01.09.2026
Wetter
Wetterwarnung für Thailand: Starkregen, Sturzfluten und hohe Wellen
⚠️ Besondere Vorsicht bei Bootsfahrten im Süden
Der thailändische Wetterdienst TMD warnt aktuell vor starken bis sehr starken Regenfällen in weiten Teilen des Landes. Besonders betroffen sind Teile des Nordens, Nordostens, Ostens sowie westliche Gebiete der Zentralregion. Durch bereits gefallene und weitere erwartete Niederschläge steigt die Gefahr von Sturzfluten, über die Ufer tretenden Bächen und Flüssen sowie Erdrutschen. Besonders gefährdet sind tiefer gelegene Gebiete, Regionen entlang von Wasserläufen und Orte an Berghängen.
Die aktuelle Wetterlage wird durch eine Monsunrinne über Nord- und Nordostthailand sowie einen weiterhin recht kräftigen Südwestmonsun über der Andamanensee, Thailand und dem Golf von Thailand verursacht.
⚠️ Besondere Vorsicht bei Bootsfahrten
Für Urlauber im Süden ist vor allem die Warnung für die See wichtig.In der nördlichen Andamanensee werden aktuell Wellen von 2 bis 3 Metern erwartet. In Gewittergebieten können sie auf mehr als 3 Meter anwachsen. Im südlicheren Teil der Andamanensee werden etwa 2 Meter, während Gewittern ebenfalls mehr als 3 Meter erwartet.
Betroffen sind damit insbesondere Seegebiete vor der Westküste mit beliebten Urlaubszielen wie Phuket, Phang Nga, Khao Lak und den weiter nördlich gelegenen Inseln. Für Phuket und nördlich davon nennt der TMD Südwestwinde von 20 bis 40 km/h sowie zwei bis drei Meter hohe Wellen. Kleine Boote sollen in der oberen Andamanensee bis einschließlich 2. September an Land bleiben.
Größere Schiffe werden aufgefordert, besonders vorsichtig zu fahren und Gewittergebiete unbedingt zu meiden. Auch im Golf von Thailand kann es ungemütlich werden. Im oberen Golf liegen die Wellen derzeit um 2 Meter, bei Gewittern können sie über zwei Meter erreichen. Für sämtliche Schiffe gilt deshalb auch dort: Wetterentwicklung beobachten und Gewitterzellen meiden.
Fähre ist nicht gleich Speedboat
Für Urlauber bedeutet die Warnung nicht automatisch, dass sämtliche Fähren und Ausflugsboote eingestellt werden. Die Entscheidung treffen Betreiber und Behörden abhängig von Route, Schiffstyp und aktueller Wetterlage.
Bei Speedboat-Ausflügen, Longtailbooten und kleineren Ausflugsbooten sollte man derzeit aber lieber einmal mehr nachfragen, bevor man losfährt. Wenn ein Anbieter wegen des Wetters absagt, ist das kein schlechter Service, sondern möglicherweise eine ausgesprochen vernünftige Entscheidung.
Gerade bei Gewittern kann sich der Seegang innerhalb kurzer Zeit erheblich verschlechtern. Ein morgens noch recht friedlich wirkendes Meer ist deshalb keine Garantie für einen gemütlichen Nachmittag auf dem Wasser.
Sturzfluten auch im Landesinneren möglich
Wie schnell sich die Situation entwickeln kann, zeigte gerade Saraburi, wo Urlauber nach heftigen Regenfällen aus einer überfluteten Unterkunft gerettet werden mussten.Der TMD warnt deshalb ausdrücklich davor, bei Starkregen die Gefahr durch kleine Flüsse, Bäche und Wasserfälle zu unterschätzen. Besonders an Berghängen können große Wassermengen aus höher gelegenen Gebieten eintreffen, obwohl es am eigenen Standort vielleicht gar nicht außergewöhnlich stark regnet.
Die gute Nachricht: Der kräftige Südwestmonsun soll sich ab dem 3. September etwas abschwächen. Regen und örtlich starke Niederschläge bleiben allerdings auch danach möglich. Die tropische Depression über Südchina soll sich unterdessen verstärken und am 3. und 4. September in Richtung Taiwan ziehen.
Nach derzeitiger Prognose des TMD zieht dieses System nicht nach Thailand. Unser Tipp: Bei geplanten Insel- und Bootsausflügen kurzfristig die Wetterlage prüfen, Warnungen der Behörden ernst nehmen und eine wetterbedingte Absage lieber akzeptieren. Die Insel ist morgen schließlich auch noch da – und eine kostenlose Achterbahnfahrt im Speedboat muss man nicht unbedingt mitnehmen. 😉
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