Khanom - Koh Samui Thailand
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Khanom - Koh Samui

Unentdecktes Khanom - Thailands entspannter Süden ohne Touristenrummel

Rosa Delfine, einsame Strände und ganz viel echtes, wunderbar unaufgeregtes Thailand


Zoom  Khanom Koh Samui - 1

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Nur einen Katzensprung von Koh Samui entfernt auf dem Festland und eine völlig andere Welt: Traumstrände, Kokospalmen, rosa Delfine und ein Stück Thailand, das sich seine Ursprünglichkeit bewahrt hat.

Wer schon einmal auf Koh Samui war, kennt das: schicke Beachclubs, gut gefüllte Strände, internationale Restaurants, Wellnessresorts und eine touristische Infrastruktur, bei der man eigentlich auf nichts verzichten muss. Schön ist das durchaus. Aber manchmal möchte man im Thailandurlaub einfach etwas anderes erleben. Weniger Liegestuhlreihen, weniger Verkehr, weniger „Hello my friend, massage?“ – und dafür mehr Ruhe, Natur und echtes thailändisches Alltagsleben.

Genau dafür gibt es Khanom, einen kleinen Küstenort in der Provinz Nakhon Si Thammarat, direkt am Golf von Thailand. Luftlinie liegt die Küste nur rund 30 Kilometer südlich von Koh Samui, und trotzdem könnten die beiden Urlaubsziele unterschiedlicher kaum sein.

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Während sich auf Samui die Beachclubs um die besten Sonnenuntergänge bemühen, sitzen in Khanom die Einheimischen abends am Strand, lassen die Kinder im Sand spielen und genießen gemeinsam ein Abendessen. Hier gibt es keine kilometerlangen Einkaufsstraßen, keine großen Partymeilen und keine Armada von Ausflugsverkäufern. Dafür aber kilometerlange Sandstrände, grüne Berge, kleine Fischerdörfer und eine wunderbar entspannte Atmosphäre.

Khanom ist kein Ort für Urlauber, die jeden Abend ein neues Unterhaltungsprogramm brauchen. Es ist ein Ort für Menschen, die Thailand genießen möchten, ohne ständig daran erinnert zu werden, dass sie Touristen sind.

Die Strände von Khanom – kilometerlang und erstaunlich menschenleer

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Der bekannteste ist der Hat Nadan (Nadan Beach), ein mehrere Kilometer langer, heller Sandstrand mit Kokospalmen, vereinzelten Resorts und einer Ruhe, die man an vielen anderen Urlaubsorten inzwischen teuer bezahlen muss. Selbst in der Hauptsaison findet man hier häufig noch Strandabschnitte, an denen weit und breit kaum jemand zu sehen ist.

Weiter südlich liegt der Nai Phlao Beach, eingerahmt von grünen Hügeln und einer hübschen Küstenlandschaft. Hier stehen einige kleine Hotels und Restaurants, aber auch dieser Strand ist weit entfernt vom touristischen Trubel der bekannten Ferieninseln.

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Besonders schön: Man braucht in Khanom nicht unbedingt einen Strandclub, um einen tollen Tag am Meer zu verbringen. Ein Handtuch, ein schattiges Plätzchen unter einer Palme, ein kühles Getränk und ein gutes Buch reichen völlig aus.

Allerdings sollte man wissen, dass die Strände nicht überall gleich gut zum Schwimmen geeignet sind. Vor allem während des Nordostmonsuns können kräftige Wellen, Strömungen und trübes Wasser das Badevergnügen einschränken. Wer ausschließlich wegen spiegelglatten Badewassers kommt, sollte seine Reisezeit entsprechend wählen.

Rosa Delfine – Khanoms ungewöhnlichste Bewohner

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Eine der bekanntesten Attraktionen Khanoms sind seine rosa Delfine. Und nein, das ist keine Erfindung einer besonders kreativen Tourismusagentur nach dem dritten Cocktail. In den Küstengewässern rund um Khanom leben Indopazifische Buckeldelfine, deren Haut bei erwachsenen Tieren teilweise eine auffällige rosafarbene Färbung annimmt. Die Tiere sind selten und stehen unter Schutz.

Von kleinen Fischerhäfen, insbesondere rund um Laem Prathap, werden Bootsausflüge angeboten, bei denen man mit etwas Glück die Delfine in freier Wildbahn beobachten kann. Häufig geht es dabei auch entlang der beeindruckenden Kalksteinformationen und kleinen Inseln vor der Küste.

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Eine Garantie für Sichtungen gibt es selbstverständlich nicht. Schließlich sind Delfine keine Angestellten des örtlichen Tourismusbüros, die pünktlich zum Fototermin erscheinen. Wichtig ist, einen verantwortungsvollen Bootsführer zu wählen, der ausreichend Abstand hält, die Tiere nicht verfolgt und sie weder füttert noch bedrängt. Gerade die Seltenheit dieser Delfine macht ihren Schutz besonders wichtig.

Sehenswertes und Attraktionen

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Wer glaubt, Khanom bestehe nur aus Stränden und ein paar Fischerbooten, sollte sich unbedingt ein Fahrzeug mieten und das Hinterland erkunden. Denn direkt hinter der Küste beginnen grüne Hügel, tropische Wälder, Kautschukplantagen und kleine Dörfer, in denen das Leben noch weitgehend seinen gewohnten Gang geht.

Besonders reizvoll ist die Küstenstraße von Khanom nach Sichon, die sich südlich von Nai Phlao durch die bewaldeten Hügel rund um Khao Phlai Dam schlängelt. Immer wieder eröffnen sich herrliche Ausblicke auf das Meer, versteckte Buchten und die üppig grüne Landschaft. Eine Strecke, auf der man am liebsten alle paar hundert Meter anhalten möchte, um ein neues Foto zu machen.

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Ein weiteres Ausflugsziel ist die Khao-Wang-Thong-Höhle im Landesinneren. Hinter ihrem unscheinbaren Eingang verbirgt sich eine faszinierende unterirdische Welt aus Tropfsteinen, großen Kammern und bizarren Felsformationen. Der Besuch ist allerdings keine gemütliche Promenade auf beleuchteten Betonwegen. Teilweise geht es über unebene Stufen und durch enge Passagen, weshalb festes Schuhwerk und ein örtlicher Führer empfehlenswert sind.

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Naturfreunde können außerdem den Samet-Chun-Wasserfall besuchen. Besonders nach ausreichenden Regenfällen lohnt sich der Abstecher in die grüne Hügellandschaft. In trockenen Monaten kann aus dem Wasserfall allerdings auch ein eher bescheidenes Rinnsal werden. Dafür bietet die Umgebung schöne Aussichtspunkte auf die Küste.

Und dann wäre da noch Sichon selbst, ein ebenfalls vergleichsweise ruhiger Küstenort südlich von Khanom. Wer noch mehr ursprüngliche Strände, lokale Restaurants und südthailändisches Kleinstadtleben erleben möchte, kann beide Orte wunderbar miteinander verbinden.

Essen wie die Einheimischen

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In Khanom wird man kulinarisch nicht gerade unterversorgt. Nur sieht die Restaurantlandschaft etwas anders aus als auf Samui. Statt internationaler Speisekarten mit Pizza, Burgern, Schnitzel und Sushi findet man hier viele kleine thailändische Lokale, einfache Strandrestaurants und Garküchen, in denen vor allem das auf den Tisch kommt, was die Region zu bieten hat.

Frischer Fisch, Garnelen, Tintenfisch und Muscheln gehören ebenso dazu wie die kräftig gewürzte Küche Südthailands. Besonders beliebt sind aromatische Currys, Fischgerichte mit Chili und Limette oder Khanom Jeen, dünne Reisnudeln mit verschiedenen würzigen Saucen und einer großen Auswahl an frischem Gemüse.

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Wer die südthailändische Küche noch nicht kennt, sollte allerdings wissen, dass „ein bisschen scharf“ hier durchaus eine andere Bedeutung haben kann als in einem deutschen Thai-Restaurant. Manchmal hat man das Gefühl, der Koch wolle nicht nur den Hunger vertreiben, sondern gleich sämtliche Nebenhöhlen gründlich reinigen.

Dafür bekommt man in vielen Lokalen ausgesprochen gutes Essen zu Preisen, die häufig unter denen der bekannten Touristenhochburgen liegen. Am schönsten ist ein Abend in einem kleinen Restaurant direkt am Meer, mit gegrilltem Fisch, einem kühlen Getränk und dem Rauschen der Wellen. Viel mehr braucht es eigentlich nicht.

Das Nachtleben? Herrlich unspektakulär!

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Wer von Koh Samui kommt und abends die nächste Strandparty, einen großen Nachtmarkt oder eine Barmeile sucht, könnte in Khanom zunächst etwas irritiert sein. Denn hier passiert nach Sonnenuntergang erstaunlich wenig. Einige Strandbars, Restaurants und kleine Lokale sorgen zwar für gemütliche Abende, aber ein ausgeprägtes Nachtleben sucht man weitgehend vergeblich.

Und genau das ist für viele Urlauber der größte Luxus. Statt bis morgens um vier zu feiern, sitzt man mit einem Getränk am Meer, hört die Wellen und beobachtet vielleicht ein paar Fischerboote am Horizont. Manchmal gibt es Livemusik, manchmal hört man nur Grillen und Frösche. Khanom ist eben kein Ort, der seine Gäste rund um die Uhr bespaßen möchte. Hier darf man sich tatsächlich einmal langweilen – und stellt nach kurzer Zeit fest, wie unglaublich angenehm das sein kann.

Übernachten in Khanom

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Auch bei den Unterkünften geht Khanom einen etwas anderen Weg. Zwar gibt es inzwischen einige komfortable Boutiquehotels, moderne Poolvillen und ansprechende Strandresorts, doch riesige Hotelkomplexe mit mehreren hundert Zimmern sind hier bislang die Ausnahme.

Viele Unterkünfte liegen direkt am Strand oder verstecken sich in tropischen Gärten. Die Atmosphäre ist oft familiärer als in den großen Ferienzentren, und manche Resorts bieten genau das, was man sich von einem entspannten Thailandurlaub wünscht: ein schönes Zimmer, ein gutes Frühstück, einen Pool und das Meer praktisch vor der Haustür.

Die Auswahl reicht von einfachen Bungalows und kleinen Gästehäusern bis zu durchaus luxuriösen Anlagen. Besonders entlang des Nadan Beach und am Nai Phlao Beach findet man eine gute Mischung unterschiedlicher Kategorien. Wichtig ist allerdings die Lage. Khanom erstreckt sich über ein relativ großes Gebiet, und nicht jede Unterkunft liegt in fußläufiger Entfernung zu Restaurants oder Geschäften.

Wer ohne eigenes Fahrzeug unterwegs ist, sollte deshalb bei der Buchung darauf achten, dass sich zumindest einige Essensmöglichkeiten in der Nähe befinden.

Beste Reisezeit – wenn der Golf von Thailand mitspielt

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Khanom liegt an der Ostküste der südthailändischen Halbinsel und hat deshalb ein anderes Wettergeschehen als Phuket, Krabi oder Khao Lak an der Andamanensee.

Besonders angenehm sind häufig die Monate Februar bis August, wobei es auch in dieser Zeit tropische Regenschauer geben kann. Von März bis Mai wird es oft sehr heiß, während der Sommer durchaus gute Bedingungen für einen entspannten Strandurlaub bieten kann. Die regenreichste Phase fällt gewöhnlich in die Monate November und Dezember.

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Dann kann der Nordostmonsun für heftige Niederschläge, hohe Wellen und gelegentlich Überschwemmungen sorgen. Auch im Januar kann das Meer noch unruhig sein. Wer gerne badet, sollte außerdem die örtlichen Hinweise zu Strömungen und Quallen beachten. Insbesondere Würfelquallen sind an dieser Küste ein ernst zu nehmendes Risiko. Vor dem Schwimmen deshalb im Hotel nach den aktuellen Bedingungen fragen und vorhandene Warnschilder unbedingt beachten.

Für wen lohnt sich Khanom?

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Khanom ist besonders reizvoll für Paare, Individualreisende, Familien und Thailandkenner, die nach einer ruhigeren Alternative zu den bekannten Urlaubszentren suchen. Auch für einen längeren Aufenthalt eignet sich die Region, sofern man nicht jeden Tag ein großes Ausflugs- und Unterhaltungsprogramm erwartet.

Wer dagegen gerne shoppen geht, regelmäßig internationale Restaurants besucht, ausgedehnte Strandpartys liebt oder abends durch belebte Fußgängerzonen schlendert, wird auf Koh Samui, Phuket oder in Pattaya vermutlich glücklicher. Für Khanom sollte man mindestens drei bis vier Nächte einplanen. Noch schöner ist eine ganze Woche, in der man die Küste erkunden, einen Bootsausflug unternehmen und zwischendurch einfach einmal gar nichts tun kann.

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Khanom ist sicherlich nicht das spektakulärste Reiseziel Thailands. Es gibt hier keine riesigen Einkaufszentren, keine weltberühmten Tempelanlagen und keine legendären Partynächte. Aber genau darin liegt der besondere Reiz. Die langen Strände, das ruhige Leben, die freundlichen Menschen, die ursprünglichen Fischerdörfer und die wunderschöne Natur machen Khanom zu einem Urlaubsort, der sich wohltuend von vielen anderen unterscheidet.

Natürlich ist auch Khanom längst nicht mehr völlig unentdeckt. Besonders an Wochenenden und thailändischen Feiertagen kommen Besucher aus anderen Landesteilen, und entlang der Küste entstehen neue Unterkünfte. Doch im Vergleich zu den großen Ferienzentren ist der Tourismus noch immer angenehm überschaubar.

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Khanom ist ein bisschen wie Koh Samui vor vielen Jahrzehnten – nicht identisch, aber mit einer ähnlichen Gelassenheit. Ein Ort, an dem man morgens noch lange Strandspaziergänge unternehmen kann, ohne ständig anderen Urlaubern ausweichen zu müssen. Und vielleicht ist das größte Kompliment, das man Khanom machen kann, dieses: Man kommt wegen der schönen Strände – und bleibt, weil man sich hier plötzlich überhaupt nicht mehr beeilen möchte.
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