04.11.2025
Phuket
Wieder zwei Tote und ein Vermisster an Phukets Stränden
Zwei Badeunfälle in zwei Tagen wegen missachteter roter Flaggen
Die Vorfälle ereigneten sich trotz klar sichtbarer Warnungen vor gefährlichen Strömungen durch rote Flaggen. Die Behörden rufen eindringlich zur Vorsicht auf.
🕯️ Zwei thailändische Familienmitglieder in Bang Tao ertrunken
Am Samstag, dem 1. November, wagten sich der 42-jährige Phumisak Chantajaem und sein 13-jähriger Neffe Natthawipa Sriprasit trotz rauer See ins Wasser am Bang Tao Beach. Beide stammen aus dem Ort Baan Phru Somphan in Thepkrasattri. Laut Aussagen der Rettungskräfte schwammen sie in der Mitte des Strandes, als sie von kräftigen Wellen überrascht und aufs offene Meer hinausgezogen wurden.Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen durch die örtlichen Rettungsschwimmer verschwand das Duo innerhalb kürzester Zeit unter der Wasseroberfläche. Zu diesem Zeitpunkt waren entlang des gesamten Strandes deutlich sichtbare rote Warnflaggen gehisst – ein klares Signal, dass das Baden verboten ist.
Die großangelegte Suche wurde von Thalang-Distriktleiter Siwat Rawangkun koordiniert. Daran beteiligt waren neben der Polizei von Cherng Talay auch lokale Verwaltungshelfer, Taucher der Kusoldharm-Stiftung, Rettungsschwimmer sowie sechs Jetskis, Drohnen und Küstenpatrouillen. Die Suche begann am Samstag gegen 14:30 Uhr, musste jedoch gegen 18:20 Uhr wegen verschlechterter Wetterbedingungen abgebrochen werden.
Am Sonntagmorgen wurde der Sucheinsatz fortgesetzt, allerdings erneut von starkem Wellengang behindert. Erst am späten Abend des 2. November konnten Patrouillen die Leichen der beiden Vermissten in der Nähe des ursprünglichen Unfallortes im Wasser lokalisieren.
Die Angehörigen wurden über den Fund informiert. Die Verstorbenen wurden zur Durchführung religiöser Zeremonien überstellt. Die Behörden bekräftigten in einer Stellungnahme nochmals, dass weiterhin rote Flaggen an vielen Stränden Phukets wehen, insbesondere an der Westküste, wo die Monsunwellen lebensgefährlich stark sind.
🚨 Russischer Tourist an Nai Thon Beach vermisst
Nur einen Tag später, am Sonntagmorgen (3. November), ereignete sich ein weiterer dramatischer Zwischenfall: Gegen 9:00 Uhr wurde ein 31-jähriger russischer Tourist, Dmitrii Zakutskii, am südlichen Abschnitt des Nai Thon Beach von einer Welle erfasst und ins Meer gezogen. Laut Aussagen seiner Begleiterin war er mit Freunden schwimmen, als ihn eine besonders starke Welle unter Wasser riss. Er tauchte nicht wieder auf.Die Polizei wurde um 10:14 Uhr alarmiert und rückte gemeinsam mit Rettungskräften der Sakhu-Verwaltungseinheit sowie Tauchern der Kusoldharm-Stiftung an. Trotz sofort eingeleiteter Suchaktionen – inklusive Tauchgängen – wurde Zakutskii bislang nicht gefunden. Die Suche gestaltet sich aufgrund der rauen See weiterhin schwierig. Polizei und Rettungskräfte setzen sie dennoch unermüdlich fort. Auch in diesem Fall wird betont, dass vor Ort rote Warnflaggen ausgehängt waren – dennoch wird immer wieder gegen diese lebenswichtigen Hinweise verstoßen.
Update: Weiterer Ertrinkungsfall
Nur einen Tag später melden die Behörden Phukets einen weiteren Ertrunkenen am Nai Thon Beach. Am frühen Nachmittag des 4. November ereignete sich am Nai Thon Beach ein weiterer tragischer Badeunfall. Der 22-jährige Urlauber aus Myanmar wurde gegen 14:30 Uhr von Rettungskräften aus der starken Brandung gezogen, nachdem Passanten ihn leblos im Wasser entdeckt hatten. Helfer der Einheit Sakhu Rescue brachten ihn sofort an den Strand, wo sie umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen begannen. Anschließend wurde der junge Mann mit einem Rettungsfahrzeug ins Thalang Hospital gebracht. Trotz aller Bemühungen der Ärzte konnte dort jedoch nur noch sein Tod festgestellt werden.Auch der leblose Körper des russischen Urlaubers konnte geborgen werden.
⚠️ Warnung der Behörden
Angesichts der sich ständig wiederholenden Tragödien appellieren die Behörden eindringlich an alle Einheimischen und Touristen, die Hinweise der Rettungskräfte ernst zu nehmen. Rote Flaggen bedeuten absolutes Badeverbot – unabhängig davon, ob das Meer auf den ersten Blick ruhig erscheint.Vor allem in der Monsunzeit zwischen Mai und November kann sich die See schlagartig ändern. Strömungen und Wellen entwickeln oft eine unterschätzte Kraft. Selbst gute Schwimmer geraten dabei schnell in lebensbedrohliche Situationen. Rund 25 Personen sind in den letzten Monsun-Monaten nach Missachtung der Beflaggung verstorben, einige konnten durch den lebensgefährlichen Einsatz der Rettungskräfte gerettet werden. Wer rote Flaggen ignoriert, bringt nicht nur sich selbst, sondern auch die Retter in Gefahr.
Quellen: Phuket Times, Khao Phuket
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