14.08.2026
Koh Samui
Vermisst auf Jetski-Tour: Vater & Kinder treiben Nacht im Meer
Horror-Nacht auf dem Meer: Französische Familie vor Koh Samui gerettet
Die Alarmglocken schrillten am frühen Abend des 13. August. Gegen 18 Uhr meldete ein Jetski-Verleiher am Chaweng Beach den Behörden, dass einer seiner Kunden nicht wie vereinbart zurückgekehrt war. Der 50-jährige Franzose war gegen 17.20 Uhr gemeinsam mit seinen beiden Söhnen im Alter von neun und zwölf Jahren zu einer Fahrt aufgebrochen. Am Strand wartete unterdessen die Mutter der beiden Jungen voller Sorge auf ihre Familie.
Sofort begann eine groß angelegte Suchaktion. Zunächst suchten Mitarbeiter des Verleihs mit mehreren Booten die Küste ab. Wenig später übernahmen die Behörden die Koordination. Polizei, Touristenpolizei, Marinebehörde, Katastrophenschutz, Freiwillige Rettungskräfte und das Bezirksamt von Koh Samui schickten Schnellboote und Jetskis auf das Meer.
Doch die Bedingungen waren alles andere als einfach. Hoher Wellengang mit bis zu vier Meter hohen Wellen machte die Suche zunehmend gefährlich. Gegen ein Uhr nachts musste der Einsatz vorübergehend abgebrochen werden, ohne dass es irgendeine Spur der Vermissten gab. Gleichzeitig versicherten die Einsatzkräfte den Angehörigen, dass die Suche unmittelbar nach Sonnenaufgang fortgesetzt werde.
Genau das geschah am nächsten Morgen. Bereits im Morgengrauen starteten neue Suchtrupps mit zwei Schnellbooten und zehn Jetskis. Gegen 10.30 Uhr dann die erlösende Nachricht: Die drei wurden auf offener See entdeckt.
Die Familie trieb neben ihrem teilweise versunkenen Jetski im Wasser. Der jüngste Sohn hatte sich auf das Fahrzeug gerettet, während der Vater und sein älterer Sohn im Meer ausharrten und den Rettungskräften zuwinkten. Alle drei waren völlig erschöpft, hatten die lange Nacht jedoch überlebt. Alle drei trugen Schwimmwesten. Das bestätigten die Behörden nach der Rettung. Der Vater und beide Söhne wurden erschöpft, aber mit angelegten Rettungswesten gefunden – ein entscheidender Grund, warum sie die Nacht im Meer überleben konnten. Nach der Rettung wurden sie an Land gebracht und zunächst medizinisch untersucht. Ernsthafte Verletzungen wurden nach ersten Informationen nicht bekannt.
Warum die Familie die Nacht auf dem offenen Meer verbringen musste und weshalb der Jetski manövrierunfähig wurde, ist bislang noch nicht offiziell bekannt. Die Behörden wollen die genauen Umstände nun untersuchen. Der Vorfall zeigt jedoch einmal mehr, wie schnell sich die Bedingungen auf dem Meer rund um die thailändischen Inseln ändern können. Besonders in der Monsunzeit können Wind, Strömungen und hoher Wellengang selbst kurze Ausflüge innerhalb weniger Minuten in eine lebensgefährliche Situation verwandeln.
Fragen, die uns beschäftigen
Hier sind einige Fragen und kritische Punkte, die sich uns nach dem Vorfall aufdrängen, ohne vorschnell Schuld zuzuweisen:🤔 Warum sind Miet-Jetskis, die oft mehrere tausend Baht pro Stunde kosten, nicht serienmäßig mit GPS-Trackern ausgestattet? Die Technik ist günstig und könnte im Notfall Leben retten.
🌊 Warum fuhr der Vater mit zwei Kindern so weit hinaus aufs offene Meer? War ihm bewusst, wie schnell sich Wind und Wellen im Golf von Thailand verändern können?
⏰ Warum wurde der Jetski überhaupt noch gegen 17:20 Uhr vermietet? Zu dieser Zeit bleibt bei technischen Problemen oder Orientierungsverlust nur wenig Tageslicht.
📞 Warum fiel erst nach rund 40 Minuten Überzeit auf, dass der Jetski nicht zurückgekehrt war? Gibt es keine elektronische Überwachung der Mietdauer?
🚤 War der Jetski technisch einwandfrei, oder führte ein Defekt zu der Notlage?
🌊 Warum fuhr der Vater mit zwei Kindern so weit hinaus aufs offene Meer? War ihm bewusst, wie schnell sich Wind und Wellen im Golf von Thailand verändern können?
⏰ Warum wurde der Jetski überhaupt noch gegen 17:20 Uhr vermietet? Zu dieser Zeit bleibt bei technischen Problemen oder Orientierungsverlust nur wenig Tageslicht.
📞 Warum fiel erst nach rund 40 Minuten Überzeit auf, dass der Jetski nicht zurückgekehrt war? Gibt es keine elektronische Überwachung der Mietdauer?
🚤 War der Jetski technisch einwandfrei, oder führte ein Defekt zu der Notlage?
Gerade die erste Frage dürfte nach diesem Vorfall künftig an Bedeutung gewinnen. GPS-Tracker kosten heute nur wenige Euro im Monat und könnten die Suche im Ernstfall von vielen Stunden auf wenige Minuten verkürzen. Tatsächlich haben die Behörden von Koh Samui nach der Rettungsaktion bereits angekündigt, künftig den Einbau von GPS-Ortungssystemen an Miet-Jetskis prüfen bzw. vorantreiben zu wollen.
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