21.01.2025
Umwelt
Zuckerrohr ohne Flammen: Thailands Weg zur Smogminderung
Strafen und Förderausschluss bei Feldbränden für Landwirte
Die thailändische Regierung hat 2025 einschneidende Maßnahmen zur Bekämpfung des Abbrennens von Zuckerrohrfeldern und der damit verbundenen PM2,5-Feinstaubbelastung eingeführt. Diese Maßnahmen wurden aufgrund der wachsenden Luftverschmutzungskrise und ihrer schwerwiegenden Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit, die Lebensqualität und die Umwelt verschärft.
Strikte neue Regelungen ab 17. Januar 2025
Das Landwirtschaftsministerium hat am 17. Januar 2025 strengere Vorschriften erlassen, die insbesondere Landwirte bestrafen sollen, die ihre Felder abbrennen. Der stellvertretende Minister Itthi Sirilatthayakorn unterzeichnete die Ankündigung und hob hervor, dass das landwirtschaftliche Abbrennen einen erheblichen Beitrag zur Verschlechterung der Luftqualität zusteuert. Die Praxis erzeuge Rauch und Feinstaub, der sich über weite Gebiete ausbreite und erhebliche Risiken für die Bevölkerung darstelle.Strafen für Feldbrände
Basierend auf einer Kabinettsresolution vom 9. April 2024 wird Landwirten, die ihre Felder abbrennen, jegliche staatliche Unterstützung entzogen. Der Zeitraum, in dem diese Regelung gilt, ist vom 17. Januar bis zum 31. Mai 2025. Ab dem 1. Juni 2025 droht Landwirten, die in diesem Zeitraum beim Abbrennen erwischt werden, eine zweijährige Sperre für alle staatlichen Förder- und Ausbildungsprogramme bis zum 31. Mai 2027.Ankaufspolitik von Zuckerfabriken
Das Industrieministerium hat Zuckerfabriken angewiesen, den Anteil von verbranntem Zuckerrohr, den sie ankaufen dürfen, zu reduzieren. Im Erntejahr 2024/2025 wurde der erlaubte Anteil auf 25 % festgelegt. Einige Fabriken, wie die Thai Sugar Udon Thani-Mühle, haben diese Grenze bereits überschritten, was zu Protesten von Landwirten führte, deren Ernte nicht mehr abgenommen wurde.Exklusion von Förderprogrammen
Alle Behörden, die Landwirte durch Programme unterstützen, sind verpflichtet, Teilnehmer zu überprüfen und diejenigen auszuschließen, die in der Vergangenheit landwirtschaftliches Abbrennen praktiziert haben. Diese Maßnahme stellt einen der bisher stärksten Ansätze der Regierung dar, um die schädliche Praxis einzudämmen.Weitere Maßnahmen gegen Abbrennen
Zusätzlich zu den verschärften Regelungen hat die Regierung die im Jahr 2024 eingeführten Initiativen ausgeweitet:- Streichung von Subventionen
Landwirte, die ihre Felder abbrennen, erhalten keine staatlichen Subventionen mehr. - Überwachung durch eine Task Force
Eine spezialisierte Einheit überwacht und meldet Verstöße. - Förderung alternativer Methoden
Die Regierung bietet finanzielle Anreize für umweltfreundliche Alternativen, wie den Einsatz von Maschinen und die Umwandlung von Ernteresten in Dünger.
Diese strengen Maßnahmen sollen nicht nur die Luftqualität verbessern, sondern auch langfristig die Gesundheit und Lebensqualität der thailändischen Bevölkerung schützen. Es bleibt jedoch eine Herausforderung, die Einhaltung durchzusetzen und Landwirte davon zu überzeugen, auf umweltfreundlichere Methoden umzusteigen. Nun bleibt zu hoffen, dass al diese Regelungen auch überwacht und energisch durchgesetzt werden.
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