Mutiny - Jason Statham räumt diesmal in Bangkok auf - Thailand Blog
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Kultur  

Mutiny - Jason Statham räumt diesmal in Bangkok auf

Bangkok aus London: Die Thailand-Kulisse in Jason Stathams Mutiny

Mutiny - Jason Statham räumt diesmal in Bangkok auf - Thailand Blog - Symbolfoto 1

Es gibt Schauspieler, die verschwinden vollkommen in ihren Rollen. Und dann gibt es Jason Statham. Bei ihm hat man inzwischen eher das Gefühl, er spiele seit 20 Jahren denselben extrem schlecht gelaunten Spezialagenten, der für jeden neuen Auftrag lediglich einen neuen Namen und eine neue Berufsbezeichnung bekommt. 😁

In „Mutiny“ (2026) heißt er diesmal Cole Reed. Früher Polizist und Royal-Marine-Commando, inzwischen Sicherheitschef und Leibwächter des wohlhabenden thailändischen Schifffahrtsunternehmers Tibu Campallo. Und der sitzt mit seinem Unternehmen ausgerechnet in Bangkok. Damit bekommt Thailand in Stathams neuestem Actionfilm eine durchaus prominente Rolle – zumindest in der Geschichte.

Die Story

Die Handlung beginnt rund um Campallos international tätige Reederei in Bangkok. Zwischen dem Unternehmer und seinem britischen Bodyguard besteht längst mehr als ein normales Arbeitsverhältnis. Reed hat Campallo Jahre zuvor das Leben gerettet, der Geschäftsmann betrachtet ihn inzwischen beinahe als Teil seiner Familie.

Mutiny - Jason Statham räumt diesmal in Bangkok auf - Bangkok aus London: Die Thailand-Kulisse in Jason Stathams Mutiny Symbolfoto 1
Doch Campallo möchte sein Unternehmen verkaufen – und wie wir aus Actionfilmen wissen, sollte ein freundlicher Milliardär niemals wichtige geschäftliche Entscheidungen treffen, wenn Jason Statham gerade sein Bodyguard ist.

Reed kann den Anschlag nicht verhindern und wird anschließend auch noch selbst für den Mord verantwortlich gemacht. Damit sind die notwendigen Zutaten vollständig: toter Freund, falsche Anschuldigung, internationale Verschwörung und ein ausgesprochen verärgerter Jason Statham.

Mutiny - Trailer (deutsch/german; FSK 16)



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Um herauszufinden, wer hinter dem Mord steckt, schleicht sich Reed auf den Frachter Artemis, der zum Unternehmen seines ehemaligen Arbeitgebers gehört. Dort entdeckt er nicht nur eine Verbindung zur Ermordung Campallos, sondern auch einen Menschenhändlerring und zahlreiche Gefangene in einem Container. Aus dem Bangkok-Thriller wird damit ziemlich schnell „Die Hard auf einem Containerschiff“. Annabelle Wallis spielt die dritte Offizierin Angie, Roland Møller den korrupten Kapitän Marko Madsen, während Adrian Lester als US-Marineoffizier auftaucht. Regie führte der Franzose Jean-François Richet, der bereits mit „Plane“ einen ziemlich geradlinigen Actionfilm abgeliefert hatte.

Bangkok ist nicht Bangkok

Für Thailand-Fans wird es nun interessant: Obwohl ein wichtiger Teil der Handlung in Bangkok spielt, wurde „Mutiny“ offenbar überhaupt nicht in Thailand gedreht.

Mutiny - Jason Statham räumt diesmal in Bangkok auf - Bangkok aus London: Die Thailand-Kulisse in Jason Stathams Mutiny Symbolfoto 3
Die Dreharbeiten begannen im September 2024 in Großbritannien. Für die modernen Hochhaus- und Geschäftsszenen wurde unter anderem rund um Canary Wharf in London gedreht. Dokumentiert ist beispielsweise die zeitweise Sperrung des Eingangsbereichs von One Canada Square für die Produktion. Anschließend zog das Filmteam nach Malta, wo insbesondere die maritimen Szenen entstanden. IMDb führt entsprechend Großbritannien und Malta als Produktionsorte.

Das ist also ein schönes kleines Filmrätsel für Bangkok-Kenner: Man sieht im Film eine Geschichte, die ausdrücklich in der thailändischen Hauptstadt angesiedelt ist – nur stand Jason Statham bei den entsprechenden Dreharbeiten größtenteils ein paar Tausend Kilometer weiter westlich.

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Gerade Canary Wharf eignet sich mit seinen gläsernen Bürotürmen, modernen Plätzen und international wirkenden Geschäftskomplexen natürlich hervorragend, um das Umfeld eines milliardenschweren asiatischen Schifffahrtskonzerns darzustellen. Ergänzt um passende Establishing Shots und digitale Nachbearbeitung lässt sich daraus filmisch problemlos Bangkok machen.

Thailand liefert die Geschichte – Malta das Meer

Nachdem Reed Bangkok verlassen hat, verlagert sich ein Großteil des Films auf die Artemis. Die engen Gänge, Maschinenräume, Container und Decks des riesigen Frachters werden zum eigentlichen Spielfeld.

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Gedreht wurde dieser Teil überwiegend in und um Malta, dessen Häfen, maritime Infrastruktur und Filmstudios seit Jahrzehnten internationale Großproduktionen anziehen. Die Produktion lief dort bis November 2024.

Und spätestens auf dem Schiff läuft „Mutiny“ nach einem ausgesprochen bewährten Statham-Rezept: Gegner taucht auf, Gegner trifft Statham, Gegner hätte besser einen anderen Beruf gewählt. Filmisch revolutionär ist das nicht – aber Statham-Fans wissen ohnehin ziemlich genau, wofür sie ihre Kinokarte kaufen.

Jason Statham spielt wieder Jason Statham

Die Kritiken fallen entsprechend gemischt aus. RogerEbert.com beschreibt Statham inzwischen praktisch als Ein-Mann-Franchise, während „Time Out“ den Film als maritime Variante von „Under Siege“ betrachtet. Der Guardian sieht einen konventionellen, aber durchaus brauchbaren Actionthriller.

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Und tatsächlich könnte man langsam eine Theorie entwickeln:Vielleicht beruft Jason Statham irgendwann eine Pressekonferenz ein und erklärt, dass wir seit zwei Jahrzehnten einem gigantischen Hollywood-Geheimprojekt aufgesessen sind.

Psssstt...Transporter Frank Martin, Beekeeper Adam Clay, Levon Cade aus „A Working Man“, Mason aus „Shelter“ und nun Cole Reed aus „Mutiny“ waren in Wahrheit immer derselbe britische Geheimagent. Nur benutzt er bei jeder Mission einen anderen Namen. Und während James Bond für seinen neuen Auftrag einen Aston Martin, einen maßgeschneiderten Smoking und irgendwelche Q-Gadgets bekommt, erhält Statham offenbar lediglich einen Zettel: „Du heißt diesmal Cole. Bangkok. Reederei. Böse Jungs. Den Rest kennst du.“ 😂


Kinostart: 21. August 2026
Regie: Jean-François Richet
Laufzeit: rund 95 Minuten
Darsteller: Jason Statham, Annabelle Wallis, Roland Møller, Adrian Lester, Ramon Tikaram
Genre: Action/Thriller
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