Als Drogenschmuggler auf dem Zollamt - Thailand Blog
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Story  

Als Drogenschmuggler auf dem Zollamt

Seid bedacht, was Ihr Euch aus Thailand schicken lasst!

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Vor einiger Zeit bat ich meine Schwägerin in Thailand, mir 1 Kilo Ananasmarmelade zu schicken, ohne mir etwas dabei zu denken. Dazu muss ich sagen, dass die Ananasmarmelade in Thailand extrem einreduziert wird und dann zu grün-bräunlich, leicht glänzenden, festen, harzähnlichen Platten in Taschenbuchgrösse gepresst wird. Diese Reduktion nimmt man dann und kocht sie kurz mit 2 Teilen Wasser auf um daraus den sehr leckeren Brotaufstrich oder, wie von mir vorgesehen, geniales Ananaseis zu machen.

Nun bekam ich per Post eine Karte von unserem örtlichen Zollamt, ich möge doch bitte mein Päckchen abholen. Völlig unbedacht tat ich dann auch, wurde aber nach Vorzeigen meines Ausweises sofort in einen extra Raum geführt, grosse Hektik unter den Beamten bracht aus und ich wurde sofort von mehreren Zollbeamten mit der Hand an der Waffe durchsucht.

Ich musste mich halb ausziehen, während 2 leicht panische Beamte in Habachtstellung neben mir standen. Ich durfte mich, nachdem ausser meinem Gelbeutel, ein paar Tempos und dem Autoschlüssel nichts gefunden wurde, wieder anziehen. Zum Glück wurde ich von einer Untersuchung diverser Körperöffnungen verschont. Während der ganzen Zeit wurde mir nicht mitgeteilt um was es eigentlich geht. Ich war, in der Rolle als gefasster Schwerverbrecher, ziemlich perplex.

Dann wurde ich angewiesen das Päckchen unter der gestrengen Aufsicht der bewaffneten Beamten zu öffnen und meine grün-braunen Marmeladenplatten in zäher Konsistenz vorzeigen. Auf meine nochmalige Frage, was denn eigentlich los sein, antwortete man mit, dass nach einer Durchleuchtung meines Päckchens unmittelbarer Verdacht auf Drogen, in diesem Falle auf gepresste Haschischplatten bestand.

Als sich herausstellte, dass das „getrocknete Ananasmarmelade“ ist und ich den Zöllnern sagte, dass ich üblicherweise nicht pflege, meine Haschischplatten auf dem Postweg aus Thailand zu beziehen, gab es größeres Gelächter und Erleichterung, sowohl bei mir, als auch bei den Zöllnern und ich war froh, das Zollamt ohne Handschellen verlassen zu können.

Also, seid bedacht, was Ihr Euch aus Thailand schicken lasst… ;-)

Die Ananas (สัปปะรด - Saperlot) ist in Thailand übrigens besonders lecker, vor allem die sogenannte Babyananas, die nur etwa ein Drittel des Volumens der normalen Ananas hat, und entsprechend den Geschmack konzentriert.

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