08.06.2026
Warnung vor hochgiftigen Portugiesischen Galeeren
Gefährliche „Quallen“ an Phukets und Krabis Stränden gesichtet
Auf Phuket wurden Portugiesische Galeeren zuletzt am Kata Noi Beach entdeckt. Weitere Warnungen betreffen unter anderem Nai Harn Beach, Ya Nui Beach und die Gegend um Racha Island. Die Behörden und Lifeguards haben Warnschilder aufgestellt und die Überwachung verstärkt. Besonders während der Monsunzeit können Wind, Strömungen und hohe Wellen solche Tiere an die Strände spülen.
Auch in Krabi ist die Lage ernst. Dort wurden Portugiesische Galeeren in Bereichen des Mu Ko Lanta Nationalparks und des Hat Noppharat Thara–Mu Ko Phi Phi Nationalparks gefunden. Betroffen waren unter anderem Bereiche bei Laem Tanod sowie auf Phi Phi Don, darunter Ao Ling und Sam Hat. In den betroffenen Gebieten wurden rote Flaggen gesetzt und das Schwimmen verboten. Patrouillen laufen weiter, auch per Boot.
Das Tückische: Die Portugiesische Galeere sieht für viele Strandbesucher erst einmal hübsch aus. Ein bläulich-violetter Schwimmkörper, fast wie ein kleines Segel oder eine aufgeblasene Plastiktüte. Genau das macht sie gefährlich. Kinder, neugierige Urlauber oder Selfie-Sammler könnten versucht sein, sie anzufassen. Bitte nicht. Wirklich nicht. Auch wenn sie tot am Strand liegt, können ihre Tentakel noch giftig sein und weiter nesseln.
Der Kontakt kann starke brennende Schmerzen, Schwellungen, Hautreizungen, rote Striemen, Übelkeit, Atemprobleme oder in schweren Fällen allergische Reaktionen auslösen. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen, Allergiker und Personen mit Herz- oder Atemproblemen. Bei schweren Symptomen sollte sofort medizinische Hilfe geholt werden.
Wichtig ist auch: Nicht mit Süßwasser abspülen und nicht reiben. Die Behörden empfehlen, betroffene Stellen mit Meerwasser zu spülen und bei stärkeren Beschwerden schnell ärztliche Hilfe aufzusuchen. In Krabi wird außerdem geraten, verdächtige Tiere sofort Lifeguards oder Parkpersonal zu melden, Schuhe am Strand zu tragen und rote Flaggen strikt zu beachten.
Für Urlauber heißt das nicht, dass man jetzt panisch den Thailandurlaub abbrechen muss. Aber man sollte gerade an der Andamanenküste sehr aufmerksam sein. Wer am Strand etwas Blaues, Violettes, Schleimiges oder Fadenartiges sieht, fasst es nicht an. Auch nicht mit „nur mal kurz“. Auch nicht für ein Foto. Und schon gar nicht, weil der Schwager behauptet, er kenne sich aus, seit er 2009 mal eine Doku über Australien gesehen hat.
Besonders vorsichtig sollte man aktuell an Stränden auf Phuket, rund um Phi Phi, Koh Lanta und in den betroffenen Nationalparkbereichen von Krabi sein. Warnflaggen, Hinweise der Lifeguards und Anweisungen von Nationalparkpersonal sollten unbedingt beachtet werden. Wenn rote Flaggen stehen, ist das kein dekorativer Farbtupfer für Urlaubsfotos, sondern ein ziemlich klares „Bitte nicht ins Wasser“.
Die wichtigste Regel ist einfach: Nicht anfassen, nicht einsammeln, nicht fotografisch herumexperimentieren, nicht baden, wenn Warnungen ausgesprochen sind. Die Portugiesische Galeere ist kein Souvenir, kein Spielzeug und kein „interessantes Meeresding“. Sie ist ein giftiges Tier, das man am besten aus sicherer Entfernung bewundert – oder noch besser: dem Lifeguard meldet und dann sehr elegant woanders spazieren geht.
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