinzen mit Flut- & Erdrutschgefahr

Nord- und Nordostthailand betroffen, dazu raue See vor Phuket, Phang Nga und Ranong

Unwetterwarnung Thailand: 39 Provinzen mit Flut- & Erdrutschgefahr - Reisenews Thailand - Symbolfoto 1

Für die kommenden Tage sollten Thailand-Reisende die Wetterlage etwas genauer im Blick behalten. Das thailändische Katastrophenschutzamt DDPM warnt vom 18. bis 21. August vor starken bis sehr starken Regenfällen, die vor allem im Norden und Nordosten des Landes zu Sturzfluten, über die Ufer tretenden Bächen und Flüssen, Erdrutschen sowie lokalen Überschwemmungen führen können. Insgesamt stehen 39 Provinzen unter besonderer Beobachtung.

Verantwortlich für das ungemütliche Wetter ist eine Monsunrinne, die sich über Nordthailand und den oberen Nordosten zieht. Gleichzeitig verstärkt sich der Südwestmonsun über der Andamanensee, Thailand und dem Golf von Thailand. Besonders kritisch beobachten die Behörden Gebiete, in denen innerhalb von 24 Stunden mehr als 90 Millimeter Regen fallen. In Regionen, die regelmäßig von Überschwemmungen betroffen sind, sollen vorsorglich Entwässerungsmaßnahmen verstärkt und Notunterkünfte vorbereitet werden.

Im Norden betrifft die Warnung Mae Hong Son, Chiang Mai, Chiang Rai, Lamphun, Lampang, Phayao, Phrae, Nan, Uttaradit, Tak, Sukhothai, Kamphaeng Phet, Phitsanulok, Phichit, Phetchabun, Nakhon Sawan und Uthai Thani.

Im Nordosten stehen Loei, Nong Khai, Bueng Kan, Nong Bua Lamphu, Udon Thani, Sakon Nakhon, Nakhon Phanom, Kalasin, Mukdahan, Roi Et, Yasothon, Amnat Charoen, Surin, Si Sa Ket und Ubon Ratchathani auf der Warnliste. Hinzu kommen Kanchanaburi, Ratchaburi, Saraburi, Nakhon Nayok, Prachin Buri, Chanthaburi und Trat in Zentral- und Ostthailand.

Auch an der Andamanenküste wird es ungemütlich

Unwetterwarnung Thailand: 39 Provinzen mit Flut- & Erdrutschgefahr - Nord- und Nordostthailand betroffen, dazu raue See vor Phuket, Phang Nga und Ranong Symbolfoto 4
Für Urlauber auf Phuket sowie in Phang Nga und Ranong ist vor allem die Entwicklung auf dem Meer wichtig. Zwischen dem 19. und 21. August soll sich der Seegang in der oberen Andamanensee deutlich verstärken. Erwartet werden Wellen von zwei bis drei Metern, in Gewitterzellen können sie sogar mehr als drei Meter erreichen. In der unteren Andamanensee und im oberen Golf von Thailand werden etwa zwei Meter hohe Wellen erwartet, bei Gewittern ebenfalls mehr.

Unter besonderer Beobachtung stehen sämtliche Bezirke Phukets, in Phang Nga die Gebiete Khura Buri, Takua Pa, Thai Mueang, Takua Thung und Koh Yao sowie in Ranong Mueang Ranong, Kapoe und Suk Samran.

Unwetterwarnung Thailand: 39 Provinzen mit Flut- & Erdrutschgefahr - Nord- und Nordostthailand betroffen, dazu raue See vor Phuket, Phang Nga und Ranong Symbolfoto 3
Wer in diesen Tagen eine Speedboat- oder Longtailboot-Tour geplant hat, sollte deshalb vor der Abfahrt selbst noch einmal Wetter, Wind und Wellenhöhe überprüfen. Die Behörden haben Bootsführer und Fährbetreiber ausdrücklich zu erhöhter Vorsicht aufgefordert. Verschlechtert sich die Situation weiter, sollen Bootsverbindungen gegebenenfalls eingestellt werden.

Und wie immer gilt: Nur weil eine Tour stattfindet, muss man nicht zwingend mitfahren. Eine Trauminsel kann man auch einen Tag später besuchen – drei Meter hohe Wellen diskutieren dagegen eher selten über den Reiseplan.

Vorsicht bei Wasserfällen, Höhlen und in den Bergen

Unwetterwarnung Thailand: 39 Provinzen mit Flut- & Erdrutschgefahr - Nord- und Nordostthailand betroffen, dazu raue See vor Phuket, Phang Nga und Ranong Symbolfoto 1
Starker Regen kann nicht nur Straßen überfluten. Gerade Wasserfälle, Höhlen, Schluchten, Flussufer und bergige Regionen können innerhalb kürzester Zeit gefährlich werden. Besonders tückisch ist, dass es am eigenen Standort noch vergleichsweise ruhig sein kann, während wenige Kilometer weiter oben bereits enorme Regenmengen niedergehen. Ein Bach oder Wasserfall kann dadurch plötzlich stark anschwellen.

Die Behörden sollen gefährdete Naturattraktionen deshalb besonders überwachen und diese bei Bedarf kurzfristig schließen. Reisende sollten solche Sperrungen unbedingt ernst nehmen und überflutete Straßen keinesfalls auf gut Glück mit Auto oder Motorroller durchqueren.

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Grund zur Panik besteht nicht, etwas mehr Aufmerksamkeit ist in den nächsten Tagen aber angebracht. Wer in einer der betroffenen Regionen unterwegs ist, sollte die aktuellen Wetterberichte verfolgen, Ausflüge flexibel planen und insbesondere vor Bootstouren einen Blick auf die Seewetterlage werfen.

Aktuelle Warnmeldungen werden unter anderem über die App „THAI DISASTER ALERT“ verbreitet. Der thailändische Katastrophenschutz DDPM ist außerdem rund um die Uhr über die Hotline 1784 erreichbar.
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